Technik

E-Mail-Adressen erbeutet: Hacker knacken Battle.net

Angreifer verschaffen sich unbefugten Zugang zum Rollenspiel-Netzwerk Battle.net. Betroffen sind Konten bei "World of Warcraft" und "Diabolo III". Im Fokus der Hacker standen besonders Accounts auf US-Servern. Um ihre Kreditkarten- oder Rechnungsdaten müssen sich die Nutzer wahrscheinlich keine Sorgen machen.

Das 2004 veröffentlichte World of Warcraft zieht Spieler rund um den Globus in seinen Bann.
Das 2004 veröffentlichte World of Warcraft zieht Spieler rund um den Globus in seinen Bann.(Foto: REUTERS)

Das Spielenetzwerk Battle.net ist gehackt geworden. Ein entsprechendes Statement hat der Spieleentwickler Blizzard jetzt auf der offiziellen Seite von Battle.net veröffentlicht. Spieler von "World Of Warcraft", "Diablo III" oder Starcraft 2, die bei Battle.net ihre Profile haben, sollten vorsichtshalber ihre Passwörter ändern.

Kreditkarten-Informationen, Namen oder Rechnungsadressen sind nach aktuellem Erkenntnisstand nicht abhandengekommen. Die Untersuchungen dauern aber noch an. Betroffen sind vor allem Accounts auf nordamerikanischen Servern, wo auch Spielerkonten aus Lateinamerika, Australien, Neuseeland und Südostasien beheimatet sind. Hier konnten die Hacker neben Listen von E-Mail-Adressen auch die Antworten zu den geheimen Sicherheitsfragen erbeuten, außerdem Daten des Mobile Authenticators und des Dial-In Authenticators. Derzeit geht Blizzard aber nicht davor aus, dass die Daten reichen, um auf Battle.net-Accounts zuzugreifen.

Gesteuert aus China?

Bei Konten in Europa und dem Rest der Welt kamen die Angreifer nicht so weit: Hier hatten sie Zugang zu einer Liste E-Mail-Adressen. Diese könnten etwa für Phishing-Mails genutzt werden, Battle.net rät deshalb zu erhöhter Wachsamkeit. Nur die Spieler in China blieben gänzlich verschont – möglicherweise ein Hinweis auf den Ursprung der Attacke, spekuliert Winfuture.

Blizzard hatte den Hack schon am 4. August entdeckt. Seitdem habe man rund um die Uhr daran gearbeitet, die genauen Umstände des Zugriffs und die betroffenen Daten zu ermitteln. Oberste Priorität sei es zunächst gewesen, das Netzwerk wieder sicher zu machen. Gleichzeitig habe man am Informationspaket für die globale Spielergemeinde gearbeitet. "Wir mussten einen Mittelweg zwischen Schnelligkeit und Genauigkeit in unserer Berichterstattung finden und haben uns nach bestem Wissen und Gewissen darum bemüht, beiden Enden des Spektrums Genüge zu tun", heißt es auf der Support-Seite von Battle.net. In den nächsten Tagen soll ein automatisierter Prozess bereitgestellt werden, mit dem alle Nutzer vorsichtshalber ihre geheimen Sicherheitsfragen und Antworten ändern können.   

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Quelle: n-tv.de

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