Technik

Google-Tipps für KMU: "Vergesst den Page-Rank!"

Zehntausende Vertreter kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU) haben sich bei der Google-Initiative "Online Motor Deutschland" über Möglichkeiten informiert, im und mit dem Internet erfolgreich zu sein. Für Nutzer von n-tv.de gab es zum Abschluss individuelle Tipps von Suchmaschinen-Profis.

Insgesamt ließen sich rund  9000 Interessierte vor Ort beraten. Die Webseite online-motor-deutschland.de wurde über 500.000 Mal besucht.
Insgesamt ließen sich rund 9000 Interessierte vor Ort beraten. Die Webseite online-motor-deutschland.de wurde über 500.000 Mal besucht.

Wer mit seiner Webseite von potenziellen Kunden oder Geschäftspartnern besser gefunden werden will, kann eine Menge dafür tun. Man sollte sich dabei aber nicht zu viele Gedanken darüber machen, wie die eigene Präsenz aktuell von Suchmaschinen bewertet wird. Bei Google sagt zwar der so genannte Page Rank etwas darüber aus, für wie relevant das Unternehmen die jeweilige Seite hält. Die Zahl wird aber nach einem komplizierten Verfahren berechnet, das sich überdies praktisch laufend verändert.

"Vergesst den Page-Rank", lautete daher einer der griffigsten Tipps aus dem exklusiven Webcheck-Workshop mit ausgewählten n-tv.de Nutzern. "Konzentrieren Sie sich lieber darauf, ihre Seite klar zu strukturieren und alle Elemente möglichst aussagekräftig zu benennen", so Uli Lutz vom Google Search Quality Team in Dublin. Entscheidend sei ohnehin zu allererst die Qualität der Inhalte.

Sprachversionen in eigene Unterverzeichnisse

An konkreten Beispielen zeigte Lutz den Workshop-Teilnehmern, wie Suchmaschinen eine Webseite "sehen" und wie sie daraus Suchergebnislisten erzeugen. Die Seite des Unternehmens Samtec etwa ist so aufgebaut, dass die Texte in verschiedenen Sprachen in eigenen Unterverzeichnissen liegen und damit klar voneinader abgegrenzt sind. Das hilft den Such-Rebotern, die natürlich diese Sprachen nicht verstehen, die Inhalte trotzdem richtig zuzuordnen.

Der OMD-Truck und das mobile Kuppelzelt machten an zehn Standorten in ganz Deutschland Station.
Der OMD-Truck und das mobile Kuppelzelt machten an zehn Standorten in ganz Deutschland Station.

Viel weniger Informationen als menschliche Besucher bekommen die elektronischen Suchmaschinen-Agenten dagegen etwa auf dekontor.de. (Sie sieht für Google und Co so aus.)  Denn die Seite ist in weiten Teilen in dem bei Designern beliebten Format "Flash" programmiert. Tipp der Google-Cracks: besser Navigation und Struktur der Seite in der Sprache HTML programmieren und Flash ausschließlich für die grafischen Elemente nutzen.

Reputation durch Blogeinträge

Dem Schadensgutachter Sascha Wegener empfahlen die Google-Profis, seine schon gut aufgebaute Webpräsenz unfall-berlin.de mit aktuellen Inhalten wie etwa regelmäßigen Blogbeiträgen zu ergänzen. So lasse sich nicht nur langfristig Reputation aufbauen. Auch das so entstehende Gewebe gegenseitiger Verlinkungen führe dazu, dass die Seite in Suchergebnislisten besser abschneide.

Aber auch für die Nachrichtenseite n-tv.de fanden die Googler noch Verbesserungsmöglichkeiten. Der Einsatz von so genannten "rich snippets", mit Zusatzinformationen angereicherten Info-Schnipseln, könne dazu führen, dass bestimmte Seiten in den Suchergebnislisten nicht nur weiter oben sondern auch optisch auffälliger angezeigt würden.

Wer sich selbst intensiver mit dem Thema befassen möchte, wird bei Google Hilfe oder auf den Seiten für Webmaster fündig. Für Einsteiger ist auch das Angebot Online Motor Deutschland weiter erreichbar. Dort kann man sich einfach und kostenlos eine Webseite mit Online-Shop einrichten und ohne Risiko erste Gehversuche mit Online-Werbung unternehmen. Zahlreiche Partner der Initiative stellen dort außerdem Starter-Pakete und Probe-Angebote zur Verfügung.

Quelle: n-tv.de

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