Der Tag

Der TagModeratorin empört mit Gedanken zu häuslicher Gewalt

26.04.2020, 12:35 Uhr

Erst "Frau des Jahres" - nun in einen handfesten Skandal verwickelt: Die ukrainische Sängerin und Moderatorin Regina Todorenko hatte in einem Interview gesagt, dass Frauen auch selbst schuld an häuslicher Gewalt sein könnten. "Irgendwann sollte doch ein kritischer Punkt kommen, um zu fragen: Warum schlägt er dich?", sagte sie. Die russische Ausgabe der Mode- und Frauenzeitschrift "Glamour", die den Preis an die 29-Jährige verliehen hatte, teilte mit: "Jede Art von Gewalt, auch Bullying, ist inakzeptabel." Todorenko entschuldigte sich später für ihre Bemerkungen. Den Titel ist sie trotzdem los.

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Regina Todorenko mit der Trophäe für den Titel "Frau des Jahres" - inzwischen ist beides wieder weg. (Foto: imago images/ITAR-TASS)

Vertreter der russisch-orthodoxen Kirche betonten derweil, dass Partnerinnen in einer Beziehung gehorsam sein müssten. So sollten sie "aufhören, Bemerkungen zu machen", sich beobachten und "kleine Strafen" gegen sich selbst verhängen: Sie könnten sich zum Beispiel als Buße zehnmal verneigen, einen Tag lang auf Schokolade oder auf das Internet verzichten, sagte ein Vertreter laut der Agentur Interfax.

Seit 2017 wird die erste Prügelattacke, die schon tödlich enden kann, nur wie eine Ordnungswidrigkeit zum Beispiel mit Geldstrafen geahndet. Erst Wiederholungstäter müssen sich nach dem Strafrecht verantworten.

Quelle: ntv.de