Panorama

Vor der Hinrichtung Verurteilter ist ohne Hoffnung

AP101007048248.jpg

Hank Skinner ist wegen dreifachen Mordes verurteilt worden.

(Foto: ASSOCIATED PRESS)

Hank Skinner macht sich wenige Tage vor der Vollstreckung des Todesurteils gegen ihn keine Hoffnungen mehr. Obwohl Skinners Anwälte beantragt haben, die geplante Hinrichtung auszusetzen, gibt sich der Verurteilte nicht mehr der Illusion hin, dass sich die Wahrheit für ihn noch rechtzeitig durchsetzen wird.

Nur wenige Tage vor seiner geplanten Hinrichtung macht sich der zum Tode verurteilte US-Häftling Hank Skinner nach Angaben seiner Ehefrau "keine Illusionen" über sein bevorstehendes Schicksal. Die französische Todesstrafengegnerin Sandrine Ageorges, die seit den 90er Jahren mit Skinner verheiratet ist, erklärte, ihr Mann gehe "trotz allem ganz gut mit der Situation um". Er gebe sich nicht der Illusion hin, dass sich "die Wahrheit durchsetzen" werde, schrieb Ageorges in einer E-Mail. Sie selbst sei "realistisch und somit besorgt".

Ein Geschworenengericht im US-Bundesstaat Texas hatte Skinner 1995 des dreifachen Mordes für schuldig befunden. Er soll am Silvestertag 1993 seine damalige Freundin und deren 20 und 22 Jahre alten Söhne in ihrem Haus getötet haben. Skinner gibt zu, zur Tatzeit im Haus gewesen zu sein, bestreitet aber bis heute die Tat. Von ihm geforderte DNA-Tests an Beweismitteln vom Tatort, mit denen er seine Unschuld beweisen will, hat die texanische Justiz seit mehr als einem Jahrzehnt immer wieder abgelehnt.

Am Donnerstag hatte ein US-Gericht Skinner erneut die DNA-Tests verweigert. Es gebe keinen Hinweis darauf, dass Gentests den Todeskandidaten entlasten könnten, erklärte das Gericht. Skinners Verteidigung beantragte daraufhin beim zuständigen Berufungsgericht in Texas, die bereits für Mittwoch geplante Hinrichtung auszusetzen, um gegen die Entscheidung in Berufung gehen zu können.

Quelle: n-tv.de, AFP

Mehr zum Thema