Der Börsen-Tag
4. Mai 2026
imageHeute mit Jan Gänger und Wolfram Neidhard
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11:18 Uhr

Milliardenübernahme in der Pharmabranche

Der belgische Pharmakonzern UCB übernimmt das US-Biotechunternehmen Candid Therapeutics für bis zu 2,2 Milliarden US-Dollar, um seine Pipeline an experimentellen Behandlungen für Autoimmun- und Entzündungskrankheiten zu stärken. Der Konzern mit Sitz in Brüssel teilte mit, dass er für die Übernahme zunächst zwei Milliarden Dollar zahlen werde. Weitere bis zu 200 Millionen Dollar an Meilensteinzahlungen sollen in Abhängigkeit von künftigen Zielen geleistet werden.

Die Akquisition von Candid folgt auf eine Lizenzvereinbarung von UCB mit dem chinesischen Unternehmen Antengene im Wert von bis zu 1,18 Milliarden Dollar im März und einen Deal zum Kauf des Epilepsie-Therapie-Entwicklers Neurona Therapeutics für bis zu 1,15 Milliarden Dollar im vergangenen Monat.

Milliardenübernahme in der Pharmabranche
11:01 Uhr

Sentix-Index für Deutschland sinkt deutlich

Die Einschätzung von Börsenprofis für die Konjunktur in der Eurozone hat sich im Mai auf niedrigem Niveau leicht verbessert. Das Stimmungsbarometer für Deutschland hingegen trübte sich weiter ein und rutschte auf den tiefsten Stand seit Januar 2025, wie die Beratungsfirma Sentix zu ihrer monatlichen Umfrage unter 984 Anlegern mitteilte. Das Stimmungsbarometer für die Eurozone stieg im Mai überraschend um knapp drei Punkte auf minus 16,4 Zähler. Ökonomen hatten mit einem Rückgang auf minus 21 Punkte gerechnet. Der Gesamtindex für Deutschland fiel um 3,2 auf minus 30,9 Punkte, weil Lage und Erwartungen jeweils ungünstiger eingeschätzt wurden.

"Die Welt hat einen Teil des Energiepreisschocks verdaut. Aus dem Gröbsten ist sie damit noch nicht heraus, die Absturzgefahr ist aber gesunken. Die höheren Energiepreisen bremsen die Wirtschaft, werfen sie aber nicht um. Das Ergebnis dürfte auch die Hoffnung auf eine Verhandlungslösung im Nahostkonflikt spiegeln", sagte dazu Alexander Krüger, Chefvolkswirt der Privatbank Hauck Aufhäuser Lampe.

Sentix-Index für Deutschland sinkt deutlich
10:40 Uhr

Woher kommt Südkoreas beispielloser Börsenrausch?

Der südkoreanische Index Kospi weist auch zum Wochenstart ein fulminantes Wachstum auf - und wird so zum "heißesten Aktienmarkt der Welt", wie Frank Meyer resümiert. Der ntv-Börsenreporter erklärt, woher der Anstieg rührt.

Woher kommt Südkoreas beispielloser Börsenrausch?
10:24 Uhr

Haribo blickt auf erfolgreiches Jahr 2025 zurück

Es gibt doch noch erfolgreiche Unternehmen in der deutschen Wirtschaft. Der Goldbären-Hersteller Haribo hat im vergangenen Jahr nach eigenen Angaben deutlich mehr Süßigkeiten verkauft. "Unser Absatz legte weltweit um 4,5 Prozent zu", sagte der Haribo-Manager Herwig Vennekens dem "Handelsblatt". Ein Viertel des globalen Wachstums entfalle auf Neuprodukte.

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(Foto: imago images/Future Image)

Konkretere Geschäftszahlen nennt das Familienunternehmen aus Grafschaft bei Bonn nicht. Haribo ist in Deutschland laut "Handelsblatt" Marktführer - mit großem Abstand vor Storck (Lachgummis), Katjes und Trolli. Weltweit beschäftigt der Goldbären-Hersteller nach eigenen Angaben mehr als 8500 Mitarbeiter an 16 internationalen Standorten.

