Das war Dienstag, der 19. Januar 2016
Huch, ist das schon wieder dunkel da draußen. Es spricht einiges dafür, dass der Tag vorbei ist. Für Sie kurz und knapp nochmal die Meldungen, die heute besonders gern gelesen wurden:
Ich packe mich jetzt warm ein, kratze mein Fahrrad frei, taue mein Schloss auf und mache mich auf den Weg. Ihnen wünsche ich eine gute Nacht - bis morgen!
IS bestätigt Tod von Dschihadi John
Die Terroristen des Islamischen Staats haben den Tod von "Dschihadi John" bestätigt. Der Mörder war in mehreren Enthauptungsvideos zu sehen und ist Mitte November in der ostsyrischen Stadt Al-Rakka durch eine Drohne getötet worden. Ein Sprecher des US-Pentagons hatte damals nach dem Angriff erklärt, "Dschihadi John" sei so gut wie sicher tot, eine letzte Bestätigung fehle jedoch noch. Nun gibt es sie: In einer im Internet verbreiteten Ausgabe eines Propagandamagazins bestätigt der IS den Tod des Extremisten.
Iran schickt Topdiplomat nach Saudi-Arabien
Die Beziehungen zwischen Iran und Saudi-Arabien sind angespannt. Teheran unternimmt nun einen ersten Schritt, um das wieder zu ändern: Vize-Außenminister Abbas Araghchi wird an einem Treffen der Außenminister der Organisation für Islamische Zusammenarbeit in der saudischen Hafenstadt Dschidda teilnehmen.
Ob es in Dschidda allerdings auch zu direkten bilateralen Gesprächen zwischen beiden Ländern kommen wird, ist unklar.
Araghchi war die Nummer zwei im iranischen Verhandlungsteam für das Atomabkommen und gilt als sehr erfahrener Unterhändler.
Die Regierung Saudi-Arabiens hatte die diplomatischen Beziehungen zum Iran abgebrochen, nachdem aufgebrachte Demonstranten Anfang des Monats die saudische Botschaft in Teheran gestürmt hatten.
Razzia gegen Diebesbanden in Köln
Mehrere Razzien in Köln: Die Polizei ist im Stadtteil Kalk gegen Diebesbanden vorgegangen. Zahlreiche Beamte kontrollierten Personen rund um mögliche Rückzugsorte von Kriminellen wie Gaststätten und Wettbüros.
In dem Kölner Stadtteil waren in den vergangenen Monaten die Diebstahldelikte gestiegen.
Die Beamten setzten nach ersten Angaben rund 50 Personen zur Kontrolle fest.
Bei mindestens zehn Personen sollten Identität und Aufenthaltsstatus näher geklärt werden.
Die Polizei überprüft auch Handys, um möglichen Zusammenhängen mit den Übergriffen in der Silvesternacht am Hauptbahnhof nachzugehen.
IS halbiert den Sold seiner Kämpfer
Geht dem IS langsam das Geld aus? Es muss zumindest so wirken, denn die Terroristenmiliz kürzt offenbar ihre monatlichen Zahlungen an ihre Anhänger im Irak und in Syrien drastisch.
Der Sold werde auf rund 200 Dollar (183 Euro) halbiert, berichtete die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte. Sie veröffentlichte ein mutmaßliches Schreiben der IS-Führung, die sich darin auf "außergewöhnliche Umstände" beruft.
Von dieser Entscheidung werde niemand ausgenommen, hieß es in der Erklärung weiter.
Nach Angaben der Aktivisten erhielten ausländische IS-Kämpfer in Syrien bislang 800 Dollar, auch dieser Betrag werde nun halbiert.
Zahl der Terror-Ermittlungen in Deutschland steigt deutlich
Immer häufiger wird in Deutschland gegen mutmaßliche islamistische Terroristen ermittelt - die Zahl der Verfahren ist im vergangenen Jahr deutlich angestiegen. In 136 Verfahren hat die Bundesanwaltschaft gegen 199 Beschuldigte ermittelt, teilte Generalbundesanwalt Peter Frank mit. Ein drastischer Anstieg: Im Jahr 2014 waren es 42 Ermittlungsverfahren mit 80 Beschuldigten. Inzwischen habe es 17 Anklagen und 7 Urteile gegeben. Die Verurteilungen reichen bis zu elf Jahren Freiheitsstrafe wegen versuchten Mordes. Im Fokus im Inland stehe die Entwicklung des Rechtsterrorismus, der sich in Anschlägen auf Asylbewerberunterkünfte und gegen Helfer zeige.
