Technik

Gestaffelte Datentarife in Sicht: Mobile Raser sollen blechen

Der mobile Internet-Verkehr wird immer dichter. Es ist daher nur noch eine Frage der Zeit, bis Smartphone-Besitzer für Datenautobahnen ohne Tempolimit extra zur Kasse gebeten werden.

Wer mobil auf der Überholspur surfen will, muss künftig wahrscheinlich mehr bezahlen.
Wer mobil auf der Überholspur surfen will, muss künftig wahrscheinlich mehr bezahlen.(Foto: picture alliance / dpa)

Bei den Mobilfunkanbietern zeichnet sich ein Trend ab, die Datentarife fürs mobile Internet nach unterschiedlichen Geschwindigkeiten zu staffeln. Vodafone hat bereits Anfang des Jahres einen Tarif für eine höhere Bandbreite eingeführt. Bei der Deutschen Telekom ist noch keine Entscheidung gefallen, eine Staffelung der Tarife auch im Mobilfunk wird in Bonn aber als denkbar bezeichnet. "Es gibt keinen Zeitplan dafür", sagte Telekom-Sprecher Philipp Blank zu einem Bericht des Magazins "Focus". "Ob und wann es kommt, steht nicht fest".

Rasantes Wachstum

Die Branche reagiert damit auf das steil steigende Datenvolumen im mobilen Internet. "Da müssen wir uns anpassen", erklärte Blank und verwies auf eine Studie des Netztechnik-Herstellers Cisco, wonach das Datenvolumen im Mobilfunk bis 2013 um den Faktor 60 zunehmen wird. "Wir sind dabei, die Netzkapazitäten weiter auszubauen, aber das Datenvolumen nimmt rasant zu." In den Niederlanden, Polen und in Tschechien seien Tarifmodelle mit Bandbreitenobergrenzen bereits umgesetzt. Im Festnetz sei eine Staffelung von Tarifen nach Bandbreite bereits seit Jahren gelebte Praxis.

Vodafone macht's vor

Bei Vodafone wurde bereits Anfang des Jahres ein Tarif für eine höhere Download-Bandbreite bis 14,4 Megabit pro Sekunde eingeführt, der um 15 Euro über den Standardtarifen liegt, die bis 7,2 Megabit beschränkt sind. "Ein Kunde, der mehr Bandbreite will, muss den Aufschlag zahlen", sagte Firmensprecher Thorsten Hoepken. Eine weitere Differenzierung sei aktuell nicht geplant. Zur Kapazitätsentwicklung im Mobilfunknetz sagte er: "Wir können temporäre Engpässe nicht ausschließen, aber die Entwicklung verläuft nach Plan."

Quelle: n-tv.de

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