Politik

Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 19:00 Rutte: Verbündete müssen ausreichende Unterstützung für Ukraine sicherstellen +++

06.07.2026, 00:01 Uhr

Nato-Generalsekretär Mark Rutte ruft die Mitgliedstaaten des Bündnisses vor dem Gipfel in Ankara dazu auf, die Ukraine ausreichend zu unterstützen. "Die Verbündeten und Nato-Partner müssen weiterhin dafür sorgen, dass die Ukraine das bekommt, was sie braucht", sagt Rutte vor Journalisten. Die Ukraine verändere derzeit zwar "die Dynamik auf dem Schlachtfeld", benötige aber "anhaltende Unterstützung, insbesondere bei der Luftverteidigung".

+++ 18:10 Russische Angriffswelle: Zahl der Toten in Region Kiew steigt weiter +++

Nach den jüngsten russischen Angriffen steigt die Zahl der Toten in Kiew noch weiter. Nach Behördenangaben sind in der Nacht zum Montag mindestens 22 Menschen in der Region Kiew getötet und dutzende weitere verletzt. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj forderte eine entschlossene Unterstützung seines Landes durch die Nato. Deren Generalsekretär Mark Rutte pochte ebenfalls auf zusätzliche Mittel für die ukrainische Luftverteidigung.

+++ 17:45 Trump: Einigung im Ukraine-Krieg näher als viele denken +++

US-Präsident Donald Trump äußret sich vor dem Nato-Gipfel optimistisch über mögliche Fortschritte bei den Bemühungen um ein Ende des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine. Nach einem Telefonat mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin sei er sich sicher, dass dieser den Krieg beenden wolle. "Präsident Putin will, dass es endet. Das kann ich Ihnen sehr deutlich sagen", erklärt Trump im Weißen Haus. Auf die Frage, warum Putin nach dem Telefonat dennoch offensichtlich keinen ausreichenden Druck zu verhandeln verspüre, sagt Trump, man sei mit Russland und der Ukraine in Gesprächen. Eine Einigung sei näher, "als die Menschen glauben". Auch der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj wolle ein Ende des Kriegs. Mit Blick auf den Gipfel sagt Trump: "Wir werden darüber sprechen, und ich glaube, wir werden es schaffen. Ich glaube, wir werden den Krieg beenden." Das zweitägige Treffen beginnt am Dienstag in der türkischen Hauptstadt Ankara.

+++ 17:15 Ukraine: Zwei Schiffe der russischen "Schattenflotte" attackiert +++

Ukrainische Streitkräfte haben nach eigenen Angaben zwei Schiffe der sogenannten russischen "Schattenflotte" angegriffen. Diese haben demnach jeweils rund 7000 Tonnen Treibstoff geladen und befinden sich auf dem Weg vom westrussischen Hafen Taganrog am Asowschen Meeres zu der von Russland annektierten Halbinsel Krim, teilt der ukrainische Drohnen-Kommandeur Robert Browdi via Telegram mit.

+++ 16:42 Reisner: "Russland spricht erstmals von echtem Krieg" +++

Erstmals spricht ein hochrangiger Vertreter des russischen Regimes offen von einem "echten Krieg" statt einer "militärischen Sonderoperation". Das rückt die russische Doktrin mit vier Konfliktstufen in den Fokus - bis hin zum möglichen Einsatz von Nuklearwaffen.

+++ 16:05 Polnische Ukraine-Hilfen: Tusk fordert Rückkehr zu Konsens +++

Polens Ministerpräsident Donald Tusk fordert eine Rückkehr zu parteiübergreifender Einigkeit über Militärhilfen für die Ukraine. "Man darf unsere Zusammenarbeit mit der Ukraine bei ihrer Verteidigung gegen den russischen Angriff nicht gefährden", sagt Tusk in der Stadt Bydgoszcz, wie die Nachrichtenagentur PAP meldet. Er warnt andere Politiker einschließlich des rechtskonservativen Präsidenten Karol Nawrocki davor, in dieser Frage mit dem Feuer zu spielen.

