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Mehr als nur Schnappschüsse: Die beliebtesten Smartphones mit Top-Kamera

Kein Smartphone kommt ohne Kamera aus. Doch oft reicht die Bildqualität gerade mal fürs Hochladen aufs Instagram-Profil. Es gibt aber auch Modelle, die Digitalkameras ernsthaft Konkurrenz machen können.

Sie sind sofort startklar, liefern hervorragende Bildqualität und manche Modelle sind so robust, dass ihnen weder Wasser noch Staub oder Stürze etwas anhaben können: Digitalkameras sind für ambitionierte Fotografen oder bei speziellen Einsatzgebieten weiterhin unentbehrlich. Ansonsten reicht meist auch das Smartphone, wenn es denn eine brauchbare Kamera hat. Klarer Vorteil: Das Gerät ist fast immer zur Hand, wenn man es braucht. Außerdem lassen sich die Bilder gleich bearbeiten und online teilen. Der Preisvergleich guenstiger.de hat die derzeit beliebtesten Modelle herausgesucht.

Nokia Lumia 1020

Das Lumia 1020 setzt neue Maßstäbe bei den Handykameras. Kritiker bemängeln aber die schwache Akkulaufzeit.
Das Lumia 1020 setzt neue Maßstäbe bei den Handykameras. Kritiker bemängeln aber die schwache Akkulaufzeit.(Foto: kwe)

Mit dem Lumia 1020 hat Nokia ein 4,5 Zoll-Smartphone herausgebracht, das mit seinen Kameraqualitäten auch Profifotografen überzeugt. Der 41-Megapixel-Sensor liefert Bilder mit einer Auflösung von bis zu 38 Megapixeln. Zum Teilen und Verschicken ist das viel zu groß, deshalb lässt sich optional auch eine Kopie im 5-Megapixel-Format ablegen. Der Sensor ist dank BSI-Struktur (Back Side Illumination) sehr lichtempfindlich, das ermöglicht relativ rauscharme Nachtaufnahmen. Bei Dunkelheit sorgt außerdem ein Xenon-Blitz für gute Ausleuchtung. Mit an Bord sind außerdem ein Autofocus, ein integrierter Bildstabilisator und ein stufenloser Vierfach-Zoom. Videos werden in Full-HD-Qualität aufgezeichnet.

Die spezielle Kamera-Anwendung von Nokia stellt sich automatisch auf die jeweilige Aufnahmesituation ein, ansonsten lassen sich bestimmte Einstellungen wie Focus und Verschlusszeit auch selber festlegen. Über die Vyclone-App kann man zudem verschiedene Filmaufnahmen zu einem Video zusammenfügen. Dabei synchronisiert und bearbeitet die Software Material auch von unterschiedlichen Nutzern. Nokias Lumia 1020 gibt es aktuell ab 370 Euro.

Nokia Lumia 925

Das Lumia 925 misst 4,5 Zoll.
Das Lumia 925 misst 4,5 Zoll.(Foto: Nokia)

Mit 158 Gramm ist das Lumia 1020 nicht gerade ein Leichtgewicht. Wer es lieber etwas schlanker mag, bekommt mit dem Lumia 925 ein Gerät, das ebenfalls auf Pureview-Technologie setzt und wie das Top-Mopmodell mit Carl-Zeiss-Objektiv und sechs Linsen aufwartet. Ansonsten ist die Ausstattung aber etwas bescheidener: Die Kamera löst mit 8,7 Megapixeln auf, bietet einen optischen Bildstabilisator und zweifaches LED-Licht. Per Geo-Tagging erfährt man bei jedem Foto auch, wo es aufgenommen wurde. Durch die 3-in-1-App können Nutzer zwischen dem Pro-Modus für angehende Profifotografen, dem Smart-Modus mit vielen künstlichen Effekten und der Videofunktion umschalten. Das Smartphone unterstützt PhotoBeamer (https://www.photobeamer.com/) und kann somit auch als Projektor genutzt werden. Zu haben ist das Lumia 925 derzeit ab 270 Euro.

Samsung Galaxy S4 Zoom

Die beiden Nokia-Geräte arbeiten beide mit Windows-Betriebssystemen. Eine Android-Alternative kommt von Samsung mit dem Galaxy S4 Zoom, das sich insbesondere an Hobby-Fotografen richtet. Es verfügt über einen zehnfachen optischen Zoom und kann damit aus weiter Entfernung scharfe Bilder einfangen. Der optische Zoom ist bei Foto-Handys ansonsten unüblich, denn die Technik braucht Platz. Das 4,3 Zoll-Galaxy ist deshalb mit 1,5 Zentimetern auch nicht gerade schlank.

Der CMOS-Sensor erreicht 16 Megapixel, ein optischer Bildstabilisator darf auch hier nicht fehlen. Besonderer Gimmick ist die Funktion In-call Photo Share, bei der während des Telefonierens Fotos gemacht und versendet werden können. Die App Photo Suggest schlägt Bilder von anderen Nutzern vor, um die schönsten Aufnahmeplätze auch auf Reisen zu finden. Mode Suggest erkennt darüber hinaus Lichtverhältnisse und Motive und empfiehlt optimale Einstellungen. Preislich liegt das Samsung Galaxy S4 mit 16 Gigabyte momentan bei rund 210 Euro.