Rettungswagen kollidiert auf Kreuzung mit Auto
Beim Zusammenstoß eines Rettungswagens mit einem Auto sind in Neuss bei Düsseldorf drei Menschen schwer verletzt worden.
Die Fahrzeuge kollidierten auf einer Kreuzung, auf die der Rettungswagen mit eingeschaltetem Blaulicht und Martinshorn bei Rot gefahren war.
Der 57-jährige Fahrer des Kleinwagens sowie ein 45-jähriger Rettungsassistent und ein 55-jähriger Notarzt erlitten schwere Verletzungen.
Der 23-jährige Fahrer des Rettungswagens und ein 19-jähriger Rettungsassistent wurden leicht verletzt. Der Patient im Rettungswagen blieb unverletzt.
Pamela Anderson kämpft gegen französische Delikatesse
Pamela Anderson war nicht nur "Baywatch"-Darstellerin, sie ist auch engagierte Tierschützerin. Und als solche appeliert sie an die Franzosen, künftig keine Gänsestopfleber mehr zu essen.
Es sei "ein grausamer Luxus, der immenses Leiden und Quälerei von 80 Millionen Vögeln jährlich verursacht", so Anderson.
Sie unterstützt einen Gesetzesentwurf französischer Tierschützer, der die umstrittene Produktion verbieten soll.
"Foie Gras", wie das Gericht auf Französisch heißt,wurde 2006 zum gastronomischen Kulturerbe Frankreichs erklärt.
Für die Herstellung von Foie gras wird eine unnatürlich angeschwollene fette Leber benötigt. Dafür werden die Tiere weit über ihren Nahrungsbedarf gestopft.In Deutschland und anderen EU-Ländern ist die Produktion als Tierquälerei verboten, der Verkauf allerdings legal.
Nachrichten kompakt
Rauchwolke zieht über Santiago de Chile
4200 Tonnen Müll landen pro Tag auf der Müllhalde von Santa Marta südlich von Santiago de Chile. Auf dem Müllberg ist ein Feuer ausgebrochen - der Rauch des Brandes zieht gerade über die chilenische Hauptstadt. Die Behörden versichern, die Rauchwolke sei ungiftig - schwer vorstellbar, bedenkt man, dass der Müll nicht getrennt ist und sich alles darin befinden kann. Experten warnen, es könnten Dioxine und andere chlorhaltige Verbindungen entstehen, die durchaus gesundheitsschädlich sind. Zahlreiche Bewohner wurden offenbar bereits auf Sanitätsstationen in der Nähe des Brandes mit Atembeschwerden und Nasenblutungen behandelt.
Kanzleramt will BND stärker kontrollieren
Als Konsequenz aus dem NSA-Skandal will das Kanzleramt den Bundesnachrichtendienst (BND) an eine kürzere Leine legen und dem Bundestag ein schärferes Kontrollrecht geben. Auch die Zusammenarbeit mit ausländischen Partnern wie dem US-Dienst National Security Agency soll nach dem Gesetzentwurf des Kanzleramts strengeren Regeln unterworfen werden. Die Rolle der Regierungszentrale als Genehmigungs- und Kontrollinstanz soll verstärkt, Wirtschaftsspionage ausgeschlossen werden.
Polnische Regierungschefin zeigt sich gesprächsbereit
Die EU-Kommission untersucht derzeit die Rechtsstaatlichkeit von Reformen in Polen, die das Land durchgeführt hat.
Nun hat sich die polnische Regierungschefin Beata Szydlo offen gezeigt: Sie und ihre Regierung seien bereit, den Europäern über alle strittigen Themen Frage und Antwort zu stehen, sagte Szydlo vor dem EU-Parlament in Straßburg.
Gleichzeitig verteidigte sie die Justizreform und ein neues Mediengesetz, die ihrer Ansicht nach keine europäischen Vorschriften verletzten.
Szydlo betonte, sie wolle diese Diskussion auch mit der Opposition in Polen führen, um zu einer Lösung zu kommen.
So kochen Astronauten Kaffee
Die Zubereitung eines ordentlichen Kaffees ist eine Kunst - zumindest hier auf der Erde. Der britische Astronaut Tim Peake demonstriert in einem neuen Video der Europäischen Raumfahrtorganisation Esa, wie das Ganze im All funktioniert. Und siehe da: Es ist erstaunlich simpel!
