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Zunächst wird das Zimmer gescannt.
Zunächst wird das Zimmer gescannt.(Foto: Microsoft / Screenshot n-tv.de)

Projekt "IllumiRoom": Microsoft entwickelt Holo-TV

Große Fernseher sind teuer, eine komplette TV-Wand für die meisten gar ferne Zukunftsmusik. Jetzt enthüllt Microsoft sein Projekt "IllumiRoom". Es zeigt den nächsten Entwicklungsschritt des Videospiels und womöglich auch des Fernsehens: TV-Gerät, Kinect und Beamer erwecken das Wohnzimmer zum Leben.

Neuer Fernseher oder ein Beamer? Diese Frage brauchen sich Spieler womöglich in Zukunft nicht mehr stellen. Die Entwicklungsabteilung von Microsoft hat eine Erweiterung seines Kinect-Systems enthüllt. Damit sollen gewöhnliche Wohnzimmerwände künftig zu Riesen-Bildschirmen werden. In zwei unterschiedlichen Video-Zusammenschnitten ist das Konzept zu sehen: Während auf dem Fernsehschirm das Bild eines Videospiels zu sehen ist, werden auf den Rest des Raumes Bilder projiziert oder die Umgebung verändert. Allein auf Youtube wurde die Präsentation bereits über 2,1 Millionen Mal aufgerufen.

"Grenzen verschwimmen lassen"

Sterne im Raum: Auch das ist mit IllumiRoom möglich.
Sterne im Raum: Auch das ist mit IllumiRoom möglich.(Foto: Microsoft / Screenshot n-tv.de)

Als Hardwareanforderung für "IllumiRoom" gibt Microsoft an, der Nutzer brauche eine "Kinect für Windows"-Kamera sowie einen Projektor. Ob damit ein regulärer Beamer oder ein spezielles Gerät gemeint ist, wird allerdings nicht klar. "Um die Grenzen der virtuellen und physischen Welt verschwimmen zu lassen", wie es heißt, wird etwa Bewegung im Raum simuliert und der Sichtbereich vergrößert – über den Rand des Fernsehers hinaus.

Normalerweise dient die Kinect-Hardware als Stimm-, Gesten- und Bewegungssensor für Videospiele. Besonders für Microsofts Spielekonsole Xbox 360 wird Kinect verkauft. Bei IllumiRoom tastet die Kamera den Raum ab, soll so die Ausmaße erkennen und die zusätzliche Darstellung der Software danach entsprechend in Echtzeit anpassen. 

Augmentierung auch bei Google

In den Videoaufnahmen sind beeindruckende, wie 3-D anmutende Schneeflocken im Raum zu sehen, Lichteffekte, die wie die Regale an der Seite des Fernsehers zu wackeln scheinen. Sogar eine Erweiterung der Sichtbereichs samt kompletter Häuserfronten ist zu sehen. Microsoft betont, dass die gezeigten Aufnahmen nicht im Nachhinein mit Effekten versehen wurden. Mehr Details sollen vom 27. April bis 02. Mai auf der CHI-Konferenz in Paris enthüllt werden.

Augmentierte Realität, also die Verbindung grafischer Elemente mit der physischen Welt, sind auch in der Entwicklungsabteilung von Google ein großes Thema. So soll "Project Glass" in etwa einem Jahr auf den Markt kommen. Brillengläser dienen dabei als sichtdurchlässige Bildschirme direkt vor dem Auge. Entwickler in den USA sollen eine erste Version unter dem Namen "Google Glass Explorer Edition" im ersten Quartal dieses Jahres für 1500 US-Dollar kaufen können.

Quelle: n-tv.de

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