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Erst im vergangenen Oktober stellte Microsoft-Chef Steve Ballmer Windows 8 vor.
Erst im vergangenen Oktober stellte Microsoft-Chef Steve Ballmer Windows 8 vor.(Foto: AP)

Microsoft stellt Vorabversion online: Windows Blue bald gratis im Netz

Microsofts Betriebssystem ist jünger als ein Jahr, und schon rotiert die PR-Maschine des Konzerns in Richtung des Windows-8-Nachfolgers. Der Ankündigung von "Blue" folgt nun das Bonbon: Schon bald soll es eine Vorabversion für alle geben.

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Microsoft will bereits im Juni eine erste Vorab-Version des Updates für sein Betriebssystem Windows 8 veröffentlichen. Das sagte Windows-Chefin Julie Larson-Green. Sie heizte zudem Spekulationen an, dass mit dem Update "Windows Blue" auch der "Start"-Knopf zurückkommen könnte, den viele Nutzer vermissen. Obwohl sie keine eindeutigen Angaben machte, räumte Larson-Green dem Technikmagazin "The Verge" zufolge ein, dass der bewährte Knopf "für manche Leute hilfreich sein könnte".

Marketingchefin Tami Reller zufolge sollen "Schlüsselelemente" der Nutzung geändert werden. Gerüchten zufolge wird Microsoft auch eine Boot-Option einführen, die direkt auf den traditionellen Desktop und nicht auf die Kachelansicht führt. Mit Windows Blue will Microsoft neue Displaygrößen unterstützen. Auch sollen längere Akkulaufzeiten als mit Windows 8 möglich sein.

Das Update Windows Blue war zuvor offiziell bestätigt worden. Spätestens Ende des Jahres soll die neue Version in den Verkauf gehen. Einen offiziellen Namen gibt es Angaben von Microsoft zufolge noch nicht. Beobachter sehen in der neuen Offenheit für Kundenkritik eine Wende in der Kommunikationspolitik des Konzerns.

Ziel ist universelle Bedienbarkeit

Microsoft wollte mit Windows 8 ein Betriebssystem schaffen, dass gleichermaßen auf klassischen PCs wie Notebooks und Desktop-Rechner, aber auch auf Tablet-Computern und Kombi-Geräten laufen kann. Dabei wurde die Bedienbarkeit stärker auf Touchscreens ausgerichtet.

Das neue Microsoft-Betriebssystem Windows 8 wurde seit dem Start im Herbst über 100 Millionen Mal verkauft. Die größten Kritikpunkte von Nutzern sind neben dem fehlenden "Start"-Knopf und "Start"-Menü die geringere Benutzerfreundlichkeit bei Rechnern ohne Touchscreen. "Die Lernkurve ist definitiv real", hatte Marketing-Chefin Reller gesagt, und damit die erschwerte Zugänglichkeit eingeräumt.

Quelle: n-tv.de

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