Wohlleben stellt neuen Antrag auf Haftentlassung
Der mutmaßliche NSU-Terrorhelfer Ralf Wohlleben will aus der U-Haft entlassen werden.
Seine Anwältin schrieb dem Gericht, ein dringender Tatverdacht gegen ihren Mandanten sei nicht mehr zu begründen. Außerdem fehle es an Haftgründen.
Flucht oder Verdunkelungsgefahr seien "nicht im Ansatz ersichtlich".
Zuletzt hatten Wohllebens Anwälte im vergangenen Oktober die Haftentlassung beantragt. Das Gericht lehnte sie jedoch ab.
Wohlleben ist einer der Angeklagten im Münchner NSU-Prozess und hatte nach zweieinhalb Jahren Prozessdauer mit einer Aussage und der Beantwortung von Fragen sein bisheriges Schweigen gebrochen.
Jamaika rät Frauen von Schwangerschaft ab
In Brasilien häufen sich seit einem Jahr die Berichte über eine steigende Anzahl von Zika-Infektionen - eine Krankheit, die in der Regel harmlos verläuft. Für Embryos im Mutterleib scheint das Virus dagegen gefährlich zu sein. Bei Mikrozephalie, für die unter anderem das Virus verantwortlich gemacht wird, ist der Kopfumfang des Kindes kleiner als normalerweise, geistige Behinderungen sind die Folge. Das Virus kommt auch Jamaika immer näher - die dortige Gesundheitsbehörden rät Frauen deshalb, geplante Schwangerschaften aufzuschieben. Bereits schwangere Frauen sollten sich besonders vor Mückenstichen schützen. Die US-Gesundheitsbehörde CDC hatte am Wochenende Schwangeren von Reisen nach Lateinamerika und in die Karibik abgeraten.
Polizei rettet festgefrorenen Schwan
Es ist kalt. Wie kalt, musste ein Schwan im sächsischen Zaßnitz erfahren:
Das Tier ist vermutlich in der Nacht in der Zwickauer Mulde festgefroren.
Eine Spaziergängerin hatte den hilflosen Vogel am frühen Morgen entdeckt und die Polizei gerufen.
Die Beamten konnten die Eisdecke mit Hilfe von Stöcken und Steinen aufbrechen und den Schwan befreien. Nach der Rettung sei das Tier unverletzt davongeflogen.
Schweden ermittelt gegen Außenministerin
Die schwedische Außenministerin Margot Wallström gerät unter Druck: Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen einer möglichen Bestechung.
Die Sozialdemokratin soll eine Mietwohnung von einer kommunalen Gewerkschaft zur Verfügung gestellt bekommen haben, der mehrere Apartmenthäuser gehören.
Schwedische Medien hatten das auch angesichts des schwierigen Stockholmer Wohnungsmarktes sehr kritisch beleuchtet. Im Durchschnitt beträgt die Wartezeit auf eine städtische Wohnung im Zentrum 15 Jahre.
Ende 2015 standen 500.000 Menschen auf der Warteliste. Wallström sagte, sie habe "nichts zu verbergen. Ich werde weiter meinen Job machen."
Schlagzeilen zum Feierabend
Abendstimmung am Alex
Diesen Blick will ich Ihnen nicht vorenthalten - Abendstimmung am Alexanderplatz in Berlin:
Mann zündet Nachbarn mit Bunsenbrenner an
Mannomann, Geschichten gibt's, die kann man fast nicht glauben: In der Oberpfalz hat ein 63-jähriger Mann seinen 65-jährigen Nachbarn mit einem Bunsenbrenner attackiert. Beide wurden dabei so schwer verletzt, dass sie nun im Krankenhaus in einem künstlichen Koma liegen. Der Angreifer hatte offenbar bei seinem Nachbarn geklopft, ihn mit einer Flüssigkeit überschüttet und daraufhin mit dem Brenner angegriffen. In die Handgreiflichkeiten mischte sich ein anderer 47 Jahre alter Nachbar ein, er erlitt leichte Verletzungen. Das Motiv für die Tat? Derzeit vollkommen unklar.
Seehofer erleidet Schwächeanfall bei Rede
Hoffen wir, dass es nichts Ernstes ist: CSU-Chef Horst Seehofer hat während seiner heutigen Rede vor den CSU-Landtagsabgeordneten in Wildbad Kreuth kurzzeitig einen Schwächeanfall erlitten. Das verlautet aus Teilnehmerkreisen. Er sei gestützt worden und habe danach im Sitzen weitergeredet. Der Notarzt sei gerufen worden, heißt es weiter.
