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Für ein schwarz-gelbes Bündnis würde es für die FDP unter Christian Lindner noch nicht reichen.
Für ein schwarz-gelbes Bündnis würde es für die FDP unter Christian Lindner noch nicht reichen.(Foto: dpa)

Stern-RTL-Wahltrend: Die FDP bekäme wieder fünf Prozent

Wenn an diesem Mittwoch das Dreikönigstreffen beginnt, kann sich die FDP immerhin über eine Nachricht freuen: Ihre Umfragewerte liegen zum zweiten Mal in Folge bei fünf Prozent. Doch richtig weiterhelfen würde ihr das nicht.

Für die FDP sind es, passend zum Dreikönigstreffen, geradezu aufbauende Umfragewerte. Bereits zum zweiten Mal in Folge würde die Partei, wenn am Sonntag Bundestagswahl wäre, die Fünf-Prozent-Hürde knapp überspringen. Dies ergibt der Stern-RTL-Wahltrend.

Wie bei den Liberalen ändert sich auch bei den übrigen Parteien im Vergleich zur Vorwoche nichts. Die Union verharrt bei 38 Prozent, die SPD bei 23 Prozent. Die Sozialdemokraten stehen damit so schlecht da wie zuletzt im August dieses Jahres. Linke und Grüne kommen unverändert auf jeweils 10, die AfD auf 8 Prozent. Für die sonstigen Parteien würden 6 Prozent stimmen. Laut Forsa würde zurzeit ein Drittel der Wahlberechtigten - und damit mehr als bei der Wahl 2013 - nicht zur Wahl gehen.

Union und SPD könnten damit bei einer möglichen Regierungsbildung die Große Koalition fortsetzen (61 Prozent), aber auch Union und Grüne hätten eine knappe Mehrheit (48 Prozent).  Ein rot-rot-grünes Bündnis (43) wäre nicht möglich, ebenso wenig ein schwarz-gelbes (43).

50 Prozent für Merkel

In der Frage der Kanzlerpräferenz sieht es für die SPD noch immer düster aus. SPD-Chef Sigmar Gabriel würden, wie schon in der Vorwoche, gerade mal 15 Prozent zum Kanzler wählen. Amtsinhaberin Angela Merkel gewinnt einen Punkt und würde 50 Prozent der Wählerstimmen auf sich vereinen. Damit liegt die CDU-Chefin satte 35 Prozentpunkte vor Gabriel. Sogar 33 Prozent der SPD-Anhänger würden sich für Merkel entscheiden.

Noch miserabler schneidet die SPD bei der Frage ab, welche Partei am besten mit den Problemen in Deutschland fertig würde. Gerade mal 9 Prozent aller Bundesbürger trauen der SPD dies zu, 31 Prozent der Union.

Was die Wirtschaftserwartungen betrifft, äußern sich die Befragten im Vergleich zu den Vorwochen deutlich optimistischer. Gingen Anfang November noch 46 Prozent der Bundesbürger davon aus, dass sich die wirtschaftlichen Verhältnisse eher verschlechtern, sind es nun nur noch 35 Prozent - der beste Wert im ganzen Jahr. 20 Prozent rechnen mit einer Verbesserung der ökonomischen Situation im neuen Jahr. 

Forsa befragte 1503 Bundesbürger zwischen dem 28. bis 30. Dezember 2015. Die statistische Fehlertoleranz liegt bei +/- 3 Prozentpunkten.

Quelle: n-tv.de

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