Der TagEkelerregende Zustände: Hat Betrieb verdorbene Eier verarbeitet?

Ich hoffe, Sie haben heute noch keine Eier gegessen, ansonsten könnte Ihnen diese Meldung übel aufstoßen.
Ein großer Lebensmittelbetrieb in Österreich soll laut Medienberichten verdorbene Eier zu Eigemisch verarbeitet und weiterverkauft haben. Das flüssige Gemisch sei an Bäckereien, Nudelhersteller und Gefrierkostfabrikanten geliefert worden, berichteten die "Süddeutsche Zeitung" und die "Oberösterreichischen Nachrichten". Die Staatsanwaltschaften St. Pölten in Österreich und München haben Ermittlungen aufgenommen.
Die beiden Zeitungen stützen sich unter anderem auf Aussagen eines Privatdetektivs. Von ihm vorgelegte Fotos dokumentierten ekelerregende Zustände. "Rohe Eier, aus denen Maden kriechen und an denen Schimmel haftet. Dotter, die eigelb sein müssten, aus denen aber pechschwarze Flecken hervorstechen, dazu bestialischer Gestank", schrieben die "Oberösterreichischen Nachrichten". Eier seien über Monate hinweg gelagert worden.
Der Betrieb im Bezirk Amstetten wollte sich auf Nachfrage nicht zu den Vorwürfen äußern. Die Staatsanwaltschaft St. Pölten bestätigte Ermittlungen wegen Betrugsverdachts. "Die Ermittlungen sind in einem frühen Stadium. Es gibt noch keinen abschließenden Überblick", sagte ein Behördensprecher. Obwohl verdorbene Rohware nicht verarbeitet werden dürfe, sei sie möglicherweise als Grundlage für Backwaren oder Nudeln verwendet worden.