Technik
Das gute alte Paint hat eine 3D-Verjüngungskur erhalten.
Das gute alte Paint hat eine 3D-Verjüngungskur erhalten.(Foto: kwe)
Mittwoch, 29. März 2017

"Creators Update" ist fertig: Das neue Windows 10 kommt am 11. April

Microsoft gibt bekannt, dass das "Creators Update" für Windows 10 ab dem 11. April kostenlos verteilt wird. Die Installation lohnt sich, es gibt viele nützliche Neuheiten.

Die Informationen von "MSPoweruser" waren richtig, ab dem 11. April steht für Windows-10-Rechner das kostenlose "Creators Update" zum Download bereit. Teilnehmer an Microsofts Windows-Insider-Programm haben es bereits mit dem jüngsten Beta erhalten. Optisch ändert sich mit der Aktualisierung nicht viel, aber es kommen neue Funktionen und Verbesserungen auf den PC. Hier die wichtigsten Neuerungen:

3D und virtuelle Realität

Für die neuen VR-Fähigkeiten von Windows 10 soll's günstige Brillen geben.
Für die neuen VR-Fähigkeiten von Windows 10 soll's günstige Brillen geben.(Foto: Microsoft)

Bei der Ankündigung im vergangenen Oktober hat Microsoft die neuen 3D-Eigenschaften in den Vordergrund gestellt. Unter anderem können Nutzer mit kostenlosen Bordmitteln dreidimensionale Grafiken am Rechner erstellen. Dazu scannen sie beispielsweise ein Objekt mit ihrem Smartphone ein und importieren es in das runderneuerte altbekannte Windows-Programm Paint ein.

Ein weiterer Schwerpunkt ist Virtuelle Realität (VR). Augmented Reality (AR) beziehungsweise Mixed Reality, wie sie Microsofts Hololens bietet, dürfen Nutzer noch nicht erwarten. Verschiedene Hersteller haben mit Microsoft VR-Brillen für Windows 10 entwickelt, die mit rund 300 Euro auch erschwinglich sein sollen. Unter anderem gibt es Headsets von Acer, Lenovo oder Dell.

Neuer Spielspaß

In Spielen kann ein neues Menü aufgerufen werden.
In Spielen kann ein neues Menü aufgerufen werden.(Foto: kwe)

Windows 10 hat ab sofort auch in den Einstellungen einen neuen Spiele-Bereich. Dort kann unter anderem der Spielmodus eingeschaltet werden. Für Spiele werden dann alle zur Verfügung stehenden System-Reserven mobilisiert. Beim Zocken kann man mit der Windows-Taste + G ein Menü einblenden, in dem man unter anderem Aufzeichnungen und Übertragungen starten oder den Spielmodus für dieses Spiel aktivieren kann.

Edge wird vielseitiger

Besonders viele neue Funktionen erhält der Edge-Browser, der zum Start von Windows 10 noch eine abgespeckte Light-Version war. Nutzer können künftig alle geöffneten Registerkarten als Vorschauen in einer Übersichts-Leiste einblenden. Bei sehr vielen Tabs ist die Liste seitlich scrollbar. Man kann Registerkarten aber auch für später speichern und aus einer Sammlung mit einem Klick einzeln oder komplett wiederherstellen. Dafür gibt's zwei neue Symbole, die links oben neben dem Edge-Symbol zu finden sind.

Außerdem kann man jetzt E-Books im Browser lesen und neue oder private Fenster über das Edge-Symbol starten. Unter der Haube hat Microsoft Geschwindigkeits- und Stabilitäts-Verbesserungen eingebaut und Edge blockt jetzt grundsätzlich Flash-Inhalte. Seiten, die in Ordnern unter "Favoriten" gespeichert wurden, lassen sich auf einen Schlag in Registerkarten öffnen und bei Downloads werden mehr Infos angezeigt.

Microsoft stärkt Verteidigung

Der Windows Defender soll das System jetzt viel besser beschützen können.
Der Windows Defender soll das System jetzt viel besser beschützen können.(Foto: kwe)

Ein Alptraum für Hersteller von Antiviren-Software, ein Segen für die Nutzer: Microsoft hat zahlreiche Verbesserungen am bordeigenen Wächter Windows Defender vorgenommen. Unter anderem wurde der Schutz von Speicher und Kernel verstärkt, um das System gegen sogenannte Zero-Day-Attacken abzusichern. Über maschinelles Lernen mit auf Microsofts Servern gesammelten Informationen soll der Defender seine Erkennungsraten kontinuierlich verbessern. Wer keine Daten dazu beitragen möchte, kann den cloudbasierten Schutz in den Einstellungen abschalten. Im Windows Defender Security Center finden Nutzer weitere Optionen für benutzerdefinierte, vollständige oder Offline-Scans und sie können Performance und Gesundheit des Systems überprüfen.

Cortana wird hilfreicher

Apps, die dies unterstützen, zeigen bei der Nutzung mögliche Sprachbefehle für die Sprachassistentin Cortana an. Wenn man sie verinnerlicht hat, kann man die Anzeige deaktivieren und direkt mit Cortana sprechen. Microsoft sammelt auf einer Webseite Anwendungen, die sich per Sprachbefehl steuern lassen. Cortana erinnert jetzt auch an monatlich oder jährlich wiederkehrende Ereignisse und zeigt an, welche Apps zuvor auf anderen Geräten zuletzt genutzt wurden.

Um den Zuhör-Modus zu aktivieren, nutzt man jetzt die Tastenkombi Win + C und nicht mehr Win + Shift + C. Diese Kombination öffnet künftig das Charms-Menü in Apps. Menschen, die schlecht sehen, kann Cortana jetzt auch bei der ersten Einrichtung des Computers helfen, sie sammelt auf diesem Gebiet aber erst noch Erfahrungen. Für Sehbehinderte hat Microsoft auch die App-Ansicht bei hohem Kontrast verbessert.

Mehr Kontrolle über Updates

In den Einstellungen für Updates haben Nutzer jetzt viel mehr Möglichkeiten. Unter anderem können sie in den erweiterten Einstellungen ganz einfach Aktualisierungen um bis zu acht Tage verzögern oder mit einem Klick um sieben Tage aussetzen. Außerdem kann ein genauer Zeitpunkt für Updates festgelegt oder ein Zeitraum bestimmt werden, in dem keine automatischen Neustarts durchgeführt werden dürfen.

Quelle: n-tv.de

Empfehlungen