Haribo blickt auf erfolgreiches Jahr 2025 zurück
10:10 Uhr

Deutscher Industrie-Einkaufsmanager verheißt nichts Gutes

Die deutsche Industrie hat im April an Dynamik verloren. Der von S&P Global in diesem Sektor erhobene Einkaufsmanagerindex sank auf 51,4 von 52,2 Punkten. In erster Veröffentlichung war ein Wert von 51,2 ermittelt worden. Ab 50 Zählern signalisiert das Konjunkturbarometer ein Wachstum, darunter eine Schrumpfung.

Die-deutsche-Wirtschaft-mueht-sich-nur-langsam-aus-der-jahrelangen-Flaute
Die deutsche Wirtschaft kommt nur langsam aus der jahrelangen Flaute.

"Das Wachstum, das wir im verarbeitenden Gewerbe beobachten, dürfte angesichts der zugrunde liegenden Faktoren und des Absackens der Geschäftsaussichten in den negativen Bereich nur von kurzer Dauer sein", erklärte Phil Smith, Economics Associate Director bei S&P Global Market Intelligence.

Deutscher Industrie-Einkaufsmanager verheißt nichts Gutes
10:03 Uhr

Bitcoin überwindet die 80.000-Dollar-Marke

Bitcoin steigt zum ersten Mal seit Ende Januar über 80.000 US-Dollar und notiert zuletzt um 1,4 Prozent höher bei 80.042 US-Dollar. Obwohl Bitcoin den US-Aktien nach oben habe folgen können, fehle es ihm weiterhin an einem klaren Treiber, meint IG-Marktanalyst Tony Sycamore.

Ein Katalysator könnte entscheidend sein, wenn Bitcoin die Widerstandsmarken von 81.000 oder 83.000 US-Dollar durchbrechen solle, fügt er hinzu. "Wir erwarten, dass der Widerstand des steigenden Trendkanals - der derzeit bei etwa 81.000 US-Dollar liegt - den jüngsten Anstieg weiterhin begrenzen wird", schreibt er. Für einen optimistischeren mittelfristigen Ausblick müsse Bitcoin die Marke von 81.000 US-Dollar durchbrechen, sich darüber halten und sich dann entscheidend über den 200-Tage-Durchschnitt bei 83.863 US-Dollar bewegen.

Bitcoin überwindet die 80.000-Dollar-Marke
09:40 Uhr

Wird "Sell in May" abgesagt?

Mit der guten alten Börsenregel "Sell in May" dürfte der Dax diesmal nicht viel anfangen können, meint Marktstratege Tim Ritschar von ActivTrades. Vielmehr scheine der Index den Turbo in Richtung 25.000 Punkte zu zünden. Erst am vergangenen Donnerstag hätten die Marktteilnehmer erlebt, wie blitzschnell sich das Blatt wenden könne: Der Dax, der gerade noch tief in den charttechnischen Abgrund geblickt habe, habe eine spektakuläre Kehrtwende aufs Parkett gelegt. Damit sei nicht nur ein starker April-Abschluss gerettet, sondern auch das technische Fundament für einen bullischen Mai gegossen worden.

Die historische Saisonalität stütze diesen Optimismus: In den vergangenen zehn Jahren (allesamt geprägt von einem Bullenmarkt) habe der Mai mit einer Durchschnittsrendite von 1,79 Prozent abgeschlossen. Das charttechnische Ziel für diese Woche laute nun 24.600 Punkte, um von dort den finalen Angriff auf die historische 25.000er Marke zu starten, so Ritschar.

Wird "Sell in May" abgesagt?
09:13 Uhr

Dax startet im Plus

Der Frankfurter Aktienmarkt geht mit leichten Gewinnen in den Handel. Der Dax legt 0,1 Prozent auf 24.298 Punkte zu. Tendenziell für etwas Zuversicht sorgen Ankündigungen von US-Präsident Donald Trump, wonach die USA damit beginnen wollen, Handelsschiffe aus der Straße von Hormus "zu leiten". Details nannte er allerdings nicht, und der Iran warnte umgehend, dass dies ein Verstoß gegen die Waffenstillstandsvereinbarung wäre

Der Tag könnte allerdings ruhig werden, da in London feiertagsbedingt nicht gehandelt wird. Auch in Festland-China und Japan waren die Börsen geschlossen. Stimmungsmäßig noch positiv nachwirken dürften die erneut starken Quartalszahlen von Apple vom späten Donnerstag, auf die hierzulande erst heute reagiert werden kann.

