Technik
Avira bietet eine kostenlose Antivirus-Lösung für Mac OS X, bremst das System aber aus.
Avira bietet eine kostenlose Antivirus-Lösung für Mac OS X, bremst das System aber aus.(Foto: Avira)

Gratis-Software überzeugt: Der beste Virenschutz für Mac OS X

Auch Rechner mit Apples Mac OS X sind nicht vor Hacker-Angriffen sicher. Ein guter Virenschutz ist daher auch für Mac-User Pflicht. Ein Test zeigt die besten Programme - darunter auch Gratis-Lösungen.

Apples Betriebssystem Mac OS X hatte bislang nicht den Ruf, besonders anfällig für Hacker-Angriffe und Malware-Attacken zu sein. Das liegt wohl eher an der geringen Verbreitung als an der Sicherheit des Systems - im Vergleich zu Microsofts Betriebssystem Windows sind die Marktanteile von Mac OS noch immer gering. Doch sie wachsen stetig und mit jedem verkauften Apple-Rechner wird die Plattform auch für Hacker interessanter. Apple hat zwar eigene Aufpasser, die viele Bedrohungen abhalten, doch die zusätzliche Installation eines Virenschutzprogramms kann nicht schaden.

Welche Programme empfehlenswert sind und ob es auch Antivirus-Lösungen gibt, die ihren Namen eigentlich nicht verdienen, hat das unabhängige Institut AV-Test geprüft. Im Testlabor standen 13 Sicherheitsprodukte für Mac OS X auf dem Plan - kostenlose Suiten oder Kaufprogramme mit vielen Extras. Alle 13 wurden auf Sicherheit und Systembelastung geprüft, doch nur 10 konnten den Ansprüchen genügen, 3 fielen glatt durch.

Software wird besser

Im Vergleich zum letzten Test im April 2015 haben nun mehr Produkte eine gute Erkennungsrate, so AV-Test. Einen hundertprozentigen Schutz vor Malware bekommen Mac-OS-X-Nutzer mit der Software von Avast, Avira, Bitdefender, ESET, Kaspersky, SentinelOne, Sophos und Symantec. Diese Programme erkannten und liquidierten alle neuen, noch unbekannten Schädlinge. SentinelOne ist dabei das einzige, das ganz auf eine Signaturdatenbank verzichtet und zur Analyse nur die Technik der verhaltensbasierten Erkennung nutzt.

Panda (95,2 Prozent) und Intego (92,9 Prozent) folgen auf den Rängen neun und zehn. Die drei Letztplatzierten erhalten von AV-Test kein Zertifikat - ClamXav (88,1 Prozent), Webroot (78,6 Prozent), und F-Secure (76,2 Prozent) fallen durch. ClamXav, einer der durchgefallenen Dienste, war auch der einzige Dienst, der Fehlalarm auslöste und eine eigentlich saubere Datei falsch meldete. Alle anderen hatten eine fehlerfrei Freund-Feind-Erkennung. Bei der Erkennung von potenziell gefährlicher Software ("potentially unwanted application", kurz PUA) lobt AV-Test die Dienste von Avira, Bitdefender, ESET, Intego, Symantec und SentinelOne.

Schnell und trotzdem sicher?

Die Schutzwirkung einer Antivirus-Suite ist die eine Seite. Doch guter Virenschutz soll nicht nur sicher sein, sondern auch das System möglichst wenig ausbremsen. Um das zu testen, wurden auf einem Referenzsystem 26,6 GByte Daten kopiert, MD5-Hashwerte für Dateien berechnet und ein Satz Dateien heruntergeladen. Das beste Ergebnis erzielt hier ClamXav. Panda, Bitdefender und Symantec schnitten auch gut ab. Sie verlangsamten ein System um etwa zehn Prozent des Referenzwerts von 146 Sekunden. Sophos bremst um 20 Prozent, Avira um 40 Prozent. SentinelOne bringt es auf 80 Prozent und F-Secure gar auf 120 Prozent des Referenzwerts. Schlusslicht ist Avast, da es bei einem Download die Datei bereits parallel scannt - das ist zwar sicher, dauert aber auch besonders lange.

Unter den besten Lösungen im Test waren auch kostenlose Virenschützer. Das beste Gesamtpaket bieten die Bezahlprogramme BitdefenderAntivirus for Mac und Symantec Norton Security. Die beste kostenlose Software ist Sophos Anti-Virus. Avira und Avast sind ebenfalls kostenlos und haben eine gute Erkennung, bremsen das System aber um 40 beziehungsweise 170 Prozent aus - das ist für die AV-Tester nicht akzeptabel.

Quelle: n-tv.de

Empfehlungen