James Brown war schon zu Lebzeiten eine Legende. Er lächelte bereits mit einem Riesengebiss, ...Bild 1 von 68 ... als Stefan Raab noch keinen einzigen Zahn hatte, ...Bild 2 von 68 ... und er zertanzte bereits die Bühnenbeläge, als Michael Jackson noch nicht einmal laufen konnte. Doch auch James fing einmal klein an. Er hieß eigentlich James Joe Brown Jr. und wurde am 3. Mai 1933 in der Nähe von Barnwell im US-Bundesstaat South Carolina geboren.Bild 3 von 68 Er wuchs in großer Armut auf und verbrachte schon als junger Mann vier Jahre im Gefängnis, wegen bewaffneten Raubüberfalls. Nach dem wenig verheißungsvollen Auftakt seiner Verbrecherkarriere, versuchte er sich als Musiker. Trotzdem blieb er der Verbrecherbranche ...Bild 4 von 68 ... als freischaffender Künstler - episodisch und nebenberuflich tätig - Zeit seines Lebens eng verbunden. Zu Beginn seiner Karriere als Musiker arbeitete er mit den späteren Show-Größen Louis Jordan, ...Bild 5 von 68 ... Ray Charles und ...Bild 6 von 68 .... Little Richard zusammen.Bild 7 von 68 Sie entwickelten aus einem gemeinsamen Gospel-Projekt einen neuen Stil: R&B.Bild 8 von 68 Wegen seiner markanten Stimme und leidenschaftlichen Auftritte wurde James Brown stilbildend für die gemeinsame Band "Famous Flames". Sein erster Hit "Please, Please, Please" erschien 1955; die Band hieß inzwischen "James Brown and the Famous Flames".Bild 9 von 68 In den folgenden Jahren stürmte Brown mit "I Got You", "Cold Sweat" und "It's a Man's World" mehrfach die Charts.Bild 10 von 68 1963 gelang ihm mit einer Live-LP der nächste kommerzielle Erfolg.Bild 11 von 68 "Live at The Apollo" markierte den Anfang für weitere Projekte auf der legendären Bühne in Harlem.Bild 12 von 68 Der "Godfather of Soul" war ein Schwergewicht seines Faches. Er beendete seine Karriere ...Bild 13 von 68 ... als einer der künstlerisch ...Bild 14 von 68 ... einflussreichsten Musiker des 20. Jahrhunderts.Bild 15 von 68 Er beherrschte zwar mindestens vier Instrumente, darunter Orgel, Klavier, Gitarre und Schlagzeug, trat aber fast ausschließlich als Sänger und Tänzer auf.Bild 16 von 68 Dabei tat er sich als einzigartiger Einpeitscher, Eintänzer und Einheizer hervor. Dafür liebten ihn die Massen.Bild 17 von 68 Sein Titel "Say It Loud (I'm Black and I'm Proud)" wurde in den 60er Jahren zur Hymne der schwarzen Bürgerrechtsbewegung. Allerdings machte er sich mit seiner Musik zwischenzeitlich bei den mächtigen Weißen in den USA unbeliebt.Bild 18 von 68 Aber das ist vergeben und vergessen. Im Jahr 1982 empfing ihn sogar Präsident Ronald Reagan persönlich im Weißen Haus, ...Bild 19 von 68 ... um mit ihm über die Einführung eines Nationalfeiertags zu Ehren Martin Luther Kings zu sprechen. Das Gesetz kam im Jahr 1983.Bild 20 von 68 Zu seinen Welthits zählen "It's a Man's World", "I Feel Good" und "Papa's Got a Brand New Bag".Bild 21 von 68 In den letzten Jahren seiner Karriere beendete er seine Live-Shows stets mit einer 20-minütigen over-sexed Version seines größten Hits "Sex Machine".Bild 22 von 68 Er ergänzte den Auftritt gekonnt mit