Politiker des rechten Lagers haben der Warschauer Regierung vorgeworfen, der Ukraine ohne Abstimmung Flugabwehrraketen für das US-System Patriot geliefert zu haben. Damit sei potenziell die Sicherheit Polens gefährdet worden. "Jede Rakete, die in der Ukraine abgefeuert wird (...) und die Geschosse, Raketen, Drohnen und Flugzeuge des Angreifers zerstört, bedeutet mehr Sicherheit für Polen", entgegnet Tusk auf die Kritik. "Die Hilfe Polens für die Ukraine in ihrem Krieg gegen Russland war Gegenstand unseres politischen und nationalen Konsenses." Seine Regierung hat angekündigt, alle Militärhilfen für die Ukraine seit Beginn des russischen Angriffskrieges 2022 offenzulegen.

+++ 15:50 Geheimdienstbericht: Russischer Bankenbranche droht Krise wegen Krieg +++

Ein europäischer Geheimdienstbericht warnt vor einer drohenden Bankenkrise in Russland. "Die Lage erweckt den Anschein einer dynamischen Wirtschaft", heißt es in dem der Nachrichtenagentur Reuters vorliegenden zweiseitigen Bericht, der europäische Regierungsvertreter über den Zustand der russischen Banken informieren soll. Verschleiert werde aber in Wirklichkeit eine "explosive Situation", die etwa durch einen wirtschaftlichen Schock wie ein umfassendes Sanktionspaket gegen die Banken ausgelöst werden könnte. Die Warnung kommt zu einer Zeit, in der die Europäische Union ein 21. Sanktionspaket vorbereitet. Dieses soll sich einem Insider zufolge auch gegen Banken und Kryptowährungs-Netzwerke richten und noch im Juli fertiggestellt werden.

Dem Bericht mit dem Titel "Vermerk über die Wahrscheinlichkeit einer Bankenkrise in Russland im Jahr 2026" zufolge wurden die Banken gedrängt, subventionierte Kredite an Rüstungsunternehmen und Immobilienkäufer zu vergeben. Die Autoren schätzen, dass zehn Prozent der Unternehmenskredite ausfallgefährdet sind. Zudem hätten einige Großbanken im vergangenen Jahr eine Quote notleidender Privatkredite von bis zu 15 Prozent gemeldet. Der Bericht verweist zudem darauf, dass 2025 mehr als 500.000 Russen Privatinsolvenz angemeldet hätten - fast ein Drittel mehr als im Vorjahr. Staatliche Programme hätten darüber hinaus mehr als 13 Millionen Menschen dazu ermutigt, mindestens drei Kredite gleichzeitig aufzunehmen.

Die russische Zentralbank, die eine Stellungnahme ablehnte, hatte die Risiken zuletzt heruntergespielt. Die "Schwachstellen im Finanzsektor sind nicht kritisch", sagte der stellvertretende Zentralbankchef Filipp Gabunija im Juni. Er betonte, das Kapitalpolster der Banken sei auf dem höchsten Stand seit drei Jahren. Auch Experten sehen keine unmittelbare Krise heraufziehen. "Russlands Wirtschaft stagniert, aber aufgrund der staatlichen Dominanz und der hohen Verteidigungsausgaben gibt es keine unmittelbare Finanzkrise", sagte Chris Weafer, Russland-Experte bei der Beratungsfirma Macro Advisory. Die Vorstellung, dass eine neue Sanktionsrunde Russland in eine Krise stürzen werde, sei Wunschdenken, da Asien die Sanktionen ignoriere.

+++ 15:07 Ukrainische Drohnen greifen Omsk in Sibirien an +++

Ukrainische Drohnen haben die mehr als 2.400 Kilometer von ukrainisch kontrolliertem Gebiet entfernte sibirische Industriestadt Omsk angegriffen. "Einigen Drohnen gelang es, das nördliche Industriegebiet von Omsk zu erreichen", teilte der Gouverneur des Gebiets Omsk, Witali Chozenko, bei Telegram mit. Demnach gab es Schäden. In ukrainischen Telegramkanälen kursierten Videos, auf den Drohnen die nördlich von Omsk liegende Erdölraffinerie anfliegen. Augenzeugen dokumentierten auch einen Brand in der Anlage. Die Raffinerie in Omsk ist die größte in ganz Russland mit einer Verarbeitungskapazität von mehr als 20 Millionen Tonnen pro Jahr. Die Behörden schlossen wegen des Luftalarms den Flughafen in Omsk.

