Technik
Der Eufy Robovac 11 fährt selbstständig oder per Fernsteuerung.
Der Eufy Robovac 11 fährt selbstständig oder per Fernsteuerung.(Foto: jwa)
Donnerstag, 10. August 2017

Ankers günstiger Saugroboter: Eufy Robovac 11 ist ein fleißiger Putzhelfer

Von Johannes Wallat

Der Saugroboter Eufy Robovac 11 bietet sich als wertvolle Haushaltshilfe an: Er hält weitgehend selbstständig und ohne zu murren die Fußböden im Haus sauber. Der Preis ist günstig - aber taugt er im Alltag auch was?

Wer regelmäßig den Haushalt auf Vordermann bringt, hat wahrscheinlich eine besonders unliebsame Aufgabe. Wer Spülen hasst, besorgt sich einen Geschirrspüler. Die Wäsche waschen schon lange Maschinen. Und das Staubsaugen? Das übernehmen auf Wunsch Saugroboter. So wie der Eufy Robovac 11 von Anker: Er ist ein relativ günstiger Putzgeselle, der auf Knopfdruck durch den Raum fährt und dabei mit seinen zwei drehbaren Bürsten Dreck und Staub einsaugt. n-tv.de hat ihn zu Hause ausprobiert und verrät, ob sich die Anschaffung lohnt.

Plug and Play

In Betrieb nimmt man den Robovac, der im Haushalt schnell liebevoll Eufy genannt wird, ganz einfach per Knopfdruck, entweder auf dem Sauger selbst oder auf der mitgelieferten Fernbedienung mit Statusdisplay. Einfacher könnte es kaum sein: Ein Druck auf Play, und schon legt der kreisrunde Sauger los. Auf seinen kleinen Rollen gleitet er mehr oder weniger zielstrebig durch den Raum und saugt nach und nach alles auf, was ihm in den Weg kommt.

Die Fernbedienung ist dabei die Kommandozentrale: Von hier aus kann man ihn starten und stoppen, man legt Saugzeiten fest, weist ihn an, nur einen Raum zu reinigen und danach von selbst zur Ladestation zurückzukehren. Nützlich sind auch der extra Ecken-Modus sowie die Saugkraftverstärkung, die Eufy mehr Power verleiht - zum Beispiel, wenn er über Teppichboden fährt. Bei Bedarf kann man Eufy mit der Fernbedienung auch selber steuern, um ihn genau dorthin zu schicken, wo seine Dienste benötigt werden. 

Kreisrunder Saugkäfer

So sieht der Eufy Robovac 11 von unten aus.
So sieht der Eufy Robovac 11 von unten aus.(Foto: jwa)

Schmutz und Staub fegt Eufy mittels zwei rotierender Bürstenköpfe unter sein Chassis mit gut 30 Zentimeter Durchmesser - wenn er so durchs Zimmer gleitet, erinnert er ein bisschen an einen übergroßen Käfer oder sonst ein Krabbel-Insekt. Dort transportiert eine Walze den Dreck in sein Inneres. Ist der Bauch voll, wird er einfach entleert, Beutel braucht Eufy nicht und die Reinigung ist sehr einfach. Nach rund anderthalb Stunden Saugen muss er wieder an den Strom, dann ist der Akku leer - ein guter Wert. Weiterer Pluspunkt: Während der Arbeit ist er recht leise.    

Wer ihn nicht manuell steuern will, kann Eufy ruhig sich selbst überlassen. Er kann eigentlich gut ausweichen, fährt aber immer wieder auch zielstrebig und mit Schwung gegen Wände und Hindernisse im Raum. Immerhin: Macken hinterlässt er dabei nicht, und die Stoßstange verhindert, dass er selbst Schaden nimmt. Wer ihm so zuschaut, bekommt Zweifel an Eufys Cleverness: Ein System ist nicht erkennbar, wenn er den Raum durchfährt, scheinbar wahllos kreuzt er von links nach rechts und fährt auch einige Stellen mehrfach ab.

Türschwellen sind sein Feind

So dauert es recht lange, bis er einen Raum gereinigt hat. Einfacher wird's für Eufy sicherlich, wenn keine Hindernisse im Weg stehen, aber wer hat schon Räume, in denen nichts auf dem Boden steht? Geduld ist also wichtig, wenn man Eufy einsetzt: Mit der Hand ist ein Raum erheblich schneller gesaugt. Mit Türschwellen und sonstigen niedrigen Hindernissen versteht er sich zudem nicht so gut: Im Test in einer Altbauwohnung blieb er immer wieder an kleinen Erhebungen und Schwellen zwischen zwei Räumen hängen und musste mit der Hand befreit werden - ein trauriger Anblick, wie sich seine Bürsten hilflos in der Luft drehen.

Der Saugroboter eignet sich also besonders für Wohnungen oder Häuser, in denen viel Platz auf dem Boden ist und die Räume ohne Schwellen miteinander verbunden sind. WLAN-Anbindung und Smartphone-App gibt's nicht, Kommandos kann er also nur über die Fernbedienung entgegennehmen. Eufy braucht also Betreuung und Aufsicht - und das Selbersaugen ersetzen kann er ohnehin nicht. In Ecken, hinter Türen und unter flachen Möbeln, die er mit seinen knapp 9 Zentimetern Höhe nicht erreicht, bleibt es etwas staubig, hier muss man selbst nachhelfen. Das ist aber bei anderen Saugrobotern kaum anders. Ansonsten leistet er gute Arbeit, und der Preis von derzeit rund 210 Euro ist günstig. Trotzdem: Ob sich grundsätzlich die Anschaffung einer solchen Saughilfe lohnt, die zwar Arbeit abnimmt, aber auch Aufmerksamkeit erfordert, bleibt jedem selbst überlassen.  

Quelle: n-tv.de

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