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Der TagWehrbeauftragter will Vorgaben für Frisur und Bart anpassen

03.03.2026, 14:14 Uhr

Der Wehrbeauftragte des Bundestages, Henning Otte, drängt auf eine schnelle Neuregelung für die Haartrachten in der Truppe. "Das Verteidigungsministerium muss insbesondere mit Blick auf den Neuen Wehrdienst schnellstmöglich den neuen sogenannten Haar- und Barterlass herausbringen, der zeitgemäß ist und die Interessen aller Bundeswehrangehörigen berücksichtigt", schreibt Otte in seinem in Berlin vorgelegten Jahresbericht.

Ein Stabsfeldwebel hatte sich 2019 vor Gericht mit der Bundeswehr auseinandergesetzt, weil er als Soldat keine langen Haare tragen darf - Frauen aber schon. Seine Beschwerde gegen den sogenannten Haar- und Barterlass der Truppe war vom 1. Wehrdienstsenat des Bundesverwaltungsgerichts in Leipzig allerdings zurückgewiesen worden.

Doch bedürfe die Regelung innerhalb eines "überschaubaren Zeitraums" einer Überarbeitung, stellten die Richter damals fest. Die ausreichende gesetzliche Grundlage für die Vorschrift fehle. Der Vorsitzende Richter sprach deswegen von einem "Teilerfolg" für den damals 51-Jährigen. Das Verteidigungsministerium kündigte darauf eine schnelle gesetzliche Regelung an, damit Soldaten auch künftig nur kurze Haare tragen dürfen.

Quelle: ntv.de