Technik

Das bessere Wikileaks?: Openleaks in den Startlöchern

Die alternative Enthüllungsplattform Openleaks geht demnächst an den Start. Im Gegensatz zum bestehenden Wikileaks will die neue Plattform "auf keinen Fall eine politische Agenda verfolgen", Enthüllungen sollen durch Zusatzinformationen eingeordnet werden können.

Daniel Domscheit-Berg verließ WikiLeaks im Zorn und will jetzt alles besser machen.
Daniel Domscheit-Berg verließ WikiLeaks im Zorn und will jetzt alles besser machen.

Mehr als vier Monate nach Veröffentlichung der US-Botschaftsdepeschen durch Wikileaks will die alternative Enthüllungsplattform OpenLeaks demnächst starten. Ihr Gründer Daniel Domscheit-Berg sagte auf der Internet-Konferenz re:publica in Berlin, die Technik sei mehr oder weniger fertiggestellt. Damit soll es möglich sein, Dokumente anonym einzureichen. Jetzt hoffe er, dass es in den nächsten Wochen losgeht, sagte Domscheit-Berg.

Der ehemalige Wikileaks-Sprecher beschrieb die neue Plattform als "eine Art Babyklappe", einen neutralen Dienst zur Vermittlung zwischen "Whistleblowern" mit ihren Insider-Informationen und interessierten Medien oder Organisationen. Openleaks habe aus den Erfahrungen von Wikileaks gelernt und wolle auf keinen Fall eine politische Agenda verfolgen. "Die Regeln müssen von der Notwendigkeit für verantwortungsvolles Handeln bestimmt werden, nicht von Hypes, Ruhm oder Verschwörungen", sagte Domscheit-Berg am zweiten Tag der Blogger-Konferenz.

Die Enthüllung von Insider-Informationen müsse immer in einen Zusammenhang zusätzlicher Informationen gestellt werden, sagte der OpenLeaks-Gründer. Dafür seien bestehende Organisationen wie Medien oder Nichtregierungsorganisationen nötig. OpenLeaks strebe dabei eine vielfältige Community von Experten, Forschern und Journalisten oder Bloggern an. Auch die Öffentlichkeit solle mit Hilfe einer Online-Abstimmung an der endgültigen Zusammensetzung der OpenLeaks-Partner beteiligt werden.

Quelle: n-tv.de

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