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Noch darf das Hoverbike nur angegurtet abheben.
Noch darf das Hoverbike nur angegurtet abheben.(Foto: Malloy Aeronautics)
Mittwoch, 24. Juni 2015

Fliegende Motorräder: US-Militär bestellt Hoverbikes

Fliegende Motorräder wie in den "Star Wars"-Filmen könnten schon bald Realität werden. Das US-Militär hat sich dafür ein bisher eher bescheidenes Kickstarter-Projekt unter den Nagel gerissen.

Das "Speeder Bike" ist in den "Star-Wars"-Filmen eine Art fliegendes Motorrad, das die imperialen Truppen unter anderem in "Die Rückkehr der Jedi-Ritter" auf dem unwegsamen Wald-Mond Endor einsetzen. Etwas Ähnliches möchte sich jetzt tatsächlich das US-Militär anschaffen, berichtet "Pressetext". Das US Army Research Laboratory hat sich hierzu mit den Unternehmen Malloy Aeronautics und Survice Engineering zusammengeschlossen, um das "Hoverbike" genannten Vehikel zu entwickeln. Es soll unter anderem für Aufklärungsflüge eingesetzt werden.

Das Hoverbike ist im Prinzip eine übergroße Drohne. Zwei rotierende Propeller geben dem Fluggerät Auftrieb wie bei einem Hubschrauber. Lenker und Sitz sehen aus wie bei einem gewöhnlichen Motorrad, allerdings dreht man den Lenker zum Steuern nicht, sondern drückt die Griffe nach unten.

Sicherer als Hubschrauber

Laut Malloy Aeronautics ist das Hoverbike im Vergleich zu Helikoptern ein sehr sicheres und unkompliziertes Fluggerät. Das soll unter anderem an dessen einfachen Bauweise aus nur wenigen Komponenten liegen. Trotzdem bleibt das Hoverbike derzeit bei bemannten Testflügen am Boden festgeschnallt und kann nur auf- und absteigen. Noch sei man sich nicht hundertprozentig sicher, was passieren kann, heißt es in den FAQ.

Malloy Aeronautics erwartet, dass das fliegende Motorrad fast 280 Kilometer je Stunde schnell sein wird und mit bis zu 270 Kilogramm Ladegewicht abheben kann. Die maximale Flughöhe soll mehr als 3000 Meter betragen. Besonders gefährlich ist das nicht, Hoverbike-Piloten können Fallschirme tragen und jederzeit abspringen.

Bescheidene Anfänge

Ursprünglich startete das Hoverbike-Projekt als eine Art Hobby des Firmengründers Chris Malloy. Mithilfe einer Kickstarter-Kampagne wurden im Jahr 2014 umgerechnet rund 90.000 Euro für die Realisierung des ambitionierten Projekts gesammelt. Im Moment befindet sich das Hoverbike von Malloy Aeronautics noch in einer frühen Testphase.

Ein scharfer Konkurrent des Hoverbike stammt vom US-Hersteller Aerofex. Der Aero-X funktioniert ebenfalls mit zwei Propellern. Es besteht sogar bereits ein Plan, 2017 mit einem ersten Modell auf den Markt zu gehen. Es soll etwa 85.000 Dollar sein.

Quelle: n-tv.de

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