+++ 14:26 Britische F-35-Kampfjets fangen russisches Flugzeug ab +++

Bei einem Vorfall im Nordatlantik haben britische Kampfjets ein russisches Patrouillenflugzeug abgefangen. Wie das Verteidigungsministerium in London mitteilt, war die russische Maschine zuvor einem Kampfverband um den Flugzeugträger "HMS Prince of Wales" zu nahe gekommen. Die Tupolew sei unnötig nahe an den Verband herangeflogen, habe mehrere Sonarbojen abgeworfen und nicht auf Kontaktversuche reagiert, so die Mitteilung. "Diese Aktivität war nicht sicher und unprofessionell", heißt es weiter. Zwei Kampfjets vom Typ F-35 seien daraufhin von dem Flugzeugträger aufgestiegen und hätten die russische Maschine abgefangen und begleitet, bis sie das Gebiet verlassen habe. Der Kampfverband um die "HMS Prince of Wales" ist im hohen Norden im Rahmen eines Nato-Einsatzes unterwegs, um die Sicherheit in der Arktis und im Nordatlantik sicherzustellen.

+++ 13:49 Russland: 613 Drohnen abgeschossen +++

Die russische Luftabwehr hat nach Angaben des Verteidigungsministeriums in der Nacht 613 ukrainische Drohnen über verschiedenen russischen Regionen abgeschossen. Insgesamt habe die Ukraine demnach 625 Drohnen für die Angriffe eingesetzt, teilt das Ministerium in Moskau mit. Die Angriffswelle habe sich gegen Hafen- und Ölinfrastruktur gerichtet.

+++ 13:18 "Müssen uns nicht verstecken" - Merz erklärt Trump deutsche Verteidigungsausgaben +++

Bundeskanzler Friedrich Merz hat mit US-Präsident Donald Trump und ihm die Erhöhung der deutschen Verteidigungsausgaben in den letzten Monaten erläutert. In dem bereits am Freitagnachmittag geführten Gespräch habe Merz deutlich gemacht, dass die von Trump in einer Nachricht auf der Plattform Truth Social für die Ausgaben der europäischen Verbündeten verwendeten Zahlen nicht aktuell seien, heißt es aus Regierungskreisen. Trump hatte die Ausgaben von Deutschland, Großbritannien und Italien auf der Grundlage dieser Zahlen als "lächerlich" bezeichnet. Merz hatte bereits am Freitag auf einer Pressekonferenz öffentlich klargestellt, dass Deutschland gerade seine Verteidigungsausgaben innerhalb von vier Jahren verdoppele. "Das ist die größte Kraftanstrengung, die wir jemals gemacht haben, um unsere Verteidigungsfähigkeit zu stärken. Insofern brauchen wir uns hier vor niemandem zu verstecken."

+++ 12:44 Selenskyj fordert Nato-Unterstützung für Luftabwehr +++

Nach dem schweren Drohnen- und Raketenangriff auf Kiew ruft der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj die Nato zu mehr Hilfe bei der Flugabwehr auf. "Es ist äußerst wichtig, dass die Welt, allen voran Amerika und unsere europäischen Partner, vom Nato-Gipfel starke Entscheidungen zur Unterstützung unserer Luftabwehr und zum Schutz von Zivilisten mitbringen", schreibt Selenskyj bei Telegram.

+++ 12:08 Jäger: Die Ukraine kann etwas, was US-Konzerne nicht können +++

Die Gewichte im Ukraine-Krieg haben sich verschoben, erklärt Thomas Jäger. Das liegt laut dem Politologen zum einen an Trumps Interesse an Geschäften mit Russland, zum anderen an der neu gewonnenen Selbständigkeit der Ukraine, die nicht mehr nur "Almosenempfänger" ist.