Samsung Galaxy S5

Die Kamera des Galaxy S5 überzeugt vor allem bei guten Lichtverhältnissen.
Die Kamera des Galaxy S5 überzeugt vor allem bei guten Lichtverhältnissen.(Foto: dpa)

Ganz neu auf dem Markt ist das Galaxy S5 für aktuell 540 Euro. Auch bei seinem neuen Flaggschiff wartet Samsung mit einer leistungsstarken Kamera auf. Mit 16 Megapixeln kommt sie zwar nicht gegen die Auflösung von Nokias 1020 an, zumindest bei guten Lichtverhältnissen lassen sich aber mit ihr hervorragende Bilder knipsen. Videos nimmt das Galaxy S5 mit 30 Bildern pro Sekunde auf. Erwähnenswert ist auch der schnelle Autofokus, der zum Scharfstellen gerade mal 0,3 Sekunden benötigt. HDR (High Dynamic Range) soll auch bei Gegenlicht oder bei Motiven, die im Schatten liegen, für gelungene Aufnahmen sorgen. Dank des selektiven Fokus können Nutzer eine bestimmte Stelle des Bildes scharf stellen, während der Rest leicht verschwimmt. So entstehen Aufnahmen mit Tiefenschärfe.

HTC One

HTC macht beim Megapixel-Wettrüsten nicht mit und setzt stattdessen auf einen großen Sensor.
HTC macht beim Megapixel-Wettrüsten nicht mit und setzt stattdessen auf einen großen Sensor.(Foto: picture alliance / dpa)

HTC ist bekannt für interessante Kamerahandys und so ist auch das HTC One eine gute Wahl für alle, die ihr Gerät gerne zum Knipsen nutzen. Aktuell ist das 2013er-Modell in edler Alu-Optik für knapp 310 Euro zu haben. Das One arbeitet mit einer speziellen UltraPixel-Kamera, die lebhafte Bilder mit einer intensiven Farbtiefe aufnimmt. Das optische Objektivsystem ermöglicht es, wesentlich mehr Licht einzufangen als vergleichbare Modelle. Bei einer Auflösung von nur 4,3 Megapixeln fällt mehr Licht auf die einzelnen Bildpunkte, dadurch sollen selbst bei schlechten Verhältnissen gute Bilder entstehen. Der Nachteil: Die wenigen Pixel sind auf größeren Ausdrucken deutlich zu erkennen. Gefilmt wird wiederum in Full-HD und auf Wunsch auch in Zeitlupe. Auch hier gibt es zahlreiche Filterfunktionen, viele Effekte und manuelle Einstellmöglichkeiten.

Sony Xperia Z1

Tester loben unter anderem die aufgeräumte Kameraoberfläche des Z1.
Tester loben unter anderem die aufgeräumte Kameraoberfläche des Z1.(Foto: Sony)

Eine echte Digicam-Alternative hat Sony mit dem Xperia Z1 geschaffen. Es wartet mit einer potenten 20,7-Megapixel-Kamera auf, eine F2,0-Blende soll auch bei schlechter Beleuchtung genug Licht auf den Sensor bringen und so die Bildqualität verbessern. Integriert wurde der herstellereigene Bildprozessor Bionz, der auch bei den Sony-Digitalkameras zum Einsatz kommt. Dazu erhalten Nutzer ein dreifaches Zoom-Objektiv. Mit der Timeshift-Funktion lassen sich innerhalb von zwei Sekunden maximal 61 Fotos schießen. Die optimale Einstellung für ein Foto wählt die "Überlegene Automatik" aus 36 Szenenarten ganz von selbst aus. Ruckelfreie Fotos gewährt wiederum die Funktion Steady Shot. Mit HDR lassen sich darüber hinaus auch bei starkem Gegenlicht gute Bilder aufnehmen. Dank robustem Gehäuse ist das Z1 auch für den extremeren Outdoor-Einsatz eine Option, sogar Unterwasser-Aufnahmen sind möglich. Wer noch den passenden Strandbegleiter sucht, bekommt das Xperia Z1 aktuell für rund 390 Euro.

iPhone 5S

In Sachen Auflösung stellt Apple beim iPhone keine Superlative auf: Wie bei den beiden Vorgängermodellen verfügt die iSight-Kamera über acht Megapixel, trotzdem soll die Kamera des iPhone S5 bessere Bilder abliefern als ihre Vorgänger. Dafür sorgt unter anderem der Sensor, der um 15 Prozent größer ausfällt. Das lässt viel Licht durch und sorgt für kontrastreiche Aufnahmen. Außerdem bietet die Kamera eine Serienbildfunktion, bei der zehn Fotos pro Sekunde erstellt werden. Als Blitzquellen kommen ein weißes und ein bernsteinfarbenes LED zum Einsatz, die gemeinsam eine optimale Farbtemperatur ermöglichen. Die automatische Bildstabilisierung sorgt zudem für verwacklungsfreie Aufnahmen. Zeitlupenvideos werden mit 120 Bildern pro Sekunde und in HD-Qualität erstellt. Eine Panorama-Funktion für 360-Grad-Fotos ist ebenfalls mit an Bord. Bei Bedarf lässt sich auch im 1:1-Format knipsen, das kann etwa bei quadratischen Profilbildern nützlich sein. In der 16-Gigabyte-Variante kostet das iPhone 5S derzeit rund 575 Euro.

 

Quelle: n-tv.de

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