Technik
(Foto: AVM)
Montag, 29. September 2014

AVM warnt Nutzer ohne Update: Fritzbox-Hacker gehen gezielt vor

AVM fordert Besitzer einer Fritzbox dringend auf, zu überprüfen, ob der Router auf dem neuesten Stand ist. Geräte ohne Sicherheits-Update sind jetzt nämlich in allerhöchster Gefahr, gehackt zu werden.

Nachdem bekannt wurde, dass Fritzboxen mit aktiviertem Fernzugriff verwundbar für Hackerangriffe sind, stellte Hersteller AVM im Februar Updates für seine Router, Repeater und Powerline-Produkte bereit. Zwar rief auch das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) Nutzer dazu auf, die Aktualisierung sofort zu machen und in Medien war das Problem ein großes Thema. Doch bis heute haben noch nicht alle Fritzbox-Besitzer das Sicherheits-Update abgerufen. Sie sind jetzt extrem gefährdet, AVM empfiehlt ihnen "nachdrücklich", jetzt keine Zeit mehr zu verlieren und ihre Geräte sofort mit der neuen Firmware abzudichten.

Dem Berliner Hersteller "liegen Anzeichen dafür vor, dass Hacker nochmals versuchen, die längst geschlossene Sicherheitslücke von Februar 2014 auszunutzen." Von diesen Angriffen seien nur Anwender betroffen, die das Sicherheits-Update noch nicht aufgespielt und das Kennwort nicht geändert haben, warnt AVM. Die Hacker suchten gezielt nach ungeschützten Routern, die den Fernzugriff am Port 443 noch aktiviert haben und über eine Telefoniefunktion (VoIP, Festnetz) verfügen.

Anruf in Afghanistan

Betroffen sei "nur ein verschwindend geringer Anteil aller installierter Geräte", schreibt AVM. Jedoch könnten diese im Ausnahmefall über einen längeren Zeitraum von den Telefonbetrügern missbraucht werden. Dabei können hohe Telefonkosten entstehen, beispielsweise durch missbräuchliche Telefonverbindungen nach Kuba, Sierra Leone oder Afghanistan. Das Update ist schnell gemacht, AVM zeigt in einer Anleitung, wie's geht. Außerdem helfen AVM-Mitarbeiter am Telefon bei Problemen unter 030-390 04 390.

Um sicherzustellen, dass künftig Geräte bei akuten Bedrohungen schneller abgesichert werden, hat AVM mit FritzOS 6.20 die Möglichkeit eingeführt, Updates automatisch installieren zu lassen. Die Firmware, die für die neueren Fritzbox-Modelle 7490, 7390 und 3490 zur Verfügung steht, hat außerdem in der Benutzeroberfläche eine neue Übersicht mit sicherheitsrelevanten Informationen.

Quelle: n-tv.de

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