Der Börsen-TagDeutscher Autoverband wendet sich an Trump

Ob Donald Trump auf Deutschlands Autolobbyisten hören wird? Das darf wohl bezweifelt werden. Wegen der drohenden Einstufung als Gefährder der nationalen Sicherheit in den USA haben diese sich an den US-Präsidenten gewandt.
"Zollschranken nutzen niemandem, auch den USA nicht", mahnte der Bundesverband der Deutschen Automobilindustrie (VDA).
Noch deutlicher appellierte der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI): "Keineswegs gefährden Einfuhren von Automobilen die nationale Sicherheit der USA. US-Präsident Donald Trump ist gefordert, sich an geltendes Handelsrecht zu halten", verlangte BDI-Präsident Dieter Kempf.
Bundeskanzlerin Angela Merkel scheint den Inhalt des Berichts des US-Wirtschaftsministeriums über die Gefährdung der Sicherheit durch Autoimporte schon zu kennen.
"Wenn diese Autos, die in South Carolina (von BMW) gebaut werden, plötzlich eine Bedrohung der nationalen Sicherheit der Vereinigten Staaten sind, dann erschreckt uns das", sagte die CDU-Politikerin auf der Münchner Sicherheitskonferenz.
Fakt ist, dass heute die Autowerte an der Frankfurter Börse schlecht laufen. BMW, Daimler und VW verzeichneten Verluste.