Unterhaltung
Wird Stefan Raab wieder das Zugpferd oder agiert er eher im Hintergrund?
Wird Stefan Raab wieder das Zugpferd oder agiert er eher im Hintergrund?(Foto: picture alliance / dpa)

Kurz und schmerzlos: ARD speckt ESC-Vorentscheid ab

Zurück zu den Wurzeln: Die ARD will den deutschen Beitrag zum Eurovision Song Contest nicht mehr per langwierigem Casting bestimmen, sondern in einer einzigen Show. Zur Auswahl stehen dann auch nicht mehr Unbekannte, sondern Künstler, die schon Erfolge vorzuweisen haben. Ob und wie Stefan Raab eingebunden wird, ist noch offen.

Nach dem Ende der Kooperation der ARD mit dem Privatsender Pro 7 ändert sich der Modus zur Bestimmung des deutschen Kandidaten für den Eurovision Song Contest. So wird der Teilnehmer zum Gesangswettbewerb in Malmö im kommenden Jahr nicht mehr in einem mehrteiligen Casting-Ausscheid bestimmt, sondern in nur einer einzigen Sendung.

Der Norddeutsche Rundfunk veranstaltet die entscheidende Sendung am 14. Februar in Hannover. Dabei sollen acht bis zwölf Acts auftreten - im Unterschied zu den vergangenen Jahren soll es sich um bereits bekannte Interpreten handeln. Die zweistündige Veranstaltung vor 11.000 Zuschauern werde live im Ersten übertragen, so der NDR.

Während der Veranstaltung in Hannover sollen dann die Zuschauer von Radiosendern und Fernsehen sowie eine Jury aus fünf Unterhaltungs- und Musikexperten entscheiden. Der Kartenverkauf für die Veranstaltung beginnt ab sofort.

Lenas Heimat soll Glück bringen

Die Teilnehmer am Vorentscheid werden derzeit von einem siebenköpfigen Gremium ausgewählt, in dem Vertreter der Plattenlabels, des NDR und der Produktionsfirma Brainpool sitzen. Brainpool ist das Unternehmen, das auch die vielen Raab-Shows produziert. Offen ist derzeit noch die Rolle, die Stefan Raab spielen könnte. Er wird, so heißt es, die Sendung nicht moderieren. Jedoch ist denkbar, dass er als Jurymitglied dabei ist.

"Wir wollen mit der Musik direkt zu den Fans - deshalb gehen wir raus aus dem Fernsehstudio in eine große Konzerthalle", erklärte ARD-Unterhaltungskoordinator, Thomas Schreiber. Er lobte das Publikum in Hannover als eines der besten in Deutschland. "Und nicht zu vergessen: Die Stadt hat uns beim ESC als Lenas Heimat schon einmal großes Glück gebracht."

Im Mai dieses Jahres hatte die schwedische Sängerin Loreen den Song Contest in der aserbaidschanischen Hauptstadt Baku mit ihrem mystischen Popsong "Euphoria" gewonnen. Der deutsche Teilnehmer Roman Lob war mit seiner Ballade "Standing Still" auf Rang acht gekommen.

Bilderserie

Quelle: n-tv.de

Video-Empfehlungen
Empfehlungen