Der TagPläne für Krankschreibungen gehen an größtem Kostentreiber für Krankenkassen vorbei
Mit ihren Plänen löste die schwarz-rote Koalition eine hitzige Debatte aus: Die Pflicht zur Vorlage einer Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung soll auf den ersten Krankheitstag vorgezogen werden - die Möglichkeit zur telefonischen Krankschreibung soll es nicht mehr geben. Bundeskanzler Friedrich Merz begründete das Vorhaben damit, dass der Krankenstand gesenkt werden solle. Jetzt zeigt eine Analyse des BKK Dachverbandes der Betriebskrankenkassen zu Krankschreibungen: Nicht kurze Erkältungen, sondern lange schwere Krankheiten sind die großen Kostentreiber für gesetzliche Krankenversicherungen. "Es sind die langen, oft Muskel-Skelett und psychisch bedingten Ausfälle, die zum eigentlichen Kostentreiber werden", sagte Anne-Kathrin Klemm, Vorständin des BKK Dachverbandes.
Das Krankengeld - das erst ab dem 43. Krankheitstag gezahlt wird und damit vor allem Menschen mit langwierigen Erkrankungen betrifft - zähle inzwischen mit 21,6 Milliarden Euro zu den größten Ausgabepositionen der gesetzlichen Krankenversicherung überhaupt, so die BKK. 2025 entfielen demnach mehr als ein Viertel aller Fehltage auf den Bezug von Krankengeld. Die Krankengeldtage seien in den vergangenen zehn Jahren um 24,4 Prozent gestiegen.