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iPhone- und iPad-Apps kosten jetzt mindestens 99 Cent.
iPhone- und iPad-Apps kosten jetzt mindestens 99 Cent.(Foto: kwe)

Mindestens 10 Prozent teurer: Apple erhöht-App-Preise kräftig

Deutsche Apple-Kunden müssen ab sofort für Apps wesentlich tiefer in die Tasche greifen. Für Anwendungen, die bisher 89 Cent kosteten, sind jetzt 99 Cent fällig. Bei teureren Apps fällt die Preissteigerung noch drastischer aus.

Kürzlich berichtete "9to5Mac" über eine E-Mail, die Apple an Entwickler verschickte. Darin wurde angekündigt, die Mindestpreise binnen 36 Stunden in den App Stores der EU, in Kanada und Norwegen zu erhöhen, in Island zu senken und in Russland anzupassen. Als Grund nannte das Unternehmen neue Umsatzsteuerregelungen und Anpassungen an Wechselkurse. Seit heute gelten die neuen Preise im App Store.

In Deutschland fallen die Verteuerungen drastisch aus, da in der EU seit 1. Januar gilt, dass auch digitale Produkte nach den Sätzen des Käufer-Landes zu besteuern sind. Bisher konnte Apple den Luxemburger Steuersatz berechnen, der mit 15 Prozent deutlich niedriger als in Deutschland (19 Prozent) ist. Bei E-Books verlangt unser kleines Nachbarland sogar nur 3 Prozent. Außerdem trägt Apple dem Umstand Rechnung, dass der Euro im Vergleich zum Dollar im vergangenen Jahr weiter drastisch an Wert verloren hat, am 8. Januar mit weniger als 1,18 Dollar sogar unter seinen Ausgabekurs von 1999 fiel.

Die Erhöhung im App Store fällt nicht einheitlich aus, Apple staffelt die Preise. Alle Apps kosten jetzt mindestens 10 Prozent mehr als bisher. Verteuernd wirkt sich aus, dass Apple keine krummen Preise im App Store akzeptiert, alle enden jetzt auf 99 Cent, zuvor waren es 89 Cent. "Flo's Weblog" hat Apples neue Preisstaffelung aufgelistet: Die günstigsten Apps kosten jetzt 99 Cent; für Anwendungen, die bisher für 1,79 Euro angeboten wurden, sind jetzt 1,99 Euro fällig. Einen glatten Euro mehr kosten jetzt Apps, die im App Store bis zum 8. Januar 5,99, 6,99, 7,99 oder 8,99 Euro kosteten. Ab bisher 14,49 Euro beträgt die Erhöhung 1,50 Euro.

Eine Pressemitteilung oder eine Kunden-E-Mail hat Apple nicht verschickt. Allerdings teilte das Unternehmen gestern mit, in der ersten Januarwoche einen Verkaufsrekord aufgestellt zu haben. Weltweit gaben Kunden für Apps und In-App-Käufe rund eine halbe Milliarde Dollar aus, der erfolgreichste Tag in der Geschichte des App Store sei der 1. Januar gewesen. Schon 2014 war für Apple ein Rekordjahr. Man habe die Transaktionen um 50 Prozent steigern können, die Entwickler hätten mehr als 10 Milliarden Dollar Umsatz gemacht.

Quelle: n-tv.de

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