Unterhaltung

Neue Runde "Make Love" In Sachen Sex lernt man nie aus

28.07.2015, 19:28 Uhr
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Sexualtherapeutin Ann-Marlene Henning mit dem Modellpaar (Foto: © ZDF / Julia Kampe)

Sie sucht abends Nähe, er ist nach einem langen Arbeitstag überfordert. Wie kriegt man da "Sex ohne Leistungsdruck" hin? Auf diese und andere Fragen gibt es in der Doku-Reihe "Make Love" auf neuem Sendeplatz wieder sehr anschauliche Antworten.

Kleine Auszeiten, um vielleicht eine Folge ihrer Lieblingsserie zu schauen. Für mehr hatte Ann-Marlene Henning im Frühjahr keine Zeit. Denn neben ihrer Arbeit in der Praxis und Interviewterminen unter der Woche war die Sexologin an den Wochenenden wieder für die TV-Staffel der Dokureihe "Make Love" unterwegs. Das Ergebnis ihrer Arbeit kann man sich jetzt auf dem neuen Sendeplatz im ZDF anschauen - pünktlich zum "Internationalen Sextag" geht am Dienstagabend die Dokumentarreihe "Make Love - Liebe mache kann man lernen" mit zwei neuen Folgen weiter.

Schon im Vorfeld freute sich die Therapeutin und Bestsellerautorin darauf, durch den Senderwechsel vom MDR ins Hauptprogramm des ZDF noch mehr Menschen erreichen zu können. Wie die Produktionsfirma mitteilte, wurde am Format nichts geändert, das Zweite räumte der Sendung aber mehr Drehtage ein, sodass die Paare länger begleitet werden konnten.

Warum nicht über das Eine reden?

Wie schon bei den ersten beiden Staffeln gab es mehr Anfragen von Paaren, als die Filmemacher unterbringen konnten. Warum so viele Menschen bereit sind, im Fernsehen über ihre Probleme im Bett zu reden, weiß Henning zwar auch nicht - aber es gebe ja auch keinen Grund, nicht über das zu reden, was ohnehin alle beschäftigt, meint die gebürtige Dänin.

Und über Sex wird vor allem dann nachgedacht, wenn man hier zu kurz kommt. Das kann gerade in der Rush-Hour des Lebens schnell passieren. "Davon sollte man sich nicht stressen lassen", empfahl Henning bereits im Interview mit n-tv.de. Und nimmt sich des Themas gleich wieder in der ersten neuen "Make Love"-Folge an: "Sex ohne Leistungsdruck". Die 40-jährige Daniela und der 54-jährige Fritz aus München sprechen über ihren Alltag: Sie sehnt sich abends nach seiner Nähe, er hat das Gefühl, nach einem langen Arbeitstag etwas "leisten" zu müssen.

Zusammen mit dem Paar wird sich Henning überlegen, wie man eigene Bedürfnisse stillen kann, ohne den Partner zu überfordern. Wie schon in den anderen beiden Staffeln werden zwei Modelle Sexpraktiken vorführen, die vielleicht bei der Lösung dieser Probleme helfen könnten. Mit den Videos von den Übungsbeispielen im Gepäck geht die Therapeutin Henning dann wieder zum realen Paar und erklärt ihnen, was zu tun ist. Egal, ob auf der Bettkante des Modellpaares oder in der Therapierunde am Tisch: Henning geht es darum, ihre Überzeugung weiterzutragen: "Sex kann man lernen. Und daran ist nichts peinlich oder pornografisch." Deshalb kann man auch mit einer ganzen Fußball-Mannschaft über das Thema reden. Oder mit den Holsteiner Landfrauen.

"Make Love - Liebe machen kann man lernen" am 28. Juli um 22.15 Uhr und am 4. August 2015 um 22.45 Uhr (Thema: "Sex trotz Hindernissen") im ZDF.

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Quelle: ntv.de, sla/spot

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