Panorama

Die "Mona Lisa" der Fotografie Erstes Foto der Welt in Mannheim

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"Der Blick aus dem Fenster in Le Gras"

(Foto: picture alliance / dpa)

Mit dem Schuss aus einem Fenster im französischen Le Gras legt Joseph Nicéphore Niépce 1826 den Grundstein für eine neue Ära: Ihm gelingt das erste Foto der Welt. Seit Jahrzehnten ist die Zinnplatte nur in Texas zu begutachten. Nun landet ein Mannheimer Museum den Coup, die US-Besitzer zu einer Leihgabe zu überreden.

Das erste Foto der Welt kehrt nach 50 Jahren vorübergehend nach Europa zurück. Das Bild mit dem Titel "Der Blick aus dem Fenster in Le Gras" wird ab 9. September in den Mannheimer Reiss-Engelhorn-Museen zu sehen sein. Die Aufnahme gelang dem Franzosen Joseph Nicéphore Niépce 1826 auf einer Zinnplatte. Für den Kurator der Ausstellung Claude Sui ein einmaliges Stück. "Das ist wie die Mona Lisa oder die Blaue Mauritius", sagte er.

"Für Europa ist das eine Sensation, dass die erste Fotografie der Welt nur in Mannheim zu sehen sein wird", so Kurator Sui. Normalerweise befindet sich das Werk Niépces im Harry Ransom Center der Universität Texas und wird nie verliehen. Zehn Jahre setzte sich Sui dafür ein, die Fotografie in Mannheim ausstellen zu dürfen.

1898 in London ausgestellt verlor sich über 50 Jahre lang die Spur der auf einer mit Asphalt beschichteten Zinnplatte erstellten Fotografie. Als Erfinder der Fotografie galt lange Zeit Niépces späterer Partner Daguerre mit einer Aufnahme von 1839. Erst 1952 wurde Niépces Fotografie von dem Sammler Helmut Gernsheim wiederentdeckt. 1961 wurde das Foto zum letzten Mal in Europa ausgestellt. Zwei Jahre später verkaufte Gernsheim seine Sammlung historischer Fotografien an die Universität Texas in den USA.

Quelle: ntv.de, dpa

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