Der TagPrinz Harry ist nach Gerichtsniederlage entsetzt
Der britische Prinz Harry und sechs andere Prominente sind mit ihrer Klage gegen den Verlag der britischen Boulevardzeitung "Daily Mail" gescheitert. In einem 436 Seiten langen schriftlichen Urteil erklärte der Richter, die Kläger hätten die vorgebrachten Vorwürfe der unrechtmäßigen Informationsbeschaffung nicht ausreichend beweisen können. Die Klage werde deshalb abgewiesen. Der jüngere Sohn von König Charles III. zeigte sich nach einer Gerichtsentscheidung entsetzt. In einem gemeinsamen Statement mit der Mitklägerin Baroness Doreen Lawrence schrieb Harry, dass sie vor Gericht gezogen seien, "um Gerechtigkeit und Rechenschaft zu suchen. Doch wir haben weder das eine noch das andere erhalten."
In der Stellungnahme, die unter anderem dem britischen "Independent" und der Rundfunkanstalt BBC vorliegt, wählten die beiden teils harsche Worte. Es sei eine regelrechte Vertuschung, die leider nicht gänzlich unerwartet komme: "Der Aufwand, den das Gericht jedoch betrieben hat, um die 'Mail' zu entlasten, ist ebenso schockierend wie völlig ungerechtfertigt." Wenn das Gericht erkläre, dass es keine hinreichenden Beweise für ein Fehlverhalten gebe, "obwohl die Dokumente das Gegenteil belegen, dann fragt man sich, wie der Gerechtigkeit überhaupt Genüge getan werden sollte", heißt es in dem Statement unter anderem weiter. Laut einem Bericht des britischen "Guardian" könnte dem Prinzen und den anderen Klagenden nun drohen, dass sie Prozesskosten in Höhe von bis zu 50 Millionen Pfund tragen müssen. Umgerechnet würde dies aktuell einem Betrag von etwas mehr als 58,5 Millionen Euro entsprechen.