Nowitzkis Karriere als Nationalspieler vorbei
Im vergangenen September verpassen die deutschen Basketballer die sportliche Qualifikation für die Olympischen Spiele in Rio de Janeiro. Nun scheitert der Deutsche Basketballbund (DBB) auch mit seiner Bewerbung um ein Qualifikationsturnier - damit ist sicher: Das DBB-Team fährt nicht zu Olympia 2016. Als Gastgeber eines Turniers hätte die deutsche Mannschaft eine neue Chance auf einen Startplatz für Brasilien erhalten. Damit ist auch die Nationalmannschaftskarriere von Superstar Dirk Nowitzki nach 19 Jahren praktisch beendet. Die Hoffnung auf seine zweite Olympia-Teilnahme war die letzte Motivation des NBA-Profis für weitere Einsätze.
Billiger Sprit entlastet deutsche Autofahrer
Der billige Kraftstoff hat Deutschlands Autobesitzer im vergangenen Jahr finanziell entlastet - das sagt der ADAC.
Die Kosten für die Haltung sowie für Benzin oder Diesel sanken im Vergleich zu 2014 um 2,6 Prozent.
Die Spritkosten gingen gar zehn Prozent runter.
Für Reparaturen und Inspektionen mussten die Halter hingegen tiefer in die Tasche greifen (plus 2,7 Prozent).
Ich besitze ja (zum Glück) gar kein Auto. Und beim Fahrrad ist der Preis immer gleich: Die Überwindung des inneren Schweinehundes.
Blatter erhält weiter Gehalt von der Fifa
Fifa-Präsident Joseph Blatter wird trotz seiner Sperre weiterhin vom Weltfußballverband bezahlt: Der 79-jährige Schweizer habe Anspruch auf sein Gehalt, bis ein neuer Präsident gewählt sei, sagte ein Fifa-Sprecher.
Bonuszahlungen erhält Blatter allerdings nicht, weil er seinen Kontrollpflichten nicht nachgekommen ist.
Wie viel die Fifa Blatter zahlt, ist nicht bekannt.
Ein neuer Fifa-Präsident soll am 26. Februar gewählt werden.
Spürhund erschnüffelt Tausende Euro Erspartes
In Wien hat ein älteres Ehepaar mehrere Tausende Euro Erspartes in der Wohnung versteckt. So gut, dass die beiden es nicht wiederfanden, als sie es zur Bank bringen wollten. Die beiden vermuteten nach einer ausgiebigen Suche einen Einbruch - und riefen die Polizei. Die Beamten rückten mit Spürhund "Eva de La Basse Autriche" an und fanden das Geld binnen weniger Minuten in einer Schachtel im Küchenschrank. Glück gehabt!
Polizei warnt vor "Rauchmelder-Masche"
Wenn jemand bei Ihnen klingelt und Ihre Rauchmelder kontrollieren möchte - Vorsicht. Die Polizei hat in mehreren Bundesländern vor einer Masche gewarnt, mit der sich Trickbetrüger in fremde Wohnungen einschleichen.
Die Betrüger geben sich als Rauchmelder-Kontrolleure aus und verschaffen sich so Zugang zu Wohnungen.
Die Polizei rät zur Vorsicht, auch vor falschen Feuerwehrleuten: Auch die Feuerwehr habe keinen Auftrag, die Einhaltung der Rauchmelderpflicht zu kontrollieren.
Im Zweifelsfall: die Polizei rufen.
Schichtwechsel
Über den Autor
Liebe Leserinnen und Leser! Volker Petersen hat sich gerade schwungvoll und gut gelaunt in die Berliner Wintersonne verabschiedet und genießt jetzt den Feierabend. An seiner Stelle sitze hier nun ich, Fabian Maysenhölder, und begleite Sie bis in den späten Abend.
