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Dafür braucht es keinen Tanzkurs: "Harlem Shake"-Flashmob auf dem Times Square.
Dafür braucht es keinen Tanzkurs: "Harlem Shake"-Flashmob auf dem Times Square.(Foto: dpa)

Abspacken bis zum Abwinken: Do The Harlem Shake!

Dagegen wirkt der "Gangnam Style" wie Tanzstunde. Das neue YouTube-Phänomen heißt "Harlem Shake". Zu den Elektro-Klängen des US-DJs Baauer zappeln sich weltweit Tausende durch selbst gedrehte Videos. Wir tanzen mit den besten Videos mit.

Die Menschen auf dem New Yorker Times Square dürften am Dienstagabend vergangener Woche nicht schlecht gestaunt haben. Jedenfalls dann, wenn sie nicht zur Hipster-Online-Szene gehörten und ihnen das Phänomen des "Harlem Shake" bis dato entgangen war. Rund 200 Menschen schüttelten etwa eine Minute lang in einem Flashmob alles, was sie haben, zu einem wummernden Elektro-Song. Und natürlich waren sie so schnell, wie sie gekommen waren, auch wieder verschwunden.

Das Lied "Harlem Shake" ist an sich nicht ganz neu. Bereits im Mai 2012 wurde es veröffentlicht. Sein Text ist denkbar einfach und sinnfrei. "Con los terroristas - do the Harlem Shake" - das war's. Es geht zurück auf den aus Brooklyn stammenden DJ Harry Rodrigues, der unter dem Pseudonym Baauer unter anderem schon für Bands wie The Prodigy, No Doubt oder Nero Remixe erstellt hat. Damit, dass sein Song nun derartige Weihen erfährt, dürfte er kaum gerechnet haben. Stören wird ihn das allerdings wohl auch nicht. Dem Internet-Hype sei Dank, erklimmt "Harlem Shake" in dieser Woche Platz drei der britischen Single-Charts. Und so klingt das Werk in voller Länge:

Bewegung gehört zu Musik bekanntlich wie der Topf auf den Deckel. Zur Erklärung zitieren wir an dieser Stelle ausnahmsweise mal Wikipedia: "Der Tanzstil Harlem Shake wurde Anfang der Achtzigerjahre im New Yorker Stadtteil Harlem erfunden. Bei diesem Tanz geht es um das rhythmische Zurückreißen der Schultern und gleichzeitige Stoßbewegungen der Hüfte." Darauf hat sich offenbar als erster ein YouTube-Spaßvogel namens Filthy Frank besonnen. Er jedenfalls reklamiert für sich, das "Original" des "Harlem Shake" ins Netz gestellt zu haben:

Das war Anfang Februar 2013. Seither verbreitet sich der Drang zum "Harlem Shake" wie ein Lauffeuer, wenngleich in leichter Abwandlung zum angeblichen Original. In der Regel zeigen die Videos zunächst eine einzelne Person, die in gewisser Weise aus der Reihe tanzt, ehe nach dem Umschnitt auch die Mitmenschen nicht länger an sich halten können. Eine Situation, die sich natürlich überall ereignen kann, zum Beispiel im Büro:

Auch die Kollegen der Giga-Redaktion hat der Virus offenbar befallen, auch wenn bei ihnen im Büro nicht jeder damit einverstanden zu sein scheint:

Doch natürlich kann einen die Sucht nach dem "Harlem Shake" nicht nur am Arbeitsplatz ereilen. Es sind auch Fälle aus Freundeskreisen dokumentiert, in denen zunächst nur ein Einzelner den Rappel bekommt, ehe er seine übrigen Kumpel mit ins Delirium reißt:

An einem Männerabend muss sicher damit gerechnet werden, dass alkoholische Flüssignahrung die Situation außer Kontrolle geraten lässt. Im Umfeld der Familie indes sollte dergleichen hoffentlich nicht passieren. Doch auch die familiäre Idylle bietet nachweislich keinen sicheren Schutz:

Wenn schon Alter und Familienstand keinen Einfluss auf die Anfälligkeit für den "Harlem Shake" haben, dann hat es die Hautfarbe natürlich erst recht nicht:

Auch wer dachte, ein gewisser Intellekt könnte einen vor den Auswirkungen der neuen Tanz-Seuche bewahren, sieht sich schließlich getäuscht. Das an der Universität Bayreuth entstandene Video legt jedenfalls das Gegenteil nahe:

Vorsicht geboten ist auch, wenn sie etwa das nächste Mal eine Schwimmhalle aufsuchen. Sollte neben Ihnen ein einzelner Herr mit Maske in der Umkleide auftauchen, sollten Sie sich darauf gefasst machen, dass möglicherweise gleich nicht mehr alles mit rechten Dingen zugeht:

Als Frau lässt Sie so ein Treiben um Sie herum indes natürlich völlig kalt:

Mit am meisten Beachtung hat bislang das folgende "Harlem Shake"-Video gefunden. Kein Wunder, lässt es doch einige Zweifel an der Verteidigungsfähigkeit der norwegischen Armee aufkommen:

Nun gut, die Norweger, könnte man denken. Doch spätestens wenn auch noch die US-Amerikaner den nötigen Drill vergessen, muss man sich möglicherweise dann doch ernsthaft Gedanken um die internationale Sicherheit und den Weltfrieden machen:

Stillgestanden! Ha, von wegen. Einen haben wir deswegen noch. Schließlich schulden wir Ihnen noch das Video vom Times Square. In diesem Sinne: Do the Harlem Shake:

 

Quelle: n-tv.de

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