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Der TagKubas Außenminister ernüchtert: "Keine Fortschritte" bei US-Gesprächen

30.06.2026, 20:22 Uhr

Der Druck auf die Regierung in Havanna ist enorm: In den vergangenen Monaten sorgten die USA dafür, dass die venezolanischen Öllieferungen an den kommunistisch regierten Karibikstaat ausblieben. Dies verschärfte die Wirtschaftskrise in dem Inselstaat, in dem sich US-Präsident Donald Trump explizit einen Machtwechsel wünscht. Die Bevölkerung Kubas leidet extrem unter den US-Sanktionen. Die Treibstoffknappheit hat tagelange Stromausfälle zur Folge und bringt den Verkehr auf der Insel fast zum Erliegen. Auch Lebensmittel, Trinkwasser und Medikamente sind knapp.

Und eine Lösung des Ganzen ist weiterhin nicht in Sicht: Die seit Monaten andauernden Gespräche zwischen Washington und Havanna kommen kubanischen Angaben zufolge nicht voran. "Die Gespräche zwischen der kubanischen und der US-Regierung zeigen keine Fortschritte", sagte Kubas Außenminister Bruno Rodríguez bei einer Pressekonferenz. Havanna werde "trotz allem" weiterhin "für den Dialog offen bleiben", fügte er hinzu. Rodríguez erklärte, er mache sich mit Blick auf Washingtons Absichten "keine Illusionen". Die kubanische Regierung hatte Anfang Juni mehrere marktwirtschaftliche Reformen beschlossen. Gleichzeitig betonte sie wiederholt, dass ihr politisches Modell nicht zur Diskussion stehe und sie sich gegen jede Invasion wehren werde.

Quelle: ntv.de