Nach Flüchtlingsbelegung - Turnhalle muss saniert werden
Der Münchener Merkur berichtet, die Turnhalle des Gymnasiums Gräfeling müsse für möglicherweise rund 575.000 Euro saniert werden - nachdem dort 180 Flüchtlinge einquartiert waren, sind umfangreiche Reparaturen notwendig. Da der Boden nur mit Teppichfliesen ausgelegt worden sei, hätten die Eisenbetten Druckstellen und Kratzer auf dem Hallenboden hinterlassen, außerdem sei er nass geworden. Ein neuer Boden koste allein 300.000 Euro. Auch die Sanitäreinrichtungen müssten saniert werden. Da die Belüftung zu schwach gewesen sei, hätte sich Schimmel gebildet. Außerdem seien alle Abflüsse als Toilette benutzt worden. Eine Sprecherin des Landratsamtes sagte der Zeitung, es handele sich um eine Ausnahme. Bislang hätten sich die Wiederherrichtungskosten für Turnhallen in Grenzen gehalten.
Muslimische Security soll christlichen Flüchtling verprügelt haben
Wie die "Welt" berichtet, sollen türkische und arabische Security-Leute in einem hessischen Flüchtlingsheim einen christlichen Flüchtling verprügelt haben. "Sie warfen mir vor, ich hätten den Islam beleidigt, prügelten mich nieder und traten mir ins Gesicht", zitiert die Zeitung den Iraner, der zum Christentum konvertiert sei. Er und 13 weitere christliche Flüchtlinge würden zudem fast täglich in dem Heim in Oberursel beschimpft.
Geheimdienst ist schwulenfreundlichster Arbeitgeber
Wenn das James Bond wüsste! Der britische Geheimdienst soll der homosexuellenfreundlichste Arbeitgeber des Vereinigten Königreiches sein. Das sagt zumindest die Aktivistengruppe Stonewall, die den MI5 auf Platz eins einer jährlichen Rangliste gewählt hat. "Vielfalt ist für den MI5 lebenswichtig", erklärte dessen Chef Andrew Parker. Der Dienst brauche "die talentiertesten Menschen - wer auch immer sie sind". Die Stonewall-Auszeichnung fasse er als "großartige Anerkennung für unsere kontinuierlichen Fortschritte" auf, sagte Parker.
Und ja, die fiktionale Figur Bond arbeitet beim MI6, nicht beim MI5. Stimmt.
Taxifahrer in São Paulo dürfen nicht mehr fluchen
Konkurrenz macht brav: Die Taxifahrer in der brasilianischen Metropole São Paulo dürfen künftig nicht mehr fluchen. Auch kurze Hosen dürfen sie nicht mehr tragen und ganz wichtig: sich nicht über Fußball aufregen. Das alles sehen die Regeln für eine Taxi-App vor, mit der die Konkurrenz durch Uber abgewehrt werden soll. Wer nicht spurt, bekommt eine Geldstrafe: umgerechnet 8,25 Euro sind vorgesehen.
Tornados können nur am Tag über Syrien fliegen
Bei den deutschen Tornados, die über Syrien im Einsatz sind, gibt es ein "kleines technisches Problem", wie das Verteidigungsministerium mitteilt: Die Kampfjets können nur tagsüber ihre Aufklärungsflüge bestreiten. Der Grund: Die Cockpitbeleuchtung hinterlässt auf den Nachtflugbrillen irritierende Spiegelungen. Es bestehe aber auch gar kein Bedarf, nachts über Syrien zu fliegen, sagte ein Sprecher.
Hier dazu mehr.
Schlagzeilen zur Mittagspause
Rosetta soll im Tiefflug an Tschuri heran
Rosetta ist die Raumsonde, die den Kometen Tschuri besucht. Noch bis September soll sie Daten zur Erde funken - vorm Ende ihrer Mission steht ihr noch einmal eine große Aufgabe bevor.
Die Sonde soll extrem nahe an den Kometen heran fliegen - bis auf einen Kilometer Nähe.
"Wenn alles klappt, wird sich 'Rosetta' zum Schluss auf 'Tschuri' niederlassen»", sagte Paolo Ferri von der Esa. "Dann verlieren wir den Kontakt."
Iran disqualifiziert 99 Prozent der Reformkandidaten
Der Iran ist eine Demokratie - so weit, so gut. Aber diese Meldung zeugt nicht von tief empfundener Demut vor dem Volkswillen:
Gut fünf Wochen vor der Parlamentswahl im Iran sind nach Angaben des Reformpolitikers Hussein Maraschi 99 Prozent der Reformkandidaten von einem Kontrollgremium disqualifiziert worden. "Von den 3000 Kandidaten wurden nur 30 bestätigt", sagte Maraschi.
Er forderte Präsident Hassan Ruhani zur Reaktion auf diese "katastrophale Ungerechtigkeit" auf.
