Der Börsen-Tag

Der Börsen-Tag Mitsubishi zu Schadenersatz-Zahlungen verurteilt

Mitsubishi Heavy Industries (MHI)
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Zum zweiten Mal innerhalb eines Monats weist der Oberste Gerichtshof in Südkorea ein japanisches Unternehmen an, Schadenersatz an ehemalige koreanische Zwangsarbeiter zu zahlen. Das Gericht bestätigt nach Berichten südkoreanischer Sender die Urteile eines Berufungsgerichts, wonach der Schwerindustriekonzern Mitsubishi Heavy Industries jeweils mehrere Zehntausend Euro Schmerzensgeld und unbezahlte Löhne für 28 ehemalige Zwangsarbeiter zahlen soll.

Im Fall eines inzwischen gestorbenen Opfers soll das Geld an Hinterbliebene gehen. Es ging um zwei getrennte Verfahren gegen Mitsubishi. Während der japanischen Kolonialherrschaft (1910-45) über Korea und des Zweiten Weltkriegs hatten japanische Unternehmen nach Schätzungen Hunderttausende Koreaner in Japan zur Arbeit gezwungen.

Das Oberste Gericht wies erneut das Argument der Unternehmen und der japanischen Regierung zurück, mit dem Normalisierungsvertrag von 1965 zwischen beiden Ländern seien auch die Schadenersatzansprüche früherer Zwangsarbeiter abgegolten. Der japanische Außenminister Taro Kono bezeichnete laut der Nachrichtenagentur Kyodo die Urteile als "extrem bedauerlich".

Quelle: ntv.de