improvisiertem Tanz und Orgelspiel, schließlich ist die Gospel-Musik seine künstlerische Heimat.Bild 23 von 68 Dazu trugen die Tänzerinnen gerne US-Fahnen-Kostümchen oder Stars-and-Straps-Fummel. Wer bei James Brown auf der Bühne mittanzen wollte, ...Bild 24 von 68 ... musste ein echter Patriot sein.Bild 25 von 68 Legendär sind die Auftritte, in deren Verlauf "Mr. Dynamite" sich von einem Bandmitglied einen Umhang überlegen ließ und dann seine Songs eine halbe Stunde lang stöhnend aufbaute, bis es keinen Fan mehr auf dem Stuhl hielt.Bild 26 von 68 Diese Live-Interpretationen seiner Stücke machen ihn unsterblich.Bild 27 von 68 Er reduzierte dafür die Melodien und beließ lediglich das rhythmische Gerüst. Dominierend wurden dadurch Schlagzeug und Bass, ergänzt durch ein einzelnes Gitarren-Riff.Bild 28 von 68 Beats, Breaks und Loops wurden minutenlang wiederholt und mit Browns Zuruf "Take me to the bridge!" auf den Höhepunkt getrieben.Bild 29 von 68 Die Vokalmusik von Brown reduzierte sich ähnlich wie die Melodie auf einem rhythmischen Sprechgesang ("get on up"), der gelegentlich in Stöhn-, Ächz- und Kreischlauten gipfelte.Bild 30 von 68 Künstler wie der Saxophonist Maceo Parker führen diese Instrumental-Technik noch heute fort. Sie haben zwar mit James Brown gespielt und ihr handwerkliches Können dabei erweitert, ...Bild 31 von 68 ... James Browns Stimme haben sie leider nicht zur Verfügung.Bild 32 von 68 Im Gegensatz zu anderen Künstlern aus der R&B-Szene, die sich bei Konzerten auch im Hintergrund gefielen, blieb James Brown stets der unumstrittene Star auf der Bühne. Singend, tanzend und schreiend nahm er direkten Kontakt mit dem Publikum auf.Bild 33 von 68 Diese Form des Call and Response hat seine Wurzeln in der Gospelmusik. James Brown baute diese Technik als Show-Element aus. Browns Musik-, Gesangs- und Tanzstil prägte ganze Generationen von Musikern.Bild 34 von 68 Hier tanzt er mit dem knapp 30-jährigen Nachwuchsstar und R&B-Künstler Usher.Bild 35 von 68 Aber er sang auch mit Weltstars wie Soulsister Aretha Franklin. Er wurde zu einem der wichtigsten Wegbereiter des Funk, Rap und Hip-Hop.Bild 36 von 68 Schließlich hatte er durch seine Gefängnis-Aufenthalte auch die erforderliche Street-Credibility, um als Stil-Ikone für Snoop Dogg, ...Bild 37 von 68 ... Tupac Shakur ...Bild 38 von 68 ... oder Ice-T (links im Bild) durchzugehen.Bild 39 von 68 Noch eine Insider-Information: James Brown war cooler als alle posenden Hip-Hop-Parvenüs zusammen.Bild 40 von 68 Auch Funk-Rocker Lenny Kravitz wusste das und ließ sich von James Browns Oeuvre inspirieren.Bild 41 von 68 Dem Publikum aus den achtziger Jahren ist er vor allem als "Reverend Brown" aus dem Kultfilm ...Bild 42 von 68 "The Blues Brothers" bekannt, in dem er einen Prediger mimt, der seiner Gemeinde mit einem Gospel-Chor einheizt.Bild 43 von 68 Brown schmückt sich mit einer Vielzahl von Ehrentiteln , die er sich meist selbst verliehen hat: "Soul Brother Number One", "The Hardest Working Man In Show Business" und "The Minister Of New Heavy Super Funk".Bild 44 von 68 Auch