Mit der Umsetzung des Atomabkommens und der guten Stimmung im Land wegen der Aufhebung der Wirtschaftssanktionen werden den Pro-Ruhani-Reformern gute Chancen auf einen Wahlsieg am 26. Februar eingeräumt.
Störung bei Twitter - Dienst funktioniert nicht
Wo sollen all die Nutzer nun ihre 140 Zeichen loswerden? Twitter ist gestört. Der Kurzmitteilungsdienst ist zurzeit nicht erreichbar. Woran es liegt? Wann es weitergeht? Wir wissen es nicht.
Update: Es geht wieder!
Stephen Hawking sagt Katastrophe voraus
Im alten Griechenland gab es Orakel, die von der Zukunft kündeten, heute übernimmt das beispielsweise Stephen Hawking. Der Starphysiker im Rollstuhl sagt eine Katastrophe voraus: Atomkrieg, Viren, Erderwärmung - suchen Sie sich etwas aus. Das Risiko einer Katastrophe auf der Erde in einem bestimmten Jahr sei zwar gering, aber für die nächsten 1000 oder 10.000 Jahre "beinahe Gewissheit", sagt Hawking laut BBC. Seine Botschaft: "Bis dahin sollten wir uns ins All ausgebreitet haben und zu anderen Sternen, so dass ein Desaster auf der Erde nicht das Ende der Menschheit bedeuten würde." Da man in den kommenden 100 Jahren aber noch nicht so weit sein werde, müssten die Erdbewohner in dieser Zeit "sehr vorsichtig" sein. Ich wage mal, meinen Senf dazuzugeben: Prognosen sind schwierig, vor allem, wenn sie die Zukunft betreffen.
Mehr dazu hier.
Köln hat neuen Polizeipräsidenten
Er war selbst Streifenpolizist, nun ist er Chef vom Ganzen. Jürgen Mathies wird neuer Polizeipräsident von Köln. Das berichtet der Kölner Stadtanzeiger.
Bislang war er der Direktor des Landesamtes für Zentrale Polizeiliche Dienste in NRW.
Er ist 54 Jahre alt und hatte verschiedene Führungspositionen im Rheinland inne.
Frauen-Union fordert drei Monate Haft für Grapscher
Aus der CDU und der CSU sind viele Forderungen, Einschätzungen und Auslassungen zum Thema Silvester in Köln zu hören. Aber was sagen eigentlich die Frauen in den Schwesterparteien?
Sie fordern drei Monate Haft für "Begrapschen". "Ich erwarte, dass den starken Worten nach der Silvesternacht von Köln nun auch konkrete Gesetzesverschärfungen folgen", sagte die Vorsitzende der Frauen-Union, Annette Widmann-Mauz, der "Rheinischen Post"
Das Begrapschen, also der Griff in den Schritt oder an die Brust einer Frau, müsse "in jedem Fall mit einer Geld- oder Freiheitsstrafe, in besonders schweren Fällen mit einer Freiheitsstrafe von mindestens drei Monaten belegt werden", forderte Mauz. Solche Taten beeinträchtigten die Integrität von Frauen maßgeblich.
Iran bekommt 32 Milliarden Dollar
"Katsching!" könnte der iranische Finanzminister gerufen haben. Warum er Registrierkassengeräusche gemacht haben könnte? Weil sein Land nun wieder auf 32 Milliarden US-Dollar zugreifen kann. Die lagern auf Konten internationaler Banken und waren wegen der Sanktionen blockiert. Laut iranischer Zentralbank soll mit dem Geld das passieren, was man immer macht, wenn einem Geld in die Hände fällt: Einkaufen. Dringend benötigte Waren sollen importiert werden.
Unions-Brief an Merkel: "Stehen vor Überforderung"
Sehr hochachtungs- und respektvoll ist der Brief an Kanzlerin Merkel verfasst. Doch ihre Parteifreunde aus der Union stellen bei allem Verständnis für die bisherige Politik ihrer Chefin auch klar, dass sie einen Kurswechsel wünschen. "Wir stehen vor einer Überforderung des Landes", heißt es darin. Das geltende Recht, gemeint sind die Dublin-Verordnungen, solle wieder konsequent angewendet werden.
Mehr zum Brief hier, der n-tv.de in voller Länge vorliegt.
