Technik
Sehr viele Fritzboxen sind von der Sicherheitslücke betroffen, ein Update ist dringend erforderlich.
Sehr viele Fritzboxen sind von der Sicherheitslücke betroffen, ein Update ist dringend erforderlich.(Foto: AVM)

Gefährliche Sicherheitslücke in Fritzboxen: AVM listet betroffene Geräte auf

Hersteller AVM veröffentlicht eine Liste der Fritzboxen, die von der kürzlich bekannt gewordenen Sicherheitslücke betroffen und welche sicher sind. Zwei Router sind noch völlig schutzlos.

Nachdem herausgekommen ist, dass wahrscheinlich nicht nur Fritzboxen mit aktiviertem Fernzugriff durch eine klaffende Sicherheitslücke angreifbar sind, hat Hersteller AVM jetzt reagiert und eine Liste veröffentlicht, in der alle betroffenen Router genannt werden, für welche Fritzboxen wann und wie ein Update bereitsteht und welche Geräte auch ohne aktualisierte Firmware als sicher gelten.

Wie "Heise Security" berichtet, hatten Kundendienst-Mitarbeiter des Berliner Unternehmens zuvor besorgten Nutzern noch mitgeteilt, Geräte ohne Fernwartungszugang seien nicht betroffen. Jetzt habe AVM-Pressechef Urban Bastert aber auf Anfrage versichert, dass sich die Angabe "sicher" tatsächlich auf die Lücke und nicht mehr nur auf spezielle Angriffsszenarien bezieht. Indirekt hat das Unternehmen also zugegeben, dass auch Fritzboxen ohne aktiven Fernzugriff angreifbar sind.

Weitere Geräte betroffen?

Laut der Liste sind die Updates nur noch für zwei gefährdete Fritzboxen nicht fertig, die Modelle 5188 und Alice 331. "Heise Security" ist allerdings noch nicht ganz zufrieden mit der Aufklärungsarbeit des Herstellers, nicht alle Fragen seien geklärt worden. AVM habe nicht beantwortet, ob die von der Telekom ausgelieferten auf AVM-Basis gefertigten Speedport-Router anfällig sind. Dies falle alleine in die Zuständigkeit der Telekom, habe Bastert gesagt. Ebenfalls sei noch offen, ob auch andere AVM-Produkte wie die FritzWLAN-Repeater, die gleiche Lücke aufweisen.

Wer unsicher ist, welches Fritzbox-Modell er hat, geht folgendermaßen vor: Zunächst ruft man im Internet-Browser die Router-Oberfläche auf, indem man in die Adressleiste "fritz.box" tippt. Eventuell muss man dann ein Kennwort eingeben. Unter "Übersicht" findet man dann die Typenbezeichnung. Gehört die Fritzbox zu der Mehrheit der Geräte, die die Aktualisierung nicht automatisch über den Internet-Anbieter erhalten, klickt man im Menü links auf "Assistenten" und dann auf "Update" beziehungsweise "Firmware aktualisieren".

Quelle: n-tv.de

Empfehlungen