Technik
"Bald verfügbar" - so die ernüchternde Angabe für Interessenten.
"Bald verfügbar" - so die ernüchternde Angabe für Interessenten.(Foto: Screenshot n-tv.de)

Nexus da, Nexus weg: Google patzt bei Großangriff

Bei Googles Smartphone Nexus 4 vergehen 30 Minuten, beim Tablet Nexus 10 ganze 45 Minuten, dann sind die Geräte im hauseigenen Shop ausverkauft. Andere Händler schrecken vor den neuen Produkten mit Android zurück. Zu teuer, heißt es. Dafür gibt es den Musikservice gratis. Zumindest für die eigene Sammlung.

Wer sein Geld für Googles, in Kooperation mit LG und Samsung entwickelte Technik ausgeben will, hat ernste Schwierigkeiten. Im "Google Play"-Onlineshop gab es sowohl das Smartphone Nexus 4 und das Mini-Tablet Nexus 7 mit UMTS als auch das Tablet Nexus 10 mit 10-Zoll-Bildschirm zu kaufen – für kurze Zeit.

Bei fast allen Geräten wechselte die Verfügbarkeit nach höchstens 45 Minuten auf "bald". Nur das Nexus 7 ohne Mobilfunk-Datenübertragung ist derzeit noch lieferbar. Bei den anderen Geräten besteht lediglich die Möglichkeit, sich per E-Mail benachrichtigen zu lassen, sobald die Geräte wieder bestellbar sind. Wann das sein wird, weiß das Unternehmen offenbar selbst nicht: "Zum jetzigen Zeitpunkt können wir darüber keine Aussage treffen", hieß es in einer Stellungnahme. Kunden erhielten Fehlermeldungen, zeitweise waren die Server nicht erreichbar. Manch Nutzer reagierte erbost.

Neue Android-Version

Das Nexus 10 hat eine Auflösung von 2560 mal 1600 Pixeln und liegt damit über der des iPad (2048 mal 1536 Pixel). Das Tablet gibt es mit 16 Gigabyte Speicher für 399 Euro. Das ist so viel, wie Apple derzeit für sein eineinhalb Jahre altes iPad 2 haben will. Das Nexus 7 gibt es ab 199 Euro, das Smartphone Nexus 4 für 299 Euro. Im normalen Handel sind die Geräte noch nicht erhältlich und sollen zudem deutlich teurer sein als im firmeneigenen Online-Shop.

Das Nexus 10 ist das erste Gerät mit der neuen Android-Version 4.2. Diese Weiterentwicklung des Systems 4.1 ("Jelly Bean") unterstütze die Anmeldung von mehreren Nutzern mit einem jeweils eigenen Google-Account, sagte Hamilton. Außerdem seien die virtuelle Tastatur und die Kamera-Bedienung verbessert worden. Das Smartphone Nexus 4 wurde zusammen mit dem Hersteller LG entwickelt. Zu den Neuerungen gehört die vereinfachte Erstellung von Panoramafotos.

Musikservice startet

Ebenfalls in Deutschland nutzbar ist nun Googles Cloud-Service für Musik. Im "Google Play"-Store gekaufte Musikstücke werden auf Servern von Google gespeichert. Bis zu 20.000 Titel können aus der persönlichen Musiksammlung hochgeladen und dann von beliebigen Geräten aus dem Web "gestreamt", also direkt über das Internet abgespielt werden.

Als einen kostenlosen Dienst bietet Google "Scan and Match" an - die Musik von Nutzern wird mit den Millionen Songs auf den Servern abgeglichen und die vorhandenen müssen dann nicht mehr hochgeladen werden. Einen solchen Service bot zunächst nur Apple in seinem Cloud-Musikdienst an - aber für 25 Euro pro Jahr.

Quelle: n-tv.de

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