Technik

Weder Firewall noch Virenwächter: Ein Fünftel surft schutzlos

Kaum zu glauben, aber noch immer verzichtet fast ein Fünftel der Internet-Surfer auf jeglichen Schutz. 18 Prozent der Onliner sind ohne Antiviren-Programm oder Firewall Freiwild für Computerschädlinge und gefährden sich und alle anderen Internet-Nutzer.

Noch immer surfen relativ viele Nutzer schutzlos im Internet. Laut einer repräsentativen Umfrage des Hightech-Branchenverband Bitkom hat fast jeder fünfte Onliner (18 Prozent) weder Virenschutz noch Firewall auf seinem Privatrechner installiert. Im vergangenen Jahr waren es mit 21 Prozent geringfügig mehr.

Völlig schutzlose Systeme nennt man "Honeypot" (Honigtopf), weil sie Schädlinge anziehen wie Honig die Bienen. Sicherheitsanbieter setzen sie absichtlich ein.
Völlig schutzlose Systeme nennt man "Honeypot" (Honigtopf), weil sie Schädlinge anziehen wie Honig die Bienen. Sicherheitsanbieter setzen sie absichtlich ein.(Foto: picture-alliance/ dpa)

"Die Gefahren für Internet-Surfer sind in den vergangenen Jahren stark gestiegen, doch leider verhält sich ein Teil der Onliner fahrlässig und gefährdet damit sich und andere", sagt Bitkom-Hauptgeschäftsführer Bernhard Rohleder. Nur gut jeder vierte Surfer (28 Prozent) keinen Virenschutz und fast jeder Dritte (30 Prozent) keine Firewall, ergab die Umfrage.

Jeder fünfte Surfer (20 Prozent) nutzt ein kostenpflichtiges Virenschutzprogramm, fast jeder zweite (48 Prozent) einen kostenlosen Schutz gegen Viren. Bei gut jedem Dritten (36 Prozent) sind Virenschutz und Firewall im Betriebssystem integriert. Insbesondere bei neuen Betriebssystemen werden Virenschutz und Firewall den Käufern kostenlos mit angeboten. Mehr als jeder Vierte (29 Prozent) nutzt ein Sicherheitspaket seines Internet-Dienstleisters.

Cloud-Services machen laut Bitkom bislang selten genutzte Sicherheitstechnologien wie Datenverschlüsselung massenmarkttauglich. Derzeit verschlüsselt aber nur jeder achte Privatanwender (12 Prozent) seine Daten. Immerhin jeder sechste User (18 Prozent) nutzt einen Passwort-Safe. Das ist eine Software zur sicheren und zentralen Verwaltung von Passwörtern auf dem Rechner. Spezielle Dienste für anonymes Surfen nehmen 8 Prozent der User in Anspruch.

Zumindest auf einen grundsätzlichen Schutz muss kein Nutzer verzichten. Eine Firewall ist gewöhnlich im Betriebssystem integriert und muss nur aktiviert werden. Antiviren-Programme gibt es kostenlos zum Download. Empfehlenswert ist unter anderem Avira Free Antivirus.

Quelle: n-tv.de

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