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Der TagDoch kein Kampf gegen "Establishment"? Andere Parteien lassen Farage auflaufen

07.07.2026, 21:00 Uhr

Der Chef der britischen Rechtspopulisten, Nigel Farage, steht wegen eines nicht deklarierten Millionengeschenks unter Druck. Nun geht er in die Offensive - doch sein Plan könnte nach hinten losgehen. Der Politiker, dessen Partei Reform UK derzeit in Großbritannien die Umfragen anführt, hatte am frühen Nachmittag angekündigt, sein Parlamentsmandat niederlegen zu wollen - um in einer Nachwahl erneut anzutreten.

"Ich war in meinem Leben noch nie wütender", sagte Farage in einer emotionalen Ansprache, in der er den Medien eine Kampagne gegen sich und seine Familie vorwarf. Seine Sicherheit und die seiner Angehörigen würden aufs Spiel gesetzt. Die Bürgerinnen und Bürger des Wahlkreises Clacton in der Grafschaft Essex sollten nun über sein Handeln urteilen, sagte er. "Ich werde kämpfen, um zu gewinnen." Bei der Nachwahl trete nun "das Volk gegen das Establishment" an. Doch das angebliche "Establishment" wird möglicherweise gar nicht antreten. Mehrere Parteien, darunter die Regierungspartei Labour, kündigten an, niemanden aufstellen zu wollen und bezeichneten die Wahl als Trick des Parteichefs. Noch-Premierminister Keir Starmer von der Labour-Partei sprach nach der Ankündigung von Farage von einem "verzweifelten Stunt". Der Reform-Chef stecke "bis zum Hals in Skandalen".

Quelle: ntv.de