An der Fortsetzung der US-Rally gibt es daher wenig Zweifel, schließlich hatten auch die anderen Tech-Riesen starke Zahlen und vor allem eine Investitionsoffensive angekündigt. Dazu kommen starke Vorgaben aus Asien. Die technologielastige Börse in Seoul schoss regelrecht nach oben auf erneute Rekordhochs, auch Hongkong legt deutlich zu.

Das "Alte Europa" könnte von den Technologie-basierten Vorlagen aber eher wenig haben, weil es hier fast nur "alte Technologien" gebe, meint ein Teilnehmer. "Europa ist mit seiner industriellen Zusammensetzung wie Autos klar konjunkturabhängiger als die USA", sagt er. Daher seien im Tagesverlauf die Revisionen der Einkaufsmanagerindizes für Europa auch vergleichsweise wichtiger als für die USA.

Dax startet im Plus
08:40 Uhr

Deutsche Konsumlaune wird immer schlechter

Die Konsumstimmung der Verbraucher in Deutschland ist angesichts der steigenden Inflation so schlecht wie seit über drei Jahren nicht mehr. Das Barometer sank im Mai auf 92,3 Punkte, von rund 94,9 Zählern im Vormonat, wie der Handelsverband Deutschland (HDE) zu der von ihm in Auftrag gegebenen Umfrage mitteilte. Der stärkste Rückgang seit Januar 2024 ließ den Indikator auf den tiefsten Stand seit Februar 2023 fallen. "Vor allem die steigenden Preise und die Sorgen um eine schwache Konjunktur trüben die Verbraucherstimmung deutlich ein", betonte der HDE.

Durch den Ende Februar ausgebrochenen Iran-Krieg sind die Energiepreise deutlich gestiegen. Die deutsche Inflationsrate kletterte dadurch im April auf 2,9 Prozent und damit auf den höchsten Stand seit mehr als zwei Jahren. Das nagt an der Kaufkraft der Verbraucher.

Eine rasche Trendwende erwartet der HDE nicht.

Deutsche Konsumlaune wird immer schlechter
08:17 Uhr

Miese Stimmung in deutscher Autoindustrie

Die Stimmung in der deutschen Automobilindustrie hat sich schon vor den von US-Präsident Donald Trump verkündeten höheren Importzöllen verschlechtert. Das Barometer fiel im April auf minus 23,8 Punkte, von minus 19,0 Zählern im März, wie das Münchner Ifo-Institut mitteilte.

Die Unternehmen bewerteten zwar ihre aktuelle Geschäftslage besser, blicken aber erheblich pessimistischer auf die kommenden Monate. Das Barometer für die Geschäftserwartungen fiel auf minus 30,7 Punkte, von minus 15,3 Punkten im März. "Die Iran-Krise belastet die ohnehin geschwächte Autoindustrie zusätzlich", sagt Ifo-Branchenexpertin Anita Wölfl.

Seit Freitag kommt ein neuer Belastungsfaktor hinzu. US-Präsident Trump hat angekündigt, die Einfuhrzölle für Fahrzeuge aus der Europäischen Union schon in dieser Woche von 15 auf 25 Prozent heraufzusetzen. "Die Kosten durch diese zusätzlichen Zölle wären für die deutsche sowie europäische Automobilindustrie in ohnehin sehr herausfordernden Zeiten enorm, hätten aber wahrscheinlich auch Auswirkungen auf die Verbraucherinnen und Verbraucher in den USA", sagte die Präsidentin des Verbandes der Automobilindustrie (VDA), Hildegard Müller.

Miese Stimmung in deutscher Autoindustrie
07:58 Uhr

Beim Dax zeichnen sich Gewinne ab

Der Dax wird heute der Kursentwicklung an den Terminmärkten zufolge mit Gewinnen in den Handel starten. Starke Firmenbilanzen hatten den deutschen Leitindex am Donnerstag vor dem langen Wochenende um 1,4 Prozent auf 24.292 Punkte nach oben getrieben. Auch die Wall Street schloss höher.

