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Dienstag, 14. Juli 2015

Schweinsteiger, Gerrard, Xavi: Wenn Ikonen ihre Klubs verlassen

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Iker Casillas ... pardon, falsches Bild.

Iker Casillas ... pardon, falsches Bild.

Iker Casillas ... pardon, falsches Bild.

Also Iker Casillas weinte, bis ihm eine Journalistin ein Taschentuch reichte.

Für Steven Gerrard erhob sich das gesamte Stadion zu einem letzten "You'll never walk alone".

Xavi wurde von den Fans eine eigene Choreografie gewidmet.

Der "sensible" Bastian Schweinsteiger, so formulierte es Karl-Heinz Rummenigge, ersparte sich den emotionalen Abschied von den Fans lieber und beschränkte sich auf eine Videobotschaft.

In diesem Transfer-Sommer haben bereits einige internationale Stars den Klub gewechselt, die man auf immer mit ein und demselben Verein verwurzelt glaubte.

Schweinsteiger, 30 Jahre alt, geht nach 17 Jahren bei Bayern München zu Manchester United, …

… Xavi, 35 Jahre alt, verschlägt es nach 24 Jahren beim FC Barcelona zum Al-Sadd Sport Club nach Katar.

Gerrard, 35 Jahre alt, trägt nach 26 Jahren im Trikot des FC Liverpool …

… nun das von Los Angeles Galaxy.

Und Casillas, 34 Jahre alt, geht nach 26 Jahren bei Real Madrid zum FC Porto.

Zudem wechselt der tschechische Torhüter Petr Cech nach elf Jahren beim FC Chelsea …

… innerhalb Londons zum FC Arsenal.

Und auch im deutschen Fußball gab es bemerkenswerte Transfers: Gonzalo Castro wechselte nach 16 Jahren bei Bayer Leverkusen …

… zu Borussia Dortmund, …

… Torhüter Sven Ulreich nach 17 Jahren beim VfB Stuttgart …

… zu den Bayern.

Und in der 2. Liga verließ Andreas "Lumpi" Lambertz, der mit seinem Verein von der Oberliga bis in die Bundesliga durchmarschiert war, …

… nach 13 Jahren unfreiwillig Fortuna Düsseldorf …

… und schloss sich dem Drittligisten Dynamo Dresden an.

Die Gründe für die Wechsel sind oft ähnlich gelagert. Der Reiz, kurz vor dem Karriereende noch einmal "eine neue Herausforderung" zu suchen, besteht bei allen.

Vor allem bei Xavi wird auch das Geld eine große Rolle gespielt haben.

Frei nach Uli Hoeneß, der den Wechsel von Michael Ballack von den Bayern zu Chelsea einst mit den Worten kommentierte, …

… Ballack habe keine neue Sprache oder neue Kultur kennenlernen wollen, sondern einfach nur eine neue Währung.

Doch in allen Fällen war es auch so, dass die Vereins-Ikonen ihren Status der Unantastbarkeit verloren hatten und sich ein lockeres Auslaufen auf der Bank ersparen wollten.

Es ist bezeichnend, dass allenfalls Schweinsteiger als jüngste der wechselnden Ikonen in etwa auf einem Niveau bleibt.

Zwar gab es Fälle wie den von Bundesliga-Rekordspieler Karl-Heinz Körbel, der 19 Jahre einzig und allein bei Eintracht Frankfurt gespielt hat.

HSV-Held Uwe Seeler spielte nur für ein Gastspiel für Cork Celtic.

Doch viele andere brachen auch damals auf ihre alten Fußballer-Tage noch einmal zu neuen Ufern auf. Franz Beckenbauer verließ mit 32 Jahren die Bayern, …

… um zu Cosmos New York zu gehen.

Gerd Müller ging mit 33 ebenfalls in die USA, zu den Ford Lauderdale Strikers.

Ein Karriereende bei "seinem" Klub erlebte derweil Francesco Totti.

Der Italiener beendete im Juli 2017 im Alter von 40 Jahren seine Karriere als aktiver Fußballer.

Nach 28 Jahren.

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