Der Börsen-TagHarley-Davidson-Aktien gehen durch die Decke
Harley-Davidson hat sich im dritten Quartal deutlich besser geschlagen als erwartet. Verglichen mit dem Vorjahreszeitraum kletterte der Gewinn um 39 Prozent auf rund 120 Millionen Dollar (umgerechnet 101,6 Mio Euro), wie das traditionsreiche US-Unternehmen mitteilte. Insgesamt sanken die konzernweiten Erlöse um acht Prozent auf 1,2 Milliarden Dollar. Im Vorquartal gab es noch einen Rückgang um fast 50 Prozent.
Die Geschäfte litten im vergangenen Vierteljahr zwar weiter unter der Corona-Pandemie, doch der Bilanz kamen etwa Kostensenkungen und niedrigere Steuern zugute. Die Zahlen übertrafen die Prognosen der Analysten klar und kamen bei den Anlegern zunächst sehr gut an, die Aktie legte zeitweise um mehr als zehn Prozent zu.
Aufgrund der hohen Corona-Ungewissheit gibt Harley-Davidson weiter keine Prognose für das laufende Geschäftsjahr ab. Das Unternehmen hatte wegen des von US-Präsident Donald Trump angezettelten Zollstreits mit wichtigen Handelspartnern schon vor der Pandemie Probleme. Harley-Davidson leidet zudem schon seit langem unter einem angestaubten Image und geringem Interesse jüngerer Kundschaft.