+++ 11:53 Noch mehr Tote und Verletzte nach Terrornacht in Kiew +++

Die Zahl der Toten in Kiew steigt noch weiter. Nach jüngsten Angaben werden mindestens 14 Menschen getötet und mindestens 60 weitere verletzt, wie "Kyiv Independent" schreibt. Laut Verteidigungsminister Mykhailo Fedorov setzt Russland zunehmend auf ballistische Raketen, um Wohngebiete anzugreifen. Dabei versuche es, den Mangel an Patriot-Abfangraketen in der Ukraine auszunutzen. Moskau feuere ballistische Raketen "in einem noch nie dagewesenen Ausmaß"; weltweit würden jeden Monat weniger Patriot-Abfangraketen produziert, als Russland im gleichen Zeitraum auf die Ukraine abfeuere. "Da es dem Feind nicht gelingt, seine Ziele auf dem Schlachtfeld zu erreichen, richtet er ballistische Raketen immer häufiger auf Wohnhäuser und tötet dabei unschuldige Menschen."

+++ 11:25 Deutsche Hightech-Luftabwehr schießt russische Rakete ab +++

Die ukrainischen Streitkräfte veröffentlichen ein Video, das den Einsatz eines Skynex-Luftabwehrsystems zeigen soll. Rheinmetall stellt das Waffensystem her, die Bundesregierung hatte zwei an die Ukraine geliefert. In der Vergangenheit hatte sich Kiew kritisch über die Effizienz des Systems geäußert.

+++ 10:55 Von der Leyen: "Wir werden den Druck weiter erhöhen" +++

Der dringende Bedarf der Ukraine an zusätzlicher Flugabwehr wird EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen zufolge Thema beim Nato-Gipfel in dieser Woche in der Türkei sein. Russland habe in der Nacht erneut Zivilisten aus der Luft angegriffen, schreibt von der Leyen auf X mit Blick auf die jüngsten Angriffe auf Kiew. Dabei seien mehr als 400 Drohnen und Raketen zum Einsatz gekommen. "Die Ukraine braucht dringend mehr Luftabwehr. Wir werden dies diese Woche in Ankara beim Nato-Gipfel besprechen", erklärt sie. Der Druck auf Russland werde weiter erhöht, bis das Blutvergießen ein Ende habe.

+++ 10:26 Kiew erlebt Terror-Nacht - Raketen treffen Wohngebiete +++

Feuerbälle am Himmel, zerstörte Wohnhäuser und Menschen unter Trümmern: Russland überzieht Kiew erneut mit einer schweren Angriffswelle. Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte den Großangriff bereits zuvor angekündigt und fordert zum wiederholten Male mehr Flugabwehr für die Ukraine.

+++ 09:55 Lage in Kramatorsk "kritisch" +++

Die Lage in der frontnahen ostukrainischen Stadt Kramatorsk wird immer problematischer. Die Situation habe sich von "schwierig" zu "kritisch" verschlechtert, da die russischen Streitkräfte den Druck in der Region verstärkten, zitiert "The New Voice of Ukraine" Ivan Petrichak, den Sprecher der 24. Separaten Mechanisierten Brigade. "Wir haben immer gesagt, die Situation sei komplex und herausfordernd, und jetzt ist sie kritisch schwierig", so Petrichak. "Der Feind ist uns zahlenmäßig überlegen und rückt entlang der gesamten Kontaktlinie in unserem Verantwortungsbereich sowie in angrenzenden Frontabschnitten wie Kostjantyniwka vor."

+++ 09:22 Ukraine greift auch Ostseehäfen mit Drohnen an +++

Bei ukrainischen Drohnenangriffen werden die russischen Ostseehäfen Wysozk und Ust-Luga nach örtlichen Angaben beschädigt. Ust-Luga ist einer der wichtigsten russischen Exporthäfen für Öl. Nach Angaben des Regionalgouverneurs Alexander Drosdenko werden in der Gegend 56 Drohnen abgeschossen. In der Region Kaluga rund 190 Kilometer südlich von Moskau gerät nach einem Drohneneinschlag ein Industriegelände in Brand.

