Technik

Fauxpas bei Facebook : Kit Kat warb mit Pedobear

Nestlé hat ein Bild von der Facebook-Seite für Kit Kat genommen. Es zeigt einen possierlichen Bären vor einem Schlagzeug, der für Kit Kats Instagram-Seite werben soll. Das Problem: Der Kit Kat-Bär erinnert stark an den Pädophilie-Meme "Pedobear".

Ähnlichkeiten sind rein zufällig: Links der Kit Kat Bär, rechts Pedobear.
Ähnlichkeiten sind rein zufällig: Links der Kit Kat Bär, rechts Pedobear.

Ein drolliges Foto wird für Nestlé zur peinlichen Facebook-Panne: Um den Instagram-Auftritt des Kit-Kat-Schokoriegels zu bewerben, hat der Lebensmittelkonzern das Bild einer Person im Bärenkostüm gepostet, die an einem Schlagzeug sitzt und statt Drumsticks Kit-Kat-Riegel in den Pfoten hält. "Drum roll please … Kit Kat is on Instagram" hieß es zu dem Bild, das mit dem Instagram-typischen Retro-Filter bearbeitet war. So weit, so niedlich. Was die PR-Abteilung allerdings nicht wusste: Der Bär am Schlagzeug hat eine auffallende Ähnlichkeit mit "Pedobear".

Pedobear ist ein Internet-Phänomen, das in Zusammenhang mit Kinderpornografie verwendet wird. Der Pedobear-Meme in Gestalt eines braunen Bären im Cartoon-Stil hat seinen Ursprung in Netzwerken wie 4chan und reddit, wo er vor kinderpornografischen oder pädophilen Inhalten warnt. Seit seinem ersten Auftauchen um das Jahr 2004 ist Pedobear zu einer Art Pädophilie-"Maskottchen" geworden, oft wird das Motiv auf Bildern verwendet, die der Pädophilie zugeordnet werden könnten.

In der PR-Abteilung von Nestlé war Pedobear bislang allerdings ein Unbekannter. "Wir haben noch nie etwas von Pedobear gehört", sagte eine Sprecherin von Nestlé Australien, wo die Marke Kit Kat verortet ist. Als man von der Ähnlichkeit des Kit Kat-Bären mit Pedobear gehört habe, habe man das Bild sofort von der Seite genommen. Ein schwacher Trost für die Social-Media-Experten könnte sein, dass sie nicht die ersten sind, die Pedobear versehentlich verwenden: Eine polnische Zeitung hatte 2009 versehentlich Pedobear als Olympia-Maskottchen missinterpretiert.   

Quelle: n-tv.de

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