Schlagzeilen am Morgen
Ältester Mann der Welt gestorben
112 Jahre alt ist Yasutaro Koide geworden. Damit war der Japaner laut Guinness-Buch der Rekorde der älteste Mann der Welt. Nun ist der gelernte Schneider in einem Krankenhaus gestorben. Der älteste Mensch der Welt lebt in New York und ist eine Frau - sie heißt Susanna Mushatt Jones und ist 116 Jahre alt. Sie wurde am 6. Juli 1899 geboren. Als ältester Mensch aller Zeiten gilt Jeanne Calment, die Französin starb am 4. August 1997 mit 122 Jahren. Ob es nicht doch einen älteren Menschen gab? Das ist möglich, man kann es nur nicht beweisen.
Renault ruft 15.000 Diesel zurück - zu hohe Abgaswerte
Nun auch die Franzosen? Renault ruft 15.000 Diesel-Autos wegen zu hoher Abgaswerte zurück. Wie das Umweltministerium mitteilt, gibt es aber keinen Hinweis auf Schummelsoftware. Nach dem VW-Skandal hatte die Regierung angeordnet, die französischen Autobauer zu überprüfen.
Deutschland schlägt Schweden bei Handball-EM
Hoeneß: Erst Urlaub, dann Entscheidung
Uli Hoeneß kommt aus dem Gefängnis frei - am 29. Februar ist es so weit. Und dann? Macht er erstmal vier Monate Urlaub, schreibt die "Bild"-Zeitung. Am 1. Juli wolle er dann bekannt geben, wie er sich seine Zukunft vorstellt. Einen neuen Präsidenten wählen die Bayern im November.
Flüchtlings-Hotspots sollen in vier Wochen einsatzbereit sein
In eigenen Lagern will die EU Flüchtlinge in Griechenland und Italien sammeln, registrieren und dann auf Europa verteilen. Das dürften viele in Deutschland gut finden, doch diese "Hotspots" sind noch nicht fertig. Erst in vier Wochen soll es so weit sein, berichtet die "Süddeutsche".
"Wir haben nicht mehr als vier Wochen Zeit, um an den Grenzen Ergebnisse zu erzielen", sagte EU-Flüchtlingskommissar Dimitris Avramopoulos vor allem mit Blick auf die politisch angespannte Lage in Deutschland.
Der EU-Kommissar betonte, dass ein Ende des großen Zustroms an Flüchtlingen noch nicht absehbar sein. Er sei im Gegenteil in Sorge, dass "in den nächsten Monaten die Zahlen noch höher sein werden".
Mehr dazu hier.
Das Thema treibt das ganze Land und auch die Union um - aus ihrer Partei erreichen die Kanzlerin mehrere Briefe.
Nowitzki hakt Niederlage ab und macht Super-Spiel
Wir mögen Sport so sehr, weil er so lebensnah ist - zum Beispiel Basketball. Erst hat Dirk Nowitzki mit den Dallas Mavericks eine krachende Niederlage gegen die San Antonio Spurs kassiert. 83:112 stand es am Ende, der Deutsche hatte nur vier Punkte gemacht. Und nun? Neues Spiel, neues Glück: Nowitzki und die Mavs haben den Frust in San Antonio gelassen und die Boston Celtics mit neuem Elan empfangen - und sie besiegt. Mit 118:113 gewann das Team aus Dallas, Nowitzki machte 31 Punkte. So geht's!
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Trump setzt auf Gottes Beistand
Wer über die rechte Bande spielt, um US-Präsident zu werden, braucht Hilfe von oben: Gott ist mit den Evangelikalen - zumindest glauben die das so fest wie anderere Christen kaum. Zweifel? Pfff! Das scheint Donald Trump zu gefallen. Der Rechtspopulist aus New York hat sich gestern an die Fundamentalisten rangeworfen. Er sprach vor 10.000 Menschen in einer Stadt namens Lynchburg in Virginia. Eines seiner Versprechen: "Wir werden das Christentum schützen" - was auch immer Trump darunter versteht.
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Im Dschungel wird es ernst
An Tag 4 zeigt der Dschungel sein wahres Gesicht. Obwohl ein "Hauch Prager Botschaft durch den australischen Busch" (Hartwich) weht, währt die Freude über die Wiedervereinigung der beiden Camps nicht lange. Statt das Essen christlich zu teilen: von Nächstenliebe keine Spur. Neben viel Quatsch und noch mehr Kakerlaken spricht Menderes zum ersten Mal offen über seine Krankheit. Dabei gelingt es dem Dschungelkönig der Herzen nicht nur, seine Mitstreiter, sondern ganz Fernsehdeutschland auf "Colitis ulcerosa", eine chronisch entzündliche Darmkrankheit, aufmerksam zu machen.
