Der Börsen-Tag

Der Börsen-Tag"Wirtschaftsweise" sieht Energie-Embargo als Option

31.03.2022, 06:48 Uhr

Ein westliches Embargo russischer Energielieferungen darf aus Sicht der "Wirtschaftsweisen" Veronika Grimm nicht allein mit dem Hinweis auf die unmittelbaren wirtschaftlichen Auswirkungen verworfen werden. Grimm sagt: "Die Gefahr, dass sich der Ukraine-Krieg ausbreitet, ist nicht von der Hand zu weisen." Eine entscheidende Frage sei, ob man diese Gefahr eindämmen könne, indem man dem russischen Präsidenten Wladimir Putin die Einnahmen aus den Energieimporten entziehe. "Die Frage muss sein, ob ein Energieembargo oder andere Maßnahmen, die die Zahlungen an das Regime Putin reduzieren, sicherheitspolitisch geboten sind und die Wahrscheinlichkeit erhöhen, den Konflikt einzudämmen."

In diesem Sinne könne ein Embargo ein probates Mittel sein, um Sicherheit in Europa herzustellen und zu stabilisieren. "Auch wenn es uns einen Wirtschaftseinbruch beschert. Die Fiskalpolitik wäre aber dann in der Verantwortung", so Grimm mit Blick auf die Bundesregierung.

Quelle: ntv.de