+++ 08:50 Russische Behörden: Rund 20 Regionen von Ukraine attackiert +++

Die Ukraine attackiert nach Angaben des Verteidigungsministeriums in Moskau rund 20 russische und unter russischer Kontrolle stehende Regionen, darunter auch einmal mehr die seit 2014 von Moskau annektierte Krim. Auf der Halbinsel hätten Drohnenangriffe eine Frau getötet und zwei weitere Menschen verletzt, schreibt der von Moskau eingesetzte Statthalter Sergej Aksjonow. Insgesamt griff die Ukraine Russland nach Angaben aus Moskau mit mehr als 500 Drohnen an. 519 Drohnen seien abgeschossen worden.

+++ 08:20 Wenn Russland Artikel 5 austestet: Lettlands Präsident sieht Problem für ganze Nato +++

Lettlands Präsident Edgars Rinkevics hält eine direkte militärische Invasion der baltischen Staaten durch Russland derzeit zwar nicht für sehr wahrscheinlich. Zugleich schränkt er ein: "Das kann sich aber ändern, und das kann sich auch sehr schnell ändern", sagt er in einem Interview mit der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". "Wir dürfen nicht vergessen, dass es nicht nur ein Problem von Lettland, Litauen oder Estland wäre, wenn Russland bei uns Artikel 5 austestet. Es ist ein Problem der ganzen Nato." Rinkevics warnt zugleich vor Defiziten bei der Luftverteidigung, Drohnenabwehr und der hybriden Kriegsführung. 

+++ 07:44 Stromausfälle in Sewastopol nach ukrainischem Angriff +++

In der Stadt Sewastopol auf der russisch besetzten Halbinsel Krim führt ein ukrainischer Angriff zu Stromausfällen. "Nach einem feindlichen Angriff auf die Energieinfrastruktur in der Nähe von Sewastopol war unsere Stadt vorübergehend ohne Strom", schreibt der von Moskau eingesetzte Gouverneur Michail Raswoschajew auf Telegram. Laut dem ukrainischen Drohnenkommandeur Robert Brovdi hat Kiew in 48 Stunden 16 Kraftwerke auf der Krim getroffen, was zu Stromausfällen auf der gesamten besetzten Halbinsel geführt habe: "Es geht nicht um eine Steckdose, sondern um die Zerschlagung der feindlichen Nachschublinien auf der Krim", schreibt er auf Telegram. Ziel sei "die konsequente Isolierung der militärischen Präsenz auf der Halbinsel bis zum vollständigen Abzug der Kolonisatoren und Kollaborateure".

+++ 07:14 Ölraffinerie in Jaroslawl offenbar wieder getroffen +++

Das ukrainische Militär trifft Berichten zufolge die Ölraffinerie in der russischen Stadt Jaroslawl. Dies schreibt "Kyiv Independent" unter Berufung auf russische Telegram-Medienkanäle. Fotos und Videos in sozialen Medien sollen zeigen, wie Rauch aus dem Bereich der Ölraffinerie aufsteigt. Die Ölraffinerie Jaroslawl, die etwa 700 Kilometer von der ukrainischen Grenze entfernt liegt, war bereits mehrfach Ziel von Angriffen.

+++ 06:43 Behörden zählen immer mehr Tote und Verletzte in Kiew +++

Die Zahl der Opfer nach den schweren russischen Angriffen steigt. Laut Angaben der Stadtverwaltung werden 9 Menschen getötet und 46 weitere verletzt, berichtet "Ukrainska Prawda". 14 von ihnen, darunter 5 Kinder, befinden sich demnach im Krankenhaus. Der Leiter der städtischen Militärverwaltung, Tymur Tkatschenko, teilt auf Telegram mit, dass Raketen und Drohnen Wohnblöcke und andere Gebäude getroffen hätten. Mehrere Augenzeugen berichteten von einer Reihe von Explosionen in und um Kiew in der Nacht. Auch die Luftabwehr gegen russische Drohnen sei im Einsatz gewesen.

