Der Börsen-Tag

Der Börsen-TagDeutscher Autoverband wendet sich an Trump

18.02.2019, 16:53 Uhr
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(Foto: REUTERS)

Ob Donald Trump auf Deutschlands Autolobbyisten hören wird? Das darf wohl bezweifelt werden. Wegen der drohenden Einstufung als Gefährder der nationalen Sicherheit in den USA haben diese sich an den US-Präsidenten gewandt.

  • "Zollschranken nutzen niemandem, auch den USA nicht", mahnte der Bundesverband der Deutschen Automobilindustrie (VDA).

  • Noch deutlicher appellierte der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI): "Keineswegs gefährden Einfuhren von Automobilen die nationale Sicherheit der USA. US-Präsident Donald Trump ist gefordert, sich an geltendes Handelsrecht zu halten", verlangte BDI-Präsident Dieter Kempf.

Bundeskanzlerin Angela Merkel scheint den Inhalt des Berichts des US-Wirtschaftsministeriums über die Gefährdung der Sicherheit durch Autoimporte schon zu kennen.

  • "Wenn diese Autos, die in South Carolina (von BMW) gebaut werden, plötzlich eine Bedrohung der nationalen Sicherheit der Vereinigten Staaten sind, dann erschreckt uns das", sagte die CDU-Politikerin auf der Münchner Sicherheitskonferenz.

Fakt ist, dass heute die Autowerte an der Frankfurter Börse schlecht laufen. BMW, Daimler und VW verzeichneten Verluste.