Von Käse, Banken und Indianern: Die Schweiz in Krisenzeiten
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Die Schweiz ist nicht nur bekannt für ihre Alpen, ...Bild 1 von 49 ... ihre Schokolade, ...Bild 2 von 49 ... ihre Uhren, ...Bild 3 von 49 ... ihre schrulligen Eidgenossen...Bild 4 von 49 ... und natürlich den ganzen Käse ...Bild 5 von 49 ... sondern vor allem auch als blühender Wirtschaftsstandort.Bild 6 von 49 Die Schweizer Banken sind für ihre Verschwiegenheit berühmt, ...Bild 7 von 49 ... der Schweizer Franken war schon immer ein Zufluchtsort in schwierigen Zeiten ...Bild 8 von 49 ... und die Uhren und die Schoki sind weltweit Verkaufsschlager.Bild 9 von 49 Zürich und Genf erreichen auf der Rangliste der Städte mit der höchsten Lebensqualität regelmäßig Spitzenplätze ...Bild 10 von 49 ... und locken so auch zahlreiche Migranten an - besonders deutsche "Gastarbeiter".Bild 11 von 49 Rein gar nichts haben unsere südlichen Nachbarn mit Indianern zu tun. Aber dazu später mehr.Bild 12 von 49 Dieses wirtschaftliche Schlaraffenland könnte jedenfalls bald der Vergangenheit angehören.Bild 13 von 49 Denn die Finanzkrise macht auch vor neutralen Ländern kein Halt.Bild 14 von 49 Die Rezession dürfte schärfer ausfallen, als bislang angenommen, warnt das Staatssekretariat für Wirtschaft.Bild 15 von 49 Die Konjunkturexperten rechnen mit einem Anstieg der Arbeitslosenquote in diesem Jahr, 2009, auf 3,8 Prozent und 2010 dann mit 5,2 Prozent.Bild 16 von 49 Zu einem ähnlichen Ergebnis kam die Schweizerische Nationalbank (SNB).Bild 17 von 49 Die Schweiz werde über die Exporte mit voller Wucht von der Wirtschaftskrise getroffen, sorgen sich die Währungshüter.Bild 18 von 49 Sie rechnen gar mit einem Rückgang des BIP von 2,5 bis 3,0 Prozent. Das wäre dann die schwerste Rezession seit 1975.Bild 19 von 49 Die SNB fackelte dann auch nicht lange, sondern senkte den Leitzins auf nahe Null.Bild 20 von 49 Zudem erwarb sie Franken-Anleihen privater Schuldner, um am Devisenmarkt gegen die eigene Währung zu intervenieren.Bild 21 von 49 Damit zog die SNB dem Franken praktisch den Boden unter den Füßen weg.Bild 22 von 49 Die Schweizer Währung verlor gegenüber dem Euro mehr als drei Prozent, und damit soviel wie nie zuvor innerhalb eines Tages.Bild 23 von 49 Als vermeintlich sicherer Hafen hatte der Franken seit Ausbruch der US-Immobilienkrise im Sommer 2007 kräftig zugelegt, ...Bild 24 von 49 ... was vor allem zu Lasten der Exportwirtschaft ging.Bild 25 von 49 Weit mehr als der Fall des Franken schmerzt jedoch der Fall einer anderen Schweizer Institution.Bild 26 von 49 Das Lüften des Bankgeheimnisses.Bild 27 von 49 Auf massiven internationalen Druck hat auch die Schweiz dieser Tage angekündigt, ihr streng gehütetes Bankgeheimnis zu lockern.Bild 28 von 49 Sie hoffen, dadurch der Aufnahme in eine von der OECD angedrohten "schwarze Liste" von Steueroasen zu entgehen.Bild 29 von 49 Praktisch bedeutet das, dass die bisherige feinsinnige Unterscheidung zwischen Steuerbetrug und Steuerhinterziehung - ...Bild 30 von 49 ... nur ersteres war bislang in der Schweiz strafbar - aufgehoben wird.Bild 31 von 49 Der Wandel ist in der Schweiz mit jeder Menge Emotion verbunden, auch oder vor allem, wenn die großen Nachbarländer sich, ...Bild 32 von 49 ... sagen wir mal, allzu sehr über den Richtungswechsel freuen.Bild 33 von 49 So hat Bundesfinanzminister Steinbrück für jede Menge Wirbel und Verärgerung gesorgt.Bild 34 von 49 Steinbrück hatte die OECD-Liste mit einer Yankee-Kavallerie verglichen, bei der es reicht, dass die "Indianer wissen, dass es sie gibt", um effektiv zu sein.Bild 35 von 49 Dieser Wildwest-Vergleich sorgt seit Tagen für Empörung und Kritik in der Schweiz.Bild 36 von 49 Ein Abgeordneter der schweizerischen Christdemokratischen Volkspartei bemühte gleich einen anderen Vergleich:Bild 37 von 49 Steinbrück erinnere ihn an jene Generation von Deutschen, die vor 60 Jahren mit Ledermantel, Stiefel und Armbinde durch die Gassen gegangen sind.Bild 38 von 49 Dies ließ der Finanzminister nicht auf sich sitzen: Dass er in Drohbriefen aus der Schweiz als Nazi-Scherge beschimpft werde, sei inakzeptabel.Bild 39 von 49 Im Übrigen lade die Schweiz Ausländer dazu ein, gegen Gesetze in ihren Heimatländer zu verstoßen, so Steinbrück.Bild 40 von 49 Die Antwort erfolgte prompt: Schweizer Bürger gründeten in der Internet-Community Facebook die Gruppe: "ich könnte Peer Steinbrück pausenlos die Fresse polieren" (16.600 Mitglieder)Bild 41 von 49 Der Schweizer Verteidigungsminister Ueli Maurer gab aus Protest sogar seinen Dienstwagen-Mercedes zurück und fährt jetzt Renault.Bild 42 von 49 Auch Alois Erbprinz von und zu Liechtenstein fühlt sich von Steinbrück auf den Schlips getreten.Bild 43 von 49 Sein Land sei keine beliebte Fluchtburg für Steuerhinterzieher. "Wir sind kein Piratennest, sondern ein befreundetes Land", so der Erbprinz.Bild 44 von 49 "Finanzminister Steinbrück sollte nicht Kapital aus Europa vertreiben."Bild 45 von 49 Bis sich die Wogen diplomatisch glätten, wird aller Voraussicht nach noch einige Zeit vergehen.Bild 46 von 49 Doch eines ist schon jetzt gewiss: Die Finanzkrise wird auch der Schweiz ihren Stempel aufdrücken.Bild 47 von 49 Die Rezession wird vorübergehen - Experten rechnen damit, das 2010 wieder ein kleines Wirtschaftswachstum zu sehen sein wird.Bild 48 von 49 Doch die Schweizer Banken- und damit auch Wirtschaftslandschaft, wird sich für immer verändern. (Text: Samira Lazarovic, Bilder: Reuters, dpa, Pixelio)Bild 49 von 49
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