+++ 06:14 Russland importiert massiv Benzin aus Belarus +++

Russlands Benzinimporte aus Belarus erreichen im Juni einen Rekordwert. Das berichtet Ukrinform unter Berufung auf russische Medien und Daten des Zentrums für Preisindizes (CPI). Den Daten zufolge importierte Russland zwischen dem 1. und 25. Juni 141.000 Tonnen Benzin - fast zweieinhalb Mal so viel wie im gesamten Mai. Zum Vergleich: Im Juni des Vorjahres beliefen sich die Importe auf lediglich 1000 Tonnen.

+++ 05:45 Generalstab: Heftige Kämpfe in der Ostukraine +++

Ukrainische und russische Bodentruppen liefern sich weiterhin schwere Kämpfe entlang der Fronten in der Ostukraine. Der Generalstab in Kiew spricht im abendlichen Lagebericht von insgesamt 201 Kampfhandlungen an diversen Frontabschnitten. Das russische Militär habe 65 Luftangriffe geführt und dabei 182 Gleitbomben eingesetzt.

+++ 04:35 Ukraine meldet sieben Tote nach russischen Angriffen auf Kiew +++

In Kiew sind am frühen Morgen bei russischen Angriffen mehrere Menschen getötet worden. Das teilt der Chef der Militärverwaltung in Kiew, Tymur Tkaschenko, auf Telegram mit. Später heißt es, mindestens sieben Menschen seien getötet und zwei Dutzend weitere verletzt worden. Tausende seien vor den Angriffen in U-Bahn-Stationen geflohen, berichtet das Nachrichtenportal "The Kyiv Independent". Während eines Raketenalarms sind in der ukrainischen Hauptstadt mehr als zehn Explosionen zu hören gewesen, am Himmel waren Lichtblitze zu sehen. Es handelt sich um den zweiten tödlichen Angriff auf Kiew binnen weniger als einer Woche.

+++ 03:24 Wie vorhergesagt: Russland fliegt massiven Angriff auf Kiew +++

Die vorab befürchtete Welle schwerer Luftangriffe Russlands auf ukrainische Städte bestätigt sich in der Nacht. Kurz nach Mitternacht sind in der Hauptstadt Kiew laut Behördenangaben und Medienberichten Alarmsirenen und heftige Explosionen zu hören. Demnach wird fast in allen Landesregionen Luftalarm ausgelöst. Behörden zufolge wurde ein Wohnhaus nahe dem Stadtzentrum schwer beschädigt. In dem Gebäude seien nun Bewohner eingeschlossen, teilen die örtlichen Behörden mit. Wie der Bürgermeister der ukrainischen Hauptstadt, Vitali Klitschko, auf Telegram schreibt, befindet sich das Haus im historischen Stadtteil Podil. "Da sitzen Menschen im siebten bis neunten Stock fest", sagt Klitschko. Er fügt hinzu, dass Trümmerteile von Drohnen auf ein zweites Wohnhaus in derselben Gegend sowie in anderen Stadtteilen der Stadt gefallen seien. Angeblich setzten die Angreifer neben zahlreichen Drohnen auch Dutzende Marschflugkörper und Raketen ein. 

+++ 02:18 Nato-Gipfel: Neue Milliarden-Zusagen für Kiew geplant +++

Bei dem Nato-Gipfel soll die Ukraine ein neues Versprechen für milliardenschwere Militärhilfen bekommen. Darauf verständigen sich Vertreter der 32 Bündnisstaaten wenige Tage vor dem Spitzentreffen in Brüssel in den abschließenden Beratungen über die geplante Gipfelerklärung.

