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Beim Online-Einkauf geht es nicht ohne Adresse und Bankverbindung oder Kreditkartennummer.
Beim Online-Einkauf geht es nicht ohne Adresse und Bankverbindung oder Kreditkartennummer.(Foto: picture alliance / dpa)

Unterwegs im Internet: Wie man die Datenfalle umgeht

Wer im Internet nicht nur liest, sondern aktiv wird, muss Daten angeben. Sei es beim Anfordern eines Newsletters, bei Bestellungen oder in den sozialen Netzwerken. Damit es dabei nicht zu unliebsamen Überraschungen kommt, sollte man einige Regeln beachten.

Die Europäische Union und Medienwächter in den Bundesländern machen in der kommenden Woche mit ihrem jährlichen Aktionstag auf Gefahren im Internet aufmerksam. Großes Thema des "Safer Internet Day 2013" sind Recht und Verantwortung im Internet. Beim Umgang mit ihren persönlichen Daten laufen Internetnutzer stets Gefahr, mehr preiszugeben als sie sollten. Viele sind sich nicht einmal bewusst, dass sie Daten hinterlassen.

Wo hinterlässt man beim Surfen Daten?

Dass man beim Ausfüllen von Formularen auf Internetseiten seine persönlichen Daten preisgibt, ist offensichtlich. Das geschieht bei Gewinnspielen, Newslettern, beim Einkaufen und natürlich beim Online-Banking. Eine wichtige Rolle spielen auch die sozialen Netzwerke - wie etwa Facebook oder Xing.

Oft geben Internetnutzer aber auch Informationen preis, ohne es zu merken: Bei jedem Besuch einer Website wird die sogenannte IP-Adresse des Computers für den Betreiber der Seite sichtbar. Daraus lässt sich grob die geografische Herkunft ablesen. Daneben platzieren Webseiten häufig Miniprogramme - sogenannte Cookies - in Internet-Browsern, mit denen die Seitenbetreiber das Surfverhalten der Nutzer studieren können.

Welche Daten müssen sein?

Das hängt ganz vom Nutzungszweck ab. Um von einem Anbieter Informationen per E-Mail zu erhalten, ist nur die Angabe der E-Mail-Adresse nötig. Anbieter von Gewinnspielen etwa sammeln teils mehr Daten als sie benötigen, um diese dann weiterzuverkaufen. Wer online einkauft, muss natürlich seine Adresse angeben und oft auch seine Bankverbindung oder Kreditkartennummer.

Soziale Netzwerke: Welche Daten besser nicht?

Wer ein Profil in einem Netzwerk anlegen möchte, muss persönliche Daten preisgeben. Doch welche genau, hängt davon ab, wer die Daten lesen darf. Wer soziale Netzwerke zur Jobsuche nutzt, sollte einen kleinen Einblick in seine persönlichen Interessen geben. Kritisch können aber etwa Fotos aus dem Privatleben sein. Sonst weiß schnell auch der Arbeitgeber, was auf der Feier am vergangenen Wochenende geschehen ist.

Der beste Datenschutz ist, Daten gar nicht erst zu veröffentlichen. Und: Das nachträgliche Löschen von Daten nützt nichts. Irgendwo finden sich immer noch Spuren der alten Informationen oder Fotos.

Was passiert mit Daten, die im Internet gesammelt werden?

Oft werden die Informationen für Werbung verwendet, die genau auf den Nutzer zugeschnitten ist. Arbeitgeber nutzen das Internet häufig auf der Suche nach Informationen über Bewerber. Die leichtsinnige Preisgabe persönlicher Daten kann auch finanzielle Folgen haben. So nutzen Kriminelle immer wieder Kreditkarten- und Bankverbindungsdaten, um illegal Geld abzubuchen.

Wie wird der Computer sicher?

Generell sollten auf jedem Computer, der zum Surfen und für Bankgeschäfte verwendet wird, ein Anti-Viren-Programm und eine Firewall installiert sein. Entsprechende Programme gibt es kostenlos im Internet. Die Programme müssen genauso wie das Betriebssystem und der Browser regelmäßig aktualisiert werden.

Welches Passwort ist das beste?

Passwörter sind der erste wichtige Schritt zum Schutz persönlicher Daten. Sind sie zu leicht zu knacken, können Unbefugte E-Mails lesen, Umsätze im Onlinebanking ansehen oder sich in die Konten anderer bei sozialen Netzwerken einloggen. Sichere Passwörter enthalten möglichst Klein- und Großbuchstaben, Zahlen und Sonderzeichen. Je länger sie sind, desto schwieriger sind sie zu knacken. Zur Sicherheit sollte nicht immer dasselbe Passwort verwendet werden.

Quelle: n-tv.de

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