Sport

Kompromiss gefundenRegionalliga-Reform kommt

04.09.2006, 18:28 Uhr

Die neue eingleisige 3. Liga soll demnach aus 20 Vereinen bestehen. Geplant ist ihre Einführung mit der Saison 2008/09. Neu organisiert werden sollen auch die Ober- und Verbandsligen.

Eine Kommission aus Profi- und Amateurvertretern hat sich auf einen Kompromiss für die Reform der Fußball-Regionalliga geeinigt. Die neue eingleisige 3. Liga soll demnach aus 20 Vereinen bestehen. Das bestätigte Wolfgang Holzhäuser, Vizepräsident des Ligaverbandes, am Montag in Frankfurt/Main. Ursprünglich waren 18 Clubs vorgesehen. Zudem werde die Zahl der zweiten Mannschaften der Bundesligaclubs auf maximal vier begrenzt. Dieser Vorschlag soll dem Außerordentlichen Bundestag des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) am Freitag in Frankfurt/Main vorgelegt werden.

"Es waren sehr gute Gespräche, die von Kompromissbereitschaft gekennzeichnet waren", sagte Holzhäuser. Offen ist, ob der Lösungsvorschlag erst noch im DFB-Vorstand diskutiert werden soll oder als direkte Vorlage beim Bundestag entschieden wird. Geplant ist die Einführung der eingleisigen 3. Liga mit der Saison 2008/09. Neu organisiert werden sollen auch die Ober- und Verbandsligen.

Zum Kompromiss gehört auch das Zugeständnis der Proficlubs, ihre Reserveteams nicht an der Hauptrunde des DFB-Pokals teilnehmen zu lassen und auf die Fernsehgelder zu verzichten. Ebenso sicherten sie den Amateuren zu, in ihren zweiten Mannschaften mit Ausnahme von drei älteren Spielern nur Profis einzusetzen, die jünger als 23 Jahre alt sind und keinen Stammplatz im Bundesliga-Team haben.

"Wir brauchen die eingleisige 3. Liga nicht nur für eine bessere Vermarktung, sondern auch als Plattform für unsere teuer ausgebildeten Spieler", sagte Holzhäuser.