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Günther Jauch (l.) und Prof. Dr. Andreas Ziemann.
Günther Jauch (l.) und Prof. Dr. Andreas Ziemann.

Überraschungs-Special bei WWM: Navi-Jauch und Bundeswehr-Frauenflüsterer

Von Nina Jerzy

Das Überraschungs-Special von "Wer wird Millionär?" ist zur Hälfte "Versteckte Kamera". Reingelegt werden der vielleicht sympathischste Bundeswehrsoldat, die womöglich schlechteste Fahrschülerin und der verlorene Bruder von Christoph Maria Herbst.

"Wer wird Millionär?" macht mobil, bei Arbeit, Sport und Spiel. Das Überraschungs-Special am Montagabend stand ganz im Zeichen des Wegfliegens, Durchstartens und überhaupt erst mal in die Gänge Kommens. Günther Jauch hatte drei völlig verschiedene Typen auf dem heißen Stuhl. Dennoch lautete am Ende das Ergebnis bei allen gleich: Mit jeweils 16.000 Euro war die Spezialausgabe zwar monetär betrachtet nicht der Hauptgewinn. Die Betroffenen aber schienen durchaus zufrieden, die letzte Kandidatin sogar nahezu euphorisch. Schließlich ist sie nach 36 Fahrstunden dem Führerschein zumindest budgetmäßig sehr viel näher.

So mühsam Abbiegen und Einparken für Dagmar Schu sind, so schwierig gestaltete sich der Anfang bei Jauch für die Frau aus Bergisch-Gladbach. "Ein gewisses Stück Arbeit liegt noch vor uns", untertrieb der Moderator nach der 2000-Euro-Frage. "Das sagt meine Freundin auch", entgegnete Schu. Ihre beste Freundin Nicole Müller ist nämlich auch ihre Fahrlehrerin und hat die Dauer-Schülerin bei Jauch angemeldet. "Entweder Kredit oder 'Wer wird Millionär?'", lautete angesichts der eskalierenden Kostenlage für die Fahrtstunden die Schlussfolgerung.

"Halten Sie sich fern und suchen Sie Schutz"

Jauch überraschte Schu während einer Übungseinheit als Stimme des Navis. "Halten Sie sich fern und suchen Sie Schutz", riet der RTL-Moderator den übrigen Verkehrsteilnehmern. Schu bezahlt nun von dem Gewinn die restlichen Fahrtstunden und kauft sich einen Wagen. Das Autohaus muss allerdings an einer ruhigen Straße liegen und der Heimweg möglichst durch Rechtsabbiegen anzutreten sein.

Das war Wer wird Millionär

Auch Günther Jauch hat Probleme mit dem Parken:

Er wollte in jungen Jahren mal einen coolen Auftritt mit seinem Motorrad hinlegen. Anstatt die Maschine lässig abzustellen, wurde er unter ihr begraben und zappelte "wie ein Maikäfer" auf dem Rücken.

Das haben wir in dieser Folge noch über Jauch gelernt:

Der Moderator trägt Make-up an den Händen. Und seine Kinder sollen sich am Telefon nicht mit "Hallo" melden.

Schenkel, lass Dich klopfen:

"Worüber freut sich ein Düsseldorfer im August in einem Biergarten mit hohem Frauenanteil? Alt, Weiber, Sommer."

Ungleich flotter ist bereits Hauptfeldwebel Gerhard Krämer auf Deutschlands Straßen unterwegs. Der leidenschaftliche Motorradfahrer arbeitet als Sachbearbeiter bei der militärischen Gleichstellungsbeauftragten im Bundesamt für das Personalmanagement der Bundeswehr, Hauptfeldwebel Katrin Kaufmann, in der Lüttich-Kaserne Köln. Das klingt grauenhaft dröge, scheint aber einer der dollsten Arbeitsplätze bundesweit zu sein. Der 39-Jährige ist drei Damen unterstellt, die ihm geradezu zu Füßen liegen. "Ich sehe das ganz klar als Bestechungsversuch", erklärt eine der Chefinnen die Bewerbung für das Überraschungs-Special. Viele Kolleginnen wollen Krämer nämlich abwerben und da müssen Arbeitgeber offenbar kreativ werden, um ihren allseits begehrten "Mann für alle Fälle" zu halten.

Der Frauenflüsterer von der Bundeswehr

Die drei blonden Engel für Gerhard fieberten im Publikum ordentlich mit. "Würden Sie sich als Frauenversteher definieren?", fragte Jauch anfangs. Als Krämer das verneinte, entglitt einer Vorgesetzten vor Schreck glatt das Fähnchen mit seinem Konterfei. Der Hauptfeldwebel wäre beinahe der Gewinner des Abends geworden. Bei der 64.000-Euro-Frage zockte er allerdings und fiel auf 16.000 Euro zurück. Nun gönnt er seinem alten Honda-Motorrad eine Generalüberholung.

Doppelt hoch hinaus geht es mit der Siegesprämie für Andreas Ziemann. Der Medien-Professor von der Bauhaus-Universität Weimar war von Sohn Vincent für das Überraschungs-Special vorgeschlagen worden. Der Elfjährige verfolgte dabei eigennützige Motive. Er will nämlich unbedingt mit der höchsten Achterbahn der Welt fahren und die steht im US-Bundesstaat New Jersey. "Wenn ich ihm seinen Wunsch erfülle, dann muss er mir meinen Wunsch erfüllen", schilderte Vincent im Einspieler Günther Jauch seine Überlegung. Der Vater wurde denn auch standesgemäß beim Achterbahnfahren mit seiner Quiz-Teilnahme überrascht.

Eigentlich schade, dass der Vielblinzler und Schnellsprecher Ziemann, der teils frappierende Ähnlichkeit mit Christoph Maria Herbst aufwies, nicht länger da war. Er und Jauch haben gern das letzte Wort und diese Wesensgleichheit hätte noch einiges an Konfliktpotenzial geboten. Bei einer Frage sinnierte der Professor: "Wo wurde gefechtet?" Das vermochte Jauch selbstredend nicht unkommentiert zu lassen: "Man sagt: Wo wurde gefochten." Ziemann konterte, er hätte "sogenannt" bei einer Frage ja auseinandergeschrieben, woraufhin die WWM-Redaktion mit der Dudenempfehlung parierte. Kein Wunder, dass dieses zweistündige Special 15 Minuten länger dauerte.

Ab Freitag heißt es bei RTL wieder "Let's Dance". "Wer wird Millionär?" gibt es daher erst mal nur montags zu sehen - dafür nächste Woche mit einer Doppelfolge.

Quelle: n-tv.de

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