Der Börsen-Tag

Der Börsen-TagTech-Werte an Tokioter Börse abgestraft

30.05.2024, 07:17 Uhr

Die Anleger in Asien gehen vor den anstehenden Inflationsdaten in Deckung. Sie warten auf weitere Hinweise auf den künftigen geldpolitischen Kurs der US-Notenbank Fed. Der Einbruch an der Wall Street und ein Anstieg der weltweiten Renditen trübte zudem die Stimmung in Japan. Obwohl die Renditen in Japan im Vergleich zu ihren US-Pendants niedrig seien, haben sie dennoch einen erheblichen Einfluss auf die Marktstimmung, sagt Hiroshi Namioka, vonm Finanzdienstleister T&D Asset Management. "Es ist ein psychologischer Schock für die Marktteilnehmer, die einen derartigen Anstieg der Renditen noch nicht erlebt haben, oder besser gesagt, die sich abgestumpft haben, weil die lockere Geldpolitik so lange anhielt."

D as wichtigste Ereignis der Woche für die Märkte ist jedoch die Veröffentlichung des Kernpreisindex der persönlichen Verbrauchsausgaben am Freitag - der von der US-Notenbank bevorzugte Indikator für die Inflation. Es wird erwartet, dass er im Monatsvergleich stabil bleibt.

In Tokio gibt der Nikkei 1,5 Prozent auf 37.974 Punkte nach und fällt damit auf ein Monatstief.Der breiter gefasste Topix notiert 0,7 Prozent niedriger bei 2.721 Zählern. Zu den größten Belastungsfaktoren für den Index zählen die großen Technologiewerte, die unter steigenden Renditen leiden, da höhere Zinsen die Kreditaufnahme verteuern. Die Chip-Aktie Advantest büßt 5,5 Prozent ein und ist damit der schlechteste Wert im Handel. Der auf künstliche Intelligenz spezialisierte Startup-Investor Softbank gibt 2,2 Prozent nach. Unter den weiteren Schwergewichten verliert der Uniqlo-Mutterkonzern Fast Retailing 2,4 Prozent und nimmt dem Nikkei damit rund 96 Indexpunkte ab

Der Shanghai Composite verliert 0,2 Prozent auf 3105,70 Stellen. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen fällt 0,2 Prozent auf 3604,42 Punkte.