Technik
Smartphone verlegt? Google und Apple helfen.
Smartphone verlegt? Google und Apple helfen.(Foto: jwa)
Freitag, 17. Februar 2017

Smartphone finden: Wo ist mein Handy?

Von Johannes Wallat

Es kommt immer mal wieder vor, dass man sein Smartphone verlegt oder verliert. Das ist ärgerlich, muss aber nicht das Ende bedeuten: Android und iOS helfen tüchtig beim Suchen und Finden - aber nur unter einer Bedingung.

Viele Smartphone-Nutzer pflegen eine innige Beziehung zu ihrem Alltagsbegleiter. Musik, Mails, Kontakte, Fotos, Chatten, Zeitvertreib, Nachrichten - Smartphones übernehmen so viele Aufgaben, dass ihr plötzlicher Verlust schmerzhaft sein kann. Sowohl für Android- als auch für Apple-Geräte gibt es aber zuverlässige Hilfsmittel fürs Suchen und Finden des Handys.

Google-Suche als erste Hilfe

Bestenfalls ist die Suche ganz einfach. Wer als Android-Nutzer bei Google "Wo ist mein Handy" ins Suchfeld eintippt, bekommt das Suchergebnis des Android-Gerätemanagers inzwischen als Direktantwort in einer "Answer Box" angezeigt, mitsamt einem Kartenausschnitt des aktuellen Standorts des Handys und zwei nützlichen Schaltflächen: "Klingeln lassen" und "Finden".

Wichtig: Damit diese Komfortfunktion funktioniert, müssen Nutzer im Browser mit dem gleichen Google-Konto angemeldet sein, das sie auch auf ihrem Smartphone nutzen - es reicht, in einer Google-App wie Gmail oder Youtube angemeldet zu sein. Nur so weiß der Suchdienst sicher, dass auch wirklich der Besitzer nach seinem Handy sucht. Zur Sicherheit müssen Nutzer unter Umständen erneut ihr Passwort eingeben.

Klingeln trotz Lautlosmodus

Ist das Gerät eingeschaltet und geortet, kann man es klingeln lassen, fünf Minuten in voller Lautstärke oder so lange, bis man es gefunden hat. Ein Klick auf "Finden" eröffnet zusätzliche Möglichkeiten, auch die sind wieder durch Passworteingabe gesichert. Nutzer können hier ihr Smartphone anrufen, sich abmelden, das Handy sperren, das Gerät zurücksetzen und alle Daten löschen, den Mobilfunkanbieter kontaktieren, eine Telefonnummer für Finder hinterlassen oder den Standort des verlorenen Handys abfragen.

Kleiner Haken: Die Standortbestimmung per GPS ist nicht immer genau, gerade wenn das Handy in einem Gebäude liegt. Aber sie hilft bei der groben Orientierung und Funktionen wie "Klingeln lassen", "Sperren" oder "Daten löschen" helfen weiter.

Übrigens kann man sein Handy natürlich auch anrufen, ohne den Gerätemanager zu bemühen. Der wichtige Unterschied: Googles Suchgehilfe lässt das Gerät immer klingeln - auch dann, wenn es im Nicht-Stören-Modus komplett lautlos gestellt ist.

iCloud hilft dem iPhone-Nutzer

iPhone-Nutzer bekommen von Google wenig direkte Hilfe. Aber immerhin: Sie können sich von ihrem Google-Konto abmelden und Google verlinkt von seiner Support-Seite direkt zur Apple-Hilfe bei verlorenen Geräten. Das ist erfreulich undogmatisch und hilfreich. Von dort aus bekommen dann auch iOS-Nutzer komfortable Hilfe. Sie können ihr Gerät über iCloud.com orten, vorausgesetzt, sie sind auf beiden Geräten mit der gleichen Apple ID bei iCloud angemeldet. Jedes Gerät, das mit derselben Apple ID eingerichtet ist, wird in der Liste gezeigt.

Ein grüner oder grauer Punkt zeigt das Gerät auf einer Karte an - grün bedeutet "online", grau bedeutet, dass es "offline" ist. Wenn der Akku leer ist, wird der letzte Standort bis zu 24 Stunden lang gespeichert. Ein Klick auf den Kreis und im dann erscheinenden Dialogfeld auf das umkreiste "i" öffnet eine Anzeige: Hier erscheinen das Gerät, der Akkustand und drei Schaltflächen: "Ton abspielen", "Modus 'verloren'" und "iPhone löschen".

Die Möglichkeiten sind hier ähnlich wie beim Android-Gerätemanager: Man kann sein iPhone klingeln lassen (auch im Lautlosmodus), eine Nachricht und Telefonnummer für ehrliche Finder hinterlassen oder, im schlimmsten Fall, das iPhone komplett löschen - es kann danach nicht mehr geortet werden.

Einfache Hilfe - unter einer Bedingung

Mit diesen Funktionen bieten beide großen Plattformen ihren Nutzern inzwischen einfache und effektive Hilfe beim Verlust von Geräten - auch wenn diese nicht wieder auftauchen, so kann man zumindest das Gerät sperren und sensible Daten löschen. Doch sowohl bei Android als auch bei iOS bedarf es gewisser Voraussetzungen, damit die Suchgehilfen ihre Arbeit machen können.

Wirkungslos bleiben die Dienste natürlich, wenn das Gerät ausgeschaltet ist, entweder weil der Akku leer ist oder es jemand absichtlich heruntergefahren hat. Auch im Flugmodus sind Geräte nicht zu orten. In beiden Fällen wird nur der letzte Standort angezeigt. Viel wichtiger aber: Nutzer müssen ihrem Smartphone die Standortbestimmung erlauben, und die Suchen-und-Finden-Dienste müssen auf dem Handy aktiviert sein.

Das geht beim iPhone in zwei Schritten: Zuerst muss auf dem Gerät iCloud mit einer Apple ID eingerichtet werden. Im zweiten Schritt muss "Mein iPhone suchen" auf dem Gerät aktiviert werden. Dafür tippt man in den Einstellungen auf iCloud und dann auf Mein iPhone suchen - hier werden beide Regler auf Grün gestellt.

Android-Nutzer gehen ähnlich vor: Sie öffnen die Einstellungen, tippen auf Google und dann unter Dienste auf Sicherheit. Bei älteren Android-Versionen führt der Weg eventuell direkt über den Eintrag Sicherheit in den Einstellungen. Hier gibt es ebenfalls zwei Regler, die von Grau auf Blau geschoben werden.

Quelle: n-tv.de

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