Technik

Viel Platz für große Bedienelemente: Seniorenhandys werden besser

Senioren auf der Suche nach einem für sie passenden Handy haben reichlich Auswahl. Für ihre Zeitschrift "test" hat die Stiftung Warentest 15 aktuelle Modelle getestet, 8 davon erhielten die Note "Gut".

Sieger unter den getesteten Seniorenhandys: Das KX-TU327 von Panasonic, das etwa 90 Euro kostet.
Sieger unter den getesteten Seniorenhandys: Das KX-TU327 von Panasonic, das etwa 90 Euro kostet.

Spezielle Handys für Senioren werden laut Stiftung Warentest immer besser. In einem aktuellen Vergleich hätten acht von insgesamt 15 untersuchten Seniorenhandys mit der Note "gut" abgeschnitten, berichtet die Stiftung in der Februar-Ausgabe ihrer Zeitschrift "Test". In einer Vorläuferuntersuchung habe nur ein einziges Handy dieses Ergebnis erzielt.

Seniorenhandys seien häufig Klapphandys, berichtet "Test". Bei zehn der 15 untersuchten Geräte habe es sich um solche Modelle gehandelt. Klapphandys böten viele Platz für große Bedienelemente. Zugleich diene der Mechanismus beim Zusammenklappen als "unkomplizierte" Tastensperre. Am besten abgeschnitten habe das Modell eines japanischen Massenherstellers. Dieses Handy habe knapp vor dem Gerät eines auf Seniorenhandys spezialisierten Produzenten gelegen.

Für Sehschwache hätten sich die besten Handys durch konstraststarke Displays und große Tasten ausgezeichnet, berichtet "Test". Teils gebe es aber auch Seniorenhandys mit vergleichsweise kleinen Tasten. Dies könne für Menschen mit Motorikschwäche ein Problem sein.

Notruffunktion inklusive

Bei den Ausstattungsmerkmalen für Menschen, die schlecht hören, hätten fünf der 15 untersuchten Geräte mit "gut" abgeschnitten - die anderen mit befriedigend, berichtet "Test". Eine Reihe von Handys verfügt demnach sogar über Technologie, die Telefonsignale direkt an Hörgeräte übertragen kann.

Alle Geräte seien mit einer speziellen Notruffunktion ausgestattet, berichtet "Test". Mit dieser wird auf Knopfdruck eine Anzahl vorher festgelegter Rufnummern - wie etwa die von Angehörigen - der Reihe nach angerufen, bis ein Gespräch angenommen wird. Hierbei bestehe jedoch bei "etlichen Handys" die Gefahr, dass Notrufe ins Leere liefen, wenn sich ein Anrufbeantworter einschalte.

Manche Hersteller versuchten dies zu verhindern, indem von den Angerufenen automatisch eine Bestätigung per Tastendruck gefordert werde, berichtet "Test". Grundsätzlich aber sollten sich Verbraucher, die auf diese Funktion für Notfälle setzten, vorher "mit allen Beteiligten gut absprechen", damit diese wüssten, wie bei einem solchen Anruf zu reagieren sei.

Smartphones wenig geeignet

Nahezu allen Seniorenhandys würden mit Ladestation verkauft, berichtet "Test". Dadurch sei das Aufladen der Geräte einfacher als mit einem Kabel. Zudem müssten Nutzer die Geräte nicht immer suchen, da diese mit den Ladestationen ihr "angestammtes Plätzchen" erhielten, berichtet "Test".

Zusätzlich seien zwei viel verkaufte Smartphones untersucht worden, berichtet "Test". Bei den Testpersonen jedoch - es handelte sich um neun Senioren - habe sich die Begeisterung über die modernen Geräte "in Grenzen" gehalten. Die für Smartphones typischen Wisch-Gesten seien den Probanden schwer gefallen. Zudem hätten diese die Bedienungslogik der Geräte als "zunächst gewöhnungsbedürftig" empfunden. Bei den Smartphones handelte es sich um das iPhone von Apple und das Galaxy S3 des Rivalen Samsung.

Quelle: n-tv.de

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