In der neuen Woche geht die Hängepartie um einen Friedensschluss im Iran-Krieg weiter. Der Iran hat nach eigenen Angaben eine Antwort aus Washington auf seinen jüngsten Friedensplan erhalten. Das iranische Staatsfernsehen berichtete, die Rückmeldung werde nun geprüft. US-Präsident Donald Trump hatte jedoch vorher erklärt, er könne sich nicht vorstellen, dass der iranische Vorschlag akzeptabel sei. Zudem hat Trump angekündigt, dass festsitzende Schiffe aus neutralen Ländern von den USA ab Montag durch die Straße von Hormus geleitet werden. Wie das genau ablaufen soll, sagte er nicht.

Bei den Unternehmen steht die Autoindustrie im Rampenlicht. Trump hat angekündigt, die Zölle auf Importe von Fahrzeugen aus der EU ab kommender Woche von 15 auf 25 Prozent zu erhöhen.

Außerdem sollen heute die Aktionäre der Unicredit in einer außerordentlichen virtuellen Hauptversammlung den Weg frei machen für das freiwillige Übernahmeangebot für die Commerzbank.

Im Fokus stehen zudem die Einkaufsmanagerindizes für die Industrie im Euroraum im April sowie die US-Auftragseingänge für März.

Beim Dax zeichnen sich Gewinne ab
07:35 Uhr

Bei VW erhöht sich der Druck auf deutsche Werke

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(Foto: picture alliance/dpa)

Bei Volkswagen verschärft sich der Druck auf die deutschen Fahrzeugwerke. Wie das "Handelsblatt" aus Konzernkreisen erfuhr, haben die Standorte Emden und Hannover offenbar ihre internen Kostenziele im ersten Quartal verfehlt. Das Unternehmen wollte die Zwischenstände nicht kommentieren und verwies auf schon erreichte Einsparungen von im Schnitt 20 Prozent in Wolfsburg, Emden und Zwickau. Bereits 2025 hatten mehrere Werke ihre Kostenvorgaben verfehlt. Volkswagen will die Fabrikkosten in Europa deutlich senken.

Bei VW erhöht sich der Druck auf deutsche Werke
07:09 Uhr

Gamestop bietet 56 Milliarden Dollar für Ebay

Gamestop

Der US-Videospielehändler Gamestop will die Online-Handelsplattform Ebay für knapp 56 Milliarden Dollar übernehmen. Das Unternehmen teilte mit, 125 Dollar je Aktie jeweils zur Hälfte in bar und in eigenen Aktien zu bieten. Dies entspricht einem Aufschlag von rund 20 Prozent auf den Ebay-Schlusskurs vom Freitag. Eine Stellungnahme von Ebay lag zunächst nicht vor.

Gamestop hat nach eigenen Angaben bereits einen Anteil von fünf Prozent aufgebaut und erklärte, sich bei einer Ablehnung des Managements direkt an die Aktionäre wenden zu wollen.

Finanziert werden soll der Zukauf durch eigene Barmittel, Kreditzusagen von TD Securities über 20 Milliarden Dollar sowie laut dem "Wall Street Journal" womöglich durch Staatsfonds aus dem Nahen Osten. Ein solcher Zukauf wäre ungewöhnlich, da Gamestop mit einem Börsenwert von knapp zwölf Milliarden Dollar deutlich kleiner ist als Ebay mit rund 46 Milliarden Dollar.

Gamestop bietet 56 Milliarden Dollar für Ebay
06:43 Uhr

An Asiens Börsen dominiert Zuversicht

Die Aussicht auf eine Entspannung der Lage in der Straße von Hormus gibt den asiatischen Aktienmärkten zum Wochenstart leichten Auftrieb. Während an der japanischen Börse feiertagsbedingt nicht gehandelt wird, legt der MSCI-Index für asiatisch-pazifische Aktien außerhalb Japans um 0,6 Prozent zu.

Auch die chinesischen Handelsplätze bleiben geschlossen: Der Leitindex der Shanghaier Börse sowie der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen wurden nicht gehandelt. Zu den klaren Gewinnern zählte hingegen der südkoreanische Markt, der nach einem Feiertag mit einem Kurssprung von 2,6 Prozent in den Handel zurückkehrte.

Beflügelt wurde die Börse in Seoul von starken Konjunkturdaten, denn die südkoreanische Industrie wuchs im April dank der Halbleiternachfrage so schnell wie seit über vier Jahren nicht mehr. Gleichzeitig stützten Ankündigungen von US-Präsident Donald Trump, festsitzende Schiffe durch die Straße von Hormus helfen zu wollen.

An Asiens Börsen dominiert Zuversicht