Mehr dazu hier.
Mehrheit der Deutschen arbeitet um zu leben
Die Sirene ertönt, Feierabend, Juchuh! Kennen Sie das Gefühl? Dann werden Sie folgende Meldung verstehen: Drei von vier Angestellten in Deutschland sind ein gutes Arbeitsklima wichtiger als ein hohes Gehalt, wie eine Umfrage zeigt. Den Satz "Ich arbeite, um zu leben" unterschreiben demnach 93 Prozent der Befragten, während nur eine Minderheit "lebt, um zu arbeiten." Fast ebenso vielen (90 Prozent) ist ein sicherer Arbeitsplatz wichtiger als die Karriere in Form von beruflichem Weiterkommen. Da interessiert mich Ihre Meinung. Umfrage-Time!
Bürgermeister verbietet Bürgern das Sterben
Mit seinem Problem ist Davide Zicchinella nicht allein. Der Bürgermeister des süditalienischen Dorfes Sellia muss mit ansehen, wie die Ortschaft immer weiter schrumpft. Von 1000 auf 500 Einwohner in 15 Jahren! Doch er wusste sich zu helfen: In unerschütterlichem Glauben an die Bürokratie verbot er einfach den Tod. Wer nicht mindestens einmal pro Jahr zum Arzt geht, muss 30 Euro Strafe zahlen. Die Bewohner von Sellia folgen dem Wunsch ihres Bürger-Maestros, der sich nicht ohne Grund mit Existenzängsten plagt. Zwei Drittel der Bewohner des Dorfes sind über 60 und er wäre schließlich seinen Job los, wenn das Dorf zur Geisterstadt wird. Den als Bürgermeister und seinen ursprünglich gelernten: er ist Kinderarzt.
Das wird heute wichtig
Wie lange muss man sich bei plus zehn Grad aufhalten, wenn man sich vorher 20 Minuten bei minus zehn Grad aufgehalten hat, um dann wieder auf Normaltemperatur hochzuwärmen? So eine Matheaufgabe hätte meine alte Mathelehrerin mir gerne gestellt. Und wenn man dann gerechnet und gerechnet hätte, vielleicht sogar mit dem Taschenrechner, hätte sie irgendwann einen großen roten Strich durch alles gemacht und gesagt: Das kann man so nicht sagen, da ist jeder anders. Mathematiker-Humor! Das wird heute wichtig:
Die CSU setzt ihre Winterklausur fort, es geht natürlich auch wieder um die Flüchtlinge.
CDU und FDP wollen im NRW-Landtag einen Untersuchungsausschuss zur Silvesternacht von Köln einsetzen.
Im EU-Parlament wird über Polen debattiert, auch die Ministerpräsidentin des Landes, Beata Szydlo, ist dabei.
Heute beginnt die Berliner Fashion Week.
Die Australian Open gehen weiter. Da geht es um Tennis. Mehr dazu hier.
Ich bin Volker Petersen und wünsche einen guten Morgen. Wenn Sie mir schreiben möchten, dann unter der Adresse: volker.petersen (at) nachrichtenmanufaktur.de oder bei Twitter.
Das Wetter mit Björn Alexander
Der eine oder andere wird sich vielleicht daran erinnern: heute ist der Jahrestag von Orkan Kyrill, der uns im Jahr 2007 überquerte. Von einem Sturm sind wir heute aber weit entfernt, denn es bleibt beim ruhigen und meist dauerfrostigen Winterwetter. Und natürlich ist auch der Start in den Tag mal wieder eisig. Denn die Frühwerte bewegen sich oft zwischen minus 5 und knapp unter minus 20 Grad. Lediglich direkt an der Nordsee/Nordfriesland bei Seewind um die 0 Grad. Wettermäßig können Sie sich heute über der Landesmitte über viel Sonne freuen. Im Norden ziehen hingegen mehr Wolken mit etwas Schnee durch, die sich später weiter südostwärts ausbreiten. Und auch im Süden sind aus teils dichten Wolken ein paar Flocken drin. Die Temperaturen tagsüber: minus 6 Grad in Niederbayern und bis plus 3 Grad im Breisgau.
Schlagzeilen aus der Nacht