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Montag, 28. Mai 2018

"Not young, not old, but golden": Kylie Minogue - der australische Superstar

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Sie war 17, sie trug eine braun getönte Dauerwelle mit gelbem Stirnband und es war wirklich nur eine Nebenrolle. Aber im Rückblick, sagt Kylie Minogue, seien die Dreharbeiten für die australische Fernsehserie "The Henderson Kids" wohl "die beste Zeit meines Lebens" gewesen. Das war 1985. (Foto: imago/United Archives International)

Sie war 17, sie trug eine braun getönte Dauerwelle mit gelbem Stirnband und es war wirklich nur eine Nebenrolle. Aber im Rückblick, sagt Kylie Minogue, seien die Dreharbeiten für die australische Fernsehserie "The Henderson Kids" wohl "die beste Zeit meines Lebens" gewesen. Das war 1985.

Sie war 17, sie trug eine braun getönte Dauerwelle mit gelbem Stirnband und es war wirklich nur eine Nebenrolle. Aber im Rückblick, sagt Kylie Minogue, seien die Dreharbeiten für die australische Fernsehserie "The Henderson Kids" wohl "die beste Zeit meines Lebens" gewesen. Das war 1985.

Und wohl auch das letzte Mal, das sich niemand groß um sie kümmerte. Denn kurz darauf begann ihre Weltkarriere.

Aus der mäßig beachteten Schauspielerin ... (hier 1989 in "The Delinquents")

... wurde binnen weniger Monate einer der größten internationalen Popstars. Wozu auch schon vor sozialen Medien wie Facebook, Twitter und Instagram gehörte, dass das Leben größtenteils in der Öffentlichkeit stattfand.

Heute, nach über drei Jahrzehnten mit "Kylie", kennt man nicht nur ihre Hits, sondern weiß auch so ziemlich viel über sie: von verschiedenen gescheiterten Beziehungen bis zum Brustkrebs.

Am 28. Mai 2018 wird sie 50. Ihre Karriere begann mit ...

... der nächsten Rolle nach den "Hendersons". Mit "Neighbours", einer Seifenoper über einen Vorort von Melbourne (wo die Tochter eines Buchhalters und einer Krankenpflegerin auch herkommt), gelang ihr der Durchbruch. Auch im deutschen Fernsehen liefen von "Nachbarn" mehr als 800 Folgen. (im Bild: Kylie-Fans in Melbourne in der Ramsay Street, wo "Neighbours" gedreht wurde)

Mit Jason Donovan, einem anderen "Neighbours"-Darsteller, wurde sie auch im echten Leben ein Paar.

Die beiden nahmen auch Musik auf. Der Kommerzpop aus der Hitfabrik des englischen Produzenten-Trios Stock, Aitken und Waterman verkaufte sich bestens, in Australien genauso wie in Europa und in den USA.

Mit "The Locomotion" und "I should be so lucky" schaffte es Minogue weltweit in die Charts. Das Schmacht-Duett "Especially for You" zusammen mit Donovan ...

... ist allerdings auch heute noch kaum zu ertragen - was nicht nur an den Schulterpolstern liegt.

Die Schauspielerei betrieb Minogue bald nur noch nebenher. Mit Jason Donovan war es dann auch privat vorbei. Heute spricht von ihm keiner mehr. (Im Bild: 1994 mit Jean-Claude van Damme in "Streetfighter")

Für eine Weile war sie dann mit Michael Hutchence zusammen, dem Sänger der Rockband INXS. Er starb 1997 ...

... durch Suizid. (im Bild: Minogue bei seiner Beerdigung)

Irgendwann gelang es ihr, mit der eigenen Musik ernst genommen zu werden. (im Bild: 1998 mit ihrer eigenen Wachsfigur bei Madame Tussauds)

Den Ausschlag gab 1995 eine Mörderballade ("Where The Wild Roses Grow") mit einem anderen Australier: Nick Cave. Das Lied über einen Mann, der seine Geliebte umbringt, findet sich vielfach in den Listen der besten hundert Songs der 1990er. Im Video dazu endet Minogue als Wasserleiche mit einer Rose im Mund.

Ihren größten kommerziellen Erfolg hatte sie dann Anfang der 2000er-Jahre ...

... mit dem Welthit "Can't get you out of my head" - bis heute eines der Lieder, mit denen man die Leute zuverlässig auf die Tanzfläche treibt. (im Bild: das Outfit, das sie im Video dazu trug, bei der Ausstellung "Kylie - The Exhibition" im Victoria & Albert Museum in London)

Längst hat es die nur 1,55 Meter große Australierin auch ins Museum geschafft. Das Victoria & Albert Museum in London zeigte wie eben erwähnt 2007 in einer großen Schau Kostüme von ihr: alles Mögliche von Latzhose bis Leopardenshort bis Einteiler (meist in Größe 34).

Im Lauf der Zeit entwickelte sich Minogue zudem zu einer Ikone der Schwulen-Bewegung. Eine Zeit lang erklärte sie, ...

... erst zu heiraten, wenn in Australien die Ehe für alle erlaubt sei. Inzwischen - seit Dezember 2017 - ist dem so.

Aber verheiratet ist sie immer noch nicht. Die Verlobung mit dem 19 Jahre jüngeren britischen Schauspieler Joshua Sasse ...

... löste sie Anfang 2017 auf. In der Folge litt sie an einer Depression.

Ähnlich dramatisch war zuvor schon das Aus von ihrem langjährigen Partner Olivier Martinez.

Der französische Schauspieler stand ihr während einer Brustkrebs-Erkrankung zur Seite. Als alles halbwegs überstanden war, gaben die beiden Anfang 2007 "in gegenseitigem Einverständnis" die Trennung bekannt.

Jetzt, mit 50, hat sie gerade ihr 14. Album veröffentlicht, "Golden", Country zum ersten Mal. Zum Thema Alter heißt es im Titelsong: "We're not young. We're not old. But golden" ("Wir sind nicht jung. Wir sind nicht alt. Aber golden.")

Oder in Minogues eigener Übersetzung: "Wir können nur die sein, die wir in diesem Moment nun mal sind."

Feiern will sie den runden Geburtstag in London, ...

... wo sie seit vielen Jahren lebt. (hier 2005 vor ihrem Haus in West-London)

Was für sie eigentlich ungewöhnlich ist. "Normalerweise feiere ich nicht", erzählte sie kürzlich bei einem Berlin-Besuch.

"Wenn meine Freundinnen sagen: 'Dein Geburtstag steht an, lass uns was planen', ist meine Reaktion meistens: 'Können wir nicht einfach in ein nettes Restaurant gehen?' ...

... "Aber dieses Jahr werde ich eine richtig große Party geben."

Da gibt es dann sicher nicht nur Wasser zu trinken. Cheers! (abe/dpa)

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