Der Börsen-Tag

Der Börsen-TagFür den Dax bleibt das Umfeld kompliziert

05.05.2026, 06:30 Uhr

Anhaltende Nahost-Sorgen und neue Zolldrohungen von US-Präsident Donald Trump haben am Montag die Stimmung an den europäischen Börsen negativ beeinflusst. In Frankfurt wurde der Dax ausgebremst. "Das ganze zeigt einfach, wie empfindlich die Märkte gegen Gerüchte sind", sagte ein Händler. Ein kurzzeitiger Dax-Einbruch sei auf ein unbestätigtes Gerücht passiert, wonach die Iraner Raketen auf US-Schiffe gefeuert hätten. Mit dem folgenden US-Dementi habe sich der Markt gleich wieder erholt. Das US-Militär fuhr nach eigenen Angaben mit zwei Lenkwaffenzerstörern in den Persischen Golf eingefahren, um die iranische Blockade der Straße von Hormus zu brechen. 

Wie schauen deutsche Unternehmen auf ihr Auslandsgeschäft? Erkenntnisse dazu wird am Vormittag eine Umfrage der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK) geben. Der Verband hat mehr als 4500 Unternehmen an rund 90 Standorten auf der Welt befragt. Besonders interessant dürften die Einschätzungen zu den USA und China werden, den beiden wichtigsten, aber auch sehr schwierigen Märkten.

Blicken wir in die USA: Der weltweit zweitgrößte Anbieter von KI-Prozessoren hinter Nvidia, AMD, legt Geschäftszahlen vor. Börsianer hoffen angesichts eines Milliardenauftrags der Facebook-Mutter Meta auf einen ermutigenden Ausblick, nachdem die Umsatzprognose für das abgelaufene Quartal hinter den Erwartungen zurückgeblieben war. AMD hat Erlöse zwischen 9,5 und 10,1 Milliarden Dollar in Aussicht gestellt.

Zudem will die italienische Großbank Unicredit ihr Übernahmeangebot an die Commerzbank-Aktionäre offiziell starten. Nach dem Ja der eigenen Aktionäre wartet Unicredit nur noch auf grünes Licht von der Finanzaufsicht Bafin. Vorstandschef Andrea Orcel geht es bei der für die Commerzbank-Aktionäre unattraktiven Offerte primär darum, die Schwelle von 30 Prozent zu überschreiten. Dann hätte er in einem halben Jahr freie Hand für eine weitere Aufstockung der Anteile.  

Quelle: ntv.de