Politik
Wäre doch nur am Sonntag schon Bundestagswahl! Die Partei von Christian Lindner und Wolfgang Kubicki könnte aus der politischen Bedeutungslosigkeit zurückkehren: in den Bundestag.
Wäre doch nur am Sonntag schon Bundestagswahl! Die Partei von Christian Lindner und Wolfgang Kubicki könnte aus der politischen Bedeutungslosigkeit zurückkehren: in den Bundestag.(Foto: picture alliance / dpa)

Stern-RTL-Wahltrend: Die FDP wäre wieder drin

Die Große Koalition büßt in der Flüchtlingskrise an Zuspruch ein. In der aktuellen Sonntagsfrage verlieren Union und SPD. Freuen kann sich derweil eine Partei, die zurzeit gar nicht im Bundestag sitzt.

Was würde passieren, wenn am Sonntag Bundestagswahl wäre? Dem Stern-RTL-Wahltrend zufolge hätten die FDP und ihr Vorsitzender Christian Lindner Grund zum Feiern. Nach ihrem Aus bei der Bundestagswahl 2013 könnten die Liberalen die Fünf-Prozent-Hürde knapp überspringen. In der aktuellen Forsa-Umfrage klettern sie im Vergleich zur Vorwoche um einen Punkt auf fünf Prozent.

Für die Regierungsparteien geben die aktuellen Zahlen dagegen wenig Anlass für Zufriedenheit. Union und SPD verlieren jeweils einen Punkt und liegen damit nun bei 38 beziehungsweise 23 Prozent. Die Sozialdemokraten stehen so schlecht da wie zuletzt im August dieses Jahres.

Ansonsten gibt es wenig Bewegung in der Sonntagsfrage. Linke und Grüne kommen unverändert auf jeweils 10, die AfD auf 8 Prozent. Laut Forsa würde zurzeit ein Drittel der Wahlberechtigten - und damit mehr als bei der Wahl 2013 - nicht zur Wahl gehen.

Bei einer möglichen Regierungsbildung gibt es damit folgende Varianten: Union und SPD könnten die Große Koalition fortsetzen (61 Prozent), aber auch Union und Grüne hätten eine knappe Mehrheit (48 Prozent). Da der Anteil der sonstigen Parteien bei 6 Prozent liegt, sind für eine Mehrheit 47 Prozent nötig. Ein schwarz-gelbes (43) oder rot-rot-grünes Bündnis (43) wäre nicht möglich.

Die Kanzlerpräferenz ist bei den Deutschen fast unverändert. Amtsinhaberin Angela Merkel verliert zwar einen Punkt, erreicht mit nunmehr 49 Prozent aber deutlich mehr Zustimmung als ihr wahrscheinlicher SPD-Herausforderer Sigmar Gabriel mit 15 Prozent. 36 Prozent würden sich für keinen der beiden entscheiden. Bemerkenswert ist: Selbst unter SPD-Anhängern tendieren 33 Prozent zu Merkel.

Forsa befragte 1501 Bundesbürger zwischen dem 21. und 23. Dezember 2015. Die statistische Fehlertoleranz liegt bei +/- 3 Prozentpunkten.

Quelle: n-tv.de

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