Politik

Interesse der DDR-SpioneSteinbrück stellt Stasi-Akte ins Netz

19.08.2013, 03:05 Uhr

Peer Steinbrück und die Stasi? Für die Geheimpolizei der DDR scheint der West-Politiker offenbar ein hochinteressanter Mann gewesen zu sein. Zu einer Zusammenarbeit kam es jedoch nicht - laut Steinbrück gab es nicht einmal einen Anwerbeversuch. Um alle Fragen zu klären, will er nun seine Stasi-Akte ins Netz stellen.

SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück hat einen Bericht über einen möglichen Anwerbeversuch der Staatssicherheit der DDR zurückgewiesen. "Es gab keinen Anwerbeversuch - weder vom Ministerium für Staatssicherheit, noch von einem anderen Geheimdienst", sagte Steinbrück der "Bild"-Zeitung, Er kündigte zudem an, seine Stasi-Akte innerhalb von zehn Tagen im Internet zu veröffentlichen.

Steinbrück reagierte mit seiner Aussage auf einen Bericht der "Welt am Sonntag". Der Zeitung zufolge hatte die DDR-Staatssicherheit Steinbrück als sogenannten Vorlauf-IM erfasst. Als "Vorlauf" bezeichnete die Stasi den Angaben zufolge Personen, die aus verschiedenen Gründen als werbbar galten und angesprochen werden sollten.

Laut "Welt Online" ist das Besondere an dem Fall, wie lange Steinbrück bei der Stasi als potenzieller "IM" geführt wurde. Normalerweise wären demnach die Akten nach neun Monaten erfolglosen Werbens geschlossen worden – Steinbrück war aber offenbar neun Jahre im IM-Vorlauf.

Quelle: ntv.de, vpe/AFP