+++ 01:04 Unions-Außenexperte fordert mehr Druck auf Russland, klare Ansage an China +++

Vor dem bevorstehenden Nato-Gipfeltreffen in Ankara plädiert der Unions-Außenexperte Jürgen Hardt für einen härteren Kurs der Allianz gegenüber Russland wegen des Ukraine-Krieges und für klare Ansagen auch an China. Der am Dienstag beginnende Nato-Gipfel müsse vor allem politische Geschlossenheit demonstrieren, sagt der außenpolitische Sprecher der Unions-Bundestagsfraktion den Funke-Zeitungen. "Moskau darf keinen Zweifel daran haben, dass die Unterstützung für die Ukraine ungebrochen ist". Der CDU-Politiker betont, dass "die russische Strategie des Hinhaltens und der gezielten Angriffe auf die Zivilbevölkerung" zunehmend an Wirkung verliere und die Ukraine gleichzeitig auf dem Gefechtsfeld wieder eigene Akzente setzen könne: "Diesen Moment sollten die Verbündeten nutzen, um den Druck auf den Kreml gemeinsam weiter zu erhöhen und die Voraussetzungen für ernsthafte Friedensverhandlungen zu schaffen." Der CDU-Politiker sieht aber auch Handlungsbedarf gegenüber China: "China spielt für Russlands Fähigkeit, seinen Angriffskrieg fortzusetzen, eine erhebliche Rolle", meint der Außenexperte. "Deshalb sollte die Nato auch hier Klartext sprechen: Wer Moskaus Rüstungsbasis stützt, trägt Mitverantwortung für die Verlängerung dieses Krieges. Diese Realität offen anzusprechen, ist kein Eskalationsschritt, sondern Ausdruck strategischer Ehrlichkeit."

+++ 23:40 Medwedew attackiert USA: Kein Recht, andere zu zwingen +++

Der frühere russische Präsident Dmitri Medwedew spricht den USA das Recht ab, sich in die Angelegenheiten anderer einzumischen. "Die USA und das Weiße Haus haben keinerlei Recht, anderen ihren Willen aufzuzwingen", schreibt der Vizevorsitzende des Nationalen Sicherheitsrats Russlands in einem Kommentar auf Telegram zum 250. Jahrestag der Unabhängigkeit der USA. "Sie sollen erst einmal das Chaos in ihrem eigenen Haus in den Griff bekommen." Die USA seien nun 250 Jahre alt. "Sind sie nun ein Vorbild oder ein 'Reich des Bösen'", fragt Medwedew in dem Kommentar. Seiner Meinung nach seien sie weder das eine noch das andere. "Aber in einem Punkt sind sich die meisten Länder der Welt einig: Amerika hat kein Recht, Entscheidungen für andere zu treffen. Jeder Staat - ob klein oder groß - ist in der Lage, seine Probleme selbst zu lösen", behauptet er.

+++ 22:01 Stadt Kostjantyniwka im Donbass weiter stark umkämpft +++

Die ukrainische Armee kämpft in der strategisch wichtigen Stadt Kostjantyniwka im Osten der Ukraine nach Angaben Kiews weiter gegen die russischen Truppen. "Die Kämpfe um Kostjantyniwka, das Putin bereits für sich beansprucht hat, dauern an", erklärt der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj in einer Videoansprache. Demnach würde es Putin niemals wagen, sich dorthin zu begeben. Die Ukraine hat am Samstag Berichte Moskaus dementiert, wonach russische Truppen die Ortschaft im Donbass eingenommen hätten. 

+++ 21:17 "Echtes Gefühl der Dringlichkeit": Weißes Haus bestätigt Trumps Selenskyj-Treffen +++

Im zähen Ringen um ein Ende des russischen Angriffskrieges trifft sich US-Präsident Donald Trump am Rande des Nato-Gipfels mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj, bestätigt nun das Weiße Haus entsprechende Medienberichte. Die Begegnung finde am Mittwochnachmittag statt, teilt eine Regierungssprecherin mit. Keine der beiden Kriegsparteien mache "nennenswerte militärische Fortschritte", sagt zudem ein hochrangiger US-Beamter. Gleichzeitig entstünden enorme Kosten und es gebe Angriffe beider Seiten weit ins jeweils andere Land. "Der Präsident verspürt daher ein echtes Gefühl der Dringlichkeit, zu versuchen, das zu einem Ende zu bringen", so der US-Regierungsbeamte.

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