wegen seiner vielen Titel suchten alle anderen Titelträger die Nähe des "Minister Of New Heavy Super Funk".Bild 45 von 68 Je älter er wurde, desto größer war die Ehre für die Nachwuchsstars der Branche, wenn Sie mit ihm gemeinsam auftreten durften.Bild 46 von 68 Er spielte mehr als 50 Alben ein und schaffte es mit mehr als 100 Liedern in die Charts.Bild 47 von 68 Seine erfolgreichste Zeit als Künstler erlebte er zwischen 1960 und 1977, ...Bild 48 von 68 ... als jede seiner Aufnahmen in den Top-100 landete.Bild 49 von 68 Doch auch in den Jahren danach überraschte er immer wieder mit großen Verkaufserfolgen.Bild 50 von 68 In den 90ern - vor der Wiederentdeckung Browns - war seine Musik allerdings für wenige Jahre aus der Mode. Er galt zwischenzeitlich als Mann der Exzesse und Prozesse, der früher mal Musik gemacht hatte.Bild 51 von 68 Für junge Leute war er der Groove-Gruftie der 68er Generation. Hier spielt er beim Woodstock-Revival 1999.Bild 52 von 68 Doch Brown war auch ein Stehaufmännchen: Für seinen 1985 entstandenen Hit "Living in America", der zum Showprogramm vor dem Boxkampf in einem der "Rocky"-Filme gehörte, bekam er seinen ersten Grammy.Bild 53 von 68 James Brown wurde 1986 in die Rock and Roll Hall of Fame aufgenommen. Mit ihm bei der Ehrung: Fats Domino und Jerry Lee Lewis (l.).Bild 54 von 68 1992 wurde er mit einem Grammy für sein Lebenswerk geehrt. Fototermin mit seiner Frau Adrienne Lois Brown (1996 gestorben).Bild 55 von 68 Was Elvis Presley für den Rock 'n' Roll bedeutet, ...Bild 56 von 68 .... ist James Brown für den R&B.Bild 57 von 68 Der "Godfather of Soul" hatte mit ähnlichen Problemen zu kämpfen ...Bild 58 von 68 ... wie der "King of Rock 'n' Roll". Beide stammten aus ärmlichen Verhältnissen und arbeiteten sich im Show-Business zu Millionären hoch. Beide verkörperten den Amerikanischen Traum.Bild 59 von 68 Auf den Höhepunkten ihrer Karrieren verwalteten sie ungeheuerliche Vermögen. Trotz der enormen kommerziellen Erfolge als Musiker plagten sie sich wegen ihres aufwändigen Lebensstils zeitweise mit finanziellen Problemen.Bild 60 von 68 Beide hatten eine veritable Drogenkarriere hinter sich - Elvis starb vermutlich an einer Überdosis; Brown musste sich wegen Kokainkonsums, aber auch wegen anderer Delikte immer wieder vor Gericht verantworten ...Bild 61 von 68 ... und landete mehrmals im Gefängnis. Auch wenn man es auf diesem Bild nicht sofort sieht, ....Bild 62 von 68 ... "Mr. Sex Machine" war ein "Womanizer" und deshalb wohl auch vier Mal verheiratet.Bild 63 von 68 Trotzdem hatte er - nebenberuflich, als freischaffender Künstler - eine Menge Affären.Bild 64 von 68 Dieses Bild entstand nach der Verhandlung über eine Vaterschaftsklage, die von der Vorsitzenden eines James-Brown-Fan-Clubs (l.) angestrengt worden war.Bild 65 von 68 James Brown starb im Alter von 73 Jahren am ersten Weihnachtsfeiertag 2006 in Atlanta.Bild 66 von 68 Die Trauer der Fans war ungeheuer.Bild 67 von 68 Seitdem streiten seine Frauen und Kinder um das Erbe, um den Godfather of Soul wird es noch lange